Bibelstelle · EÜ 2016
Gal 3,28
Paulus sagt den Getauften: Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; alle sind einer in Christus Jesus. Der Satz folgt unmittelbar auf das Wort von der Taufe, in der die Glaubenden Christus angezogen haben (Gal 3,27), und spricht von der Einheit aller Getauften in Christus.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Gal 3,28
Bibeltext
Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
Gal 3,28 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Die Weihe folgt der Wahl Christi
Der Einwand liest daraus, dass kein Dienst in der Kirche am Geschlecht hängen darf; die Kirche liest den Vers als Wort über die Einheit aller Getauften, innerhalb deren der von Christus gegebene Dienst der Weihe steht (Ordinatio sacerdotalis 3).
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Quellen und HinweiseKKK 1536–1600
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1536–1600Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Der Katechismus behandelt Weihe, Priestertum und in KKK 1579–1580 die lateinische sowie die rechtmäßige ostkirchliche Ordnung des Zölibats.
Konzilien und Lehramt
- Codex Iuris Canonici: WeihebewerberCIC can. 1024Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Geltendes Recht der lateinischen Kirche: Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann.
- Ordinatio sacerdotalisNr. 1–4Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Apostolisches Schreiben vom 22. Mai 1994 über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe; Nr. 4 erklärt die Entscheidung als endgültig zu halten.
- Antwort auf den Zweifel bezüglich der in Ordinatio sacerdotalis vorgelegten LehreAntwort vom 28. Oktober 1995Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Die Glaubenskongregation antwortet, die Lehre von Ordinatio sacerdotalis gehöre zum Glaubensgut und sei vom ordentlichen und universalen Lehramt unfehlbar vorgetragen.
- Lehrmäßiger Kommentar zur Professio fideiNr. 5–11Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Offizielle Unterscheidung zwischen geoffenbarten Dogmen, definitiv festzuhaltenden Lehren und nicht-definitiver Lehre.