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Traditionen vergleichen

Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung

Die Aussagen stammen aus denselben geprüften Quellen wie die Themen- und Traditionsseiten; jede Zeile verlinkt die offizielle Quelle ihrer Tradition.

Zum Thema

Vergleich der Traditionen

Katholisch

Offizielle Lehrposition
Der einem heiligen Bild erwiesene Ehrenbeweis bezieht sich auf die dargestellte Person; Anbetung gebührt Gott allein. Reliquien werden geehrt, ihre Wirkung kommt ausschließlich von Gott.
Offizielle Quelle: Katholisch

Lutherisch

Offizielle Lehrposition
Die lutherische Reformation hat den Bildersturm abgelehnt: Martin Luther verteidigte 1525 in „Wider die himmlischen Propheten, von den Bildern und Sakrament“ Bilder als Hilfe zum Gedächtnis, und lutherische Kirchen behielten Kruzifixe und Altarbilder. Die lutherischen Bekenntnisse zählen die Zehn Gebote wie die katholische Kirche, verwerfen aber die Anrufung der Heiligen (CA XXI) und den Reliquienkult ihrer Zeit (Schmalkaldische Artikel II,2).
Offizielle Quelle: Lutherisch

Reformiert / calvinistisch

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus zählt das Bilderverbot als eigenes zweites Gebot. Gott will in keiner Weise abgebildet und nicht anders verehrt werden, als er es in seinem Wort befohlen hat (Frage 96). Geschöpfe dürfen abgebildet werden, aber nicht, um sie zu verehren oder Gott damit zu dienen (Frage 97); auch als „der Laien Bücher“ duldet der Katechismus Bilder in den Kirchen nicht (Frage 98).
Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch

Methodistisch / wesleyanisch

Offizielle Lehrposition
Artikel XIV der United Methodist Church verwirft die Anrufung der Heiligen sowie die dort beschriebene Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch

Anglikanisch

Offizielle Lehrposition
Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Anglikanisch

Orthodox / byzantinisch

Offizielle Lehrposition
Die orthodoxe Kirche folgt dem Zweiten Konzil von Nizäa (787), das den rechten Gebrauch der Ikonen festgelegt und mit der Menschwerdung des Sohnes Gottes begründet hat. Mit Johannes von Damaskus unterscheidet sie die Verehrung (Proskynesis) der Ikonen, der Reliquien der Heiligen und des Kreuzes von der Anbetung (Latreia), die Gott allein gebührt.
Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch
Lehrpositionen aus offiziellen Quellen sowie, wo gesondert belegt, heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede
TraditionOffizielle LehrpositionQuelle
KatholischDer einem heiligen Bild erwiesene Ehrenbeweis bezieht sich auf die dargestellte Person; Anbetung gebührt Gott allein. Reliquien werden geehrt, ihre Wirkung kommt ausschließlich von Gott.Offizielle Quelle: Katholisch
LutherischDie lutherische Reformation hat den Bildersturm abgelehnt: Martin Luther verteidigte 1525 in „Wider die himmlischen Propheten, von den Bildern und Sakrament“ Bilder als Hilfe zum Gedächtnis, und lutherische Kirchen behielten Kruzifixe und Altarbilder. Die lutherischen Bekenntnisse zählen die Zehn Gebote wie die katholische Kirche, verwerfen aber die Anrufung der Heiligen (CA XXI) und den Reliquienkult ihrer Zeit (Schmalkaldische Artikel II,2).Offizielle Quelle: Lutherisch
Reformiert / calvinistischDer Heidelberger Katechismus zählt das Bilderverbot als eigenes zweites Gebot. Gott will in keiner Weise abgebildet und nicht anders verehrt werden, als er es in seinem Wort befohlen hat (Frage 96). Geschöpfe dürfen abgebildet werden, aber nicht, um sie zu verehren oder Gott damit zu dienen (Frage 97); auch als „der Laien Bücher“ duldet der Katechismus Bilder in den Kirchen nicht (Frage 98).Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch
Methodistisch / wesleyanischArtikel XIV der United Methodist Church verwirft die Anrufung der Heiligen sowie die dort beschriebene Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch
AnglikanischArtikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Anglikanisch
Orthodox / byzantinischDie orthodoxe Kirche folgt dem Zweiten Konzil von Nizäa (787), das den rechten Gebrauch der Ikonen festgelegt und mit der Menschwerdung des Sohnes Gottes begründet hat. Mit Johannes von Damaskus unterscheidet sie die Verehrung (Proskynesis) der Ikonen, der Reliquien der Heiligen und des Kreuzes von der Anbetung (Latreia), die Gott allein gebührt.Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch