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Traditionen vergleichen

Beichte und Sündenvergebung

Die Aussagen stammen aus denselben geprüften Quellen wie die Themen- und Traditionsseiten; jede Zeile verlinkt die offizielle Quelle ihrer Tradition.

Zum Thema

Vergleich der Traditionen

Katholisch

Offizielle Lehrposition
Christus handelt im Bußsakrament durch den Priester; bei Todsünde sind das persönliche, vollständige Bekenntnis und die Lossprechung der einzige ordentliche Weg der Versöhnung.
Offizielle Quelle: Katholisch

Lutherisch

Offizielle Lehrposition
Das Augsburger Bekenntnis hält die private Absolution in der Kirche fest, verlangt aber nicht, alle Sünden aufzuzählen, weil niemand alle seine Verfehlungen kennt (CA XI; Ps 19,13). Buße besteht nach CA XII aus Reue und dem Glauben an die Absolution; eine Vergebung durch eigene Genugtuung wird verworfen. Die Apologie nennt die Absolution das Sakrament der Buße (Apol. XIII,4); nach dem Kleinen Katechismus empfängt der Beichtende die Absolution vom Beichtiger „als von Gott selbst“.
Offizielle Quelle: Lutherisch

Reformiert / calvinistisch

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus versteht das Amt der Schlüssel als Predigt des Evangeliums und christliche Bußzucht: Allen Gläubigen wird öffentlich bezeugt, dass ihnen um Christi willen vergeben ist, sooft sie die Zusage im Glauben annehmen; wer unchristlich lehrt oder lebt, wird nach wiederholter Ermahnung durch Versagung der Sakramente ausgeschlossen und bei Besserung wieder aufgenommen (Fragen 83–85). Ein Bußsakrament mit Einzelbekenntnis vor dem Priester kennt er nicht.
Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch

Baptistisch

Offizielle Lehrposition
Die Southern Baptist Convention betont die persönliche Umkehr und den Glauben an Christus; ein sakramentales Priesteramt zur Absolution wird nicht gelehrt.
Offizielle Quelle: Baptistisch

Pfingstlich / charismatisch

Offizielle Lehrposition
Nach den Assemblies of God empfängt der Mensch das Heil durch Umkehr zu Gott und Glauben an den Herrn Jesus Christus; das innere Zeugnis des Heils ist das unmittelbare Zeugnis des Geistes. Ein Bußsakrament mit Lossprechung durch einen Priester kennt ihr Bekenntnis nicht.
Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch

Methodistisch / wesleyanisch

Offizielle Lehrposition
Nach Artikel XII der methodistischen Articles of Religion darf denen, die nach der Rechtfertigung in Sünde fallen, die Umkehr nicht verweigert werden; durch Gottes Gnade können sie wieder aufstehen und ihr Leben bessern. Die Buße zählt Artikel XVI nicht zu den Sakramenten des Evangeliums.
Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch

Anglikanisch

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Buße zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums (Artikel XXV).
Offizielle Quelle: Anglikanisch

Orthodox / byzantinisch

Offizielle Lehrposition
Die Orthodoxe Kirche in Amerika (OCA) feiert die Buße als Sakrament mit aufrichtiger Reue, offenem Sündenbekenntnis und einem Lossprechungsgebet, durch das Gottes Vergebung durch Christus dem reuigen Sünder sakramental geschenkt wird. Bei schweren Sünden oder langem Fernbleiben von der Kommunion ist sie vor dem Empfang der Eucharistie notwendig; das einst öffentliche Bekenntnis geschieht heute gewöhnlich vor dem Priester.
Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch
Lehrpositionen aus offiziellen Quellen sowie, wo gesondert belegt, heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede
TraditionOffizielle LehrpositionQuelle
KatholischChristus handelt im Bußsakrament durch den Priester; bei Todsünde sind das persönliche, vollständige Bekenntnis und die Lossprechung der einzige ordentliche Weg der Versöhnung.Offizielle Quelle: Katholisch
LutherischDas Augsburger Bekenntnis hält die private Absolution in der Kirche fest, verlangt aber nicht, alle Sünden aufzuzählen, weil niemand alle seine Verfehlungen kennt (CA XI; Ps 19,13). Buße besteht nach CA XII aus Reue und dem Glauben an die Absolution; eine Vergebung durch eigene Genugtuung wird verworfen. Die Apologie nennt die Absolution das Sakrament der Buße (Apol. XIII,4); nach dem Kleinen Katechismus empfängt der Beichtende die Absolution vom Beichtiger „als von Gott selbst“.Offizielle Quelle: Lutherisch
Reformiert / calvinistischDer Heidelberger Katechismus versteht das Amt der Schlüssel als Predigt des Evangeliums und christliche Bußzucht: Allen Gläubigen wird öffentlich bezeugt, dass ihnen um Christi willen vergeben ist, sooft sie die Zusage im Glauben annehmen; wer unchristlich lehrt oder lebt, wird nach wiederholter Ermahnung durch Versagung der Sakramente ausgeschlossen und bei Besserung wieder aufgenommen (Fragen 83–85). Ein Bußsakrament mit Einzelbekenntnis vor dem Priester kennt er nicht.Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch
BaptistischDie Southern Baptist Convention betont die persönliche Umkehr und den Glauben an Christus; ein sakramentales Priesteramt zur Absolution wird nicht gelehrt.Offizielle Quelle: Baptistisch
Pfingstlich / charismatischNach den Assemblies of God empfängt der Mensch das Heil durch Umkehr zu Gott und Glauben an den Herrn Jesus Christus; das innere Zeugnis des Heils ist das unmittelbare Zeugnis des Geistes. Ein Bußsakrament mit Lossprechung durch einen Priester kennt ihr Bekenntnis nicht.Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch
Methodistisch / wesleyanischNach Artikel XII der methodistischen Articles of Religion darf denen, die nach der Rechtfertigung in Sünde fallen, die Umkehr nicht verweigert werden; durch Gottes Gnade können sie wieder aufstehen und ihr Leben bessern. Die Buße zählt Artikel XVI nicht zu den Sakramenten des Evangeliums.Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch
AnglikanischDie 39 Artikel der Kirche von England zählen die Buße zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums (Artikel XXV).Offizielle Quelle: Anglikanisch
Orthodox / byzantinischDie Orthodoxe Kirche in Amerika (OCA) feiert die Buße als Sakrament mit aufrichtiger Reue, offenem Sündenbekenntnis und einem Lossprechungsgebet, durch das Gottes Vergebung durch Christus dem reuigen Sünder sakramental geschenkt wird. Bei schweren Sünden oder langem Fernbleiben von der Kommunion ist sie vor dem Empfang der Eucharistie notwendig; das einst öffentliche Bekenntnis geschieht heute gewöhnlich vor dem Priester.Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch