Traditionen vergleichen
Eucharistie und Messopfer
Die Aussagen stammen aus denselben geprüften Quellen wie die Themen- und Traditionsseiten; jede Zeile verlinkt die offizielle Quelle ihrer Tradition.
Zum ThemaVergleich der Traditionen
Katholisch
- Offizielle Lehrposition
- Christus ist in der Eucharistie unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaft, wirklich und substanzhaft gegenwärtig, mit Leib und Blut, Seele und Gottheit; durch die Konsekration wird die ganze Substanz von Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut gewandelt (Transsubstantiation). Die Messe ist das Gedächtnis und die sakramentale Vergegenwärtigung des einen Kreuzesopfers: Sie wiederholt es nicht, sondern bringt es unblutig dar und wendet seine Frucht zu.
Lutherisch
- Offizielle Lehrposition
- Lutherische Kirchen bekennen mit dem Augsburger Bekenntnis, dass „der wahre Leib und das wahre Blut Christi wirklich unter der Gestalt des Brotes und Weines im Abendmahl gegenwärtig ist“, und verwerfen die Gegenlehre (CA X). Die Konkordienformel beschreibt diese Gegenwart als Gegenwart „in, mit und unter“ Brot und Wein und lehnt die Wandlung der Substanz ab. Zugleich verwirft das Augsburger Bekenntnis die Auffassung, die Messe sei ein Werk, das die Sünden Lebender und Verstorbener tilge; Christi einmaliges Opfer genüge (CA XXIV). Der lutherische Widerspruch richtet sich daher gegen die Lehre vom Messopfer, nicht gegen die wirkliche Gegenwart.
Reformiert / calvinistisch
- Offizielle Lehrposition
- Die reformierte Tradition bejaht eine wirkliche geistliche Gegenwart Christi im Abendmahl. Christus ist nach reformierter Lehre mit seinem wahren Leib im Himmel zur Rechten des Vaters; im Abendmahl nährt er die Glaubenden durch den Heiligen Geist mit sich selbst, während Brot und Wein Brot und Wein bleiben (Heidelberger Katechismus, Fragen 76–80). Frage 80 verwarf die Messe als Verleugnung des einzigen Opfers Christi; das Moderamen des Reformierten Bundes erklärt heute, diese Verwerfung könne in dieser Form nicht aufrechterhalten werden, und sieht den bleibenden Unterschied darin, dass die Messe als Opfer, das Abendmahl als Mahl verstanden wird.
Anglikanisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Artikel XXVIII und XXXI der Kirche von England bekennen das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und als Teilhabe am Leib und Blut Christi für die gläubigen Empfänger, sprechen dabei von einer himmlischen und geistlichen Weise des Empfangs und verwerfen die Transsubstantiation sowie wiederholte Messopfer, die Christi einmalige Hingabe ergänzen würden.
Baptistisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach der Baptist Faith and Message (2000) ist das Abendmahl ein symbolischer Gehorsamsakt, in dem die Glieder der Gemeinde mit Brot und der Frucht des Weinstocks des Todes des Erlösers gedenken und seine Wiederkunft erwarten (Artikel VII).
Pfingstlich / charismatisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Assemblies of God zählen das Abendmahl zu den Ordnungen der Gemeinde: Brot und Frucht des Weinstocks sind das Symbol der Teilhabe an der göttlichen Natur Christi (2 Petr 1,4), ein Gedächtnis seines Leidens und Sterbens und eine Weissagung seiner Wiederkunft; die Feier ist allen Gläubigen aufgetragen, bis er kommt (1 Kor 11,26).
Methodistisch / wesleyanisch
- Offizielle Lehrposition
- Die methodistische Tradition behandelt Sakramente als wirksame Zeichen der Gnade und das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und geistliche Teilhabe am Leib und Blut Christi. Christus wird nach den methodistischen Artikeln auf himmlische und geistliche Weise im Glauben empfangen; die Transsubstantiation und ein wiederholtes Opfer, das Christi einmalige Hingabe ergänzt, werden abgelehnt.
Orthodox / byzantinisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika versteht die orthodoxe Kirche die Eucharistie streng als wirkliche Gegenwart Christi: Sein wahrer Leib und sein wahres Blut sind in Brot und Wein mystisch gegenwärtig, die dem Vater in seinem Namen dargebracht und vom Heiligen Geist geheiligt werden. Die Liturgie nennt ihr Opfer ein geistiges und unblutiges Opfer. Erklärungen, wie Brot und Wein Leib und Blut Christi werden, seien in der Geschichte oft zu rationalistisch geraten. Die katholische Kirche erkennt an, dass die orthodoxen Kirchen „in der Kraft der apostolischen Sukzession das Priestertum und die Eucharistie“ besitzen (UR 15).
| Tradition | Offizielle Lehrposition | Quelle |
|---|---|---|
| Katholisch | Christus ist in der Eucharistie unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaft, wirklich und substanzhaft gegenwärtig, mit Leib und Blut, Seele und Gottheit; durch die Konsekration wird die ganze Substanz von Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut gewandelt (Transsubstantiation). Die Messe ist das Gedächtnis und die sakramentale Vergegenwärtigung des einen Kreuzesopfers: Sie wiederholt es nicht, sondern bringt es unblutig dar und wendet seine Frucht zu. | Offizielle Quelle: Katholisch |
| Lutherisch | Lutherische Kirchen bekennen mit dem Augsburger Bekenntnis, dass „der wahre Leib und das wahre Blut Christi wirklich unter der Gestalt des Brotes und Weines im Abendmahl gegenwärtig ist“, und verwerfen die Gegenlehre (CA X). Die Konkordienformel beschreibt diese Gegenwart als Gegenwart „in, mit und unter“ Brot und Wein und lehnt die Wandlung der Substanz ab. Zugleich verwirft das Augsburger Bekenntnis die Auffassung, die Messe sei ein Werk, das die Sünden Lebender und Verstorbener tilge; Christi einmaliges Opfer genüge (CA XXIV). Der lutherische Widerspruch richtet sich daher gegen die Lehre vom Messopfer, nicht gegen die wirkliche Gegenwart. | Offizielle Quelle: Lutherisch |
| Reformiert / calvinistisch | Die reformierte Tradition bejaht eine wirkliche geistliche Gegenwart Christi im Abendmahl. Christus ist nach reformierter Lehre mit seinem wahren Leib im Himmel zur Rechten des Vaters; im Abendmahl nährt er die Glaubenden durch den Heiligen Geist mit sich selbst, während Brot und Wein Brot und Wein bleiben (Heidelberger Katechismus, Fragen 76–80). Frage 80 verwarf die Messe als Verleugnung des einzigen Opfers Christi; das Moderamen des Reformierten Bundes erklärt heute, diese Verwerfung könne in dieser Form nicht aufrechterhalten werden, und sieht den bleibenden Unterschied darin, dass die Messe als Opfer, das Abendmahl als Mahl verstanden wird. | Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch |
| Anglikanisch | Die Artikel XXVIII und XXXI der Kirche von England bekennen das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und als Teilhabe am Leib und Blut Christi für die gläubigen Empfänger, sprechen dabei von einer himmlischen und geistlichen Weise des Empfangs und verwerfen die Transsubstantiation sowie wiederholte Messopfer, die Christi einmalige Hingabe ergänzen würden. | Offizielle Quelle: Anglikanisch |
| Baptistisch | Nach der Baptist Faith and Message (2000) ist das Abendmahl ein symbolischer Gehorsamsakt, in dem die Glieder der Gemeinde mit Brot und der Frucht des Weinstocks des Todes des Erlösers gedenken und seine Wiederkunft erwarten (Artikel VII). | Offizielle Quelle: Baptistisch |
| Pfingstlich / charismatisch | Die Assemblies of God zählen das Abendmahl zu den Ordnungen der Gemeinde: Brot und Frucht des Weinstocks sind das Symbol der Teilhabe an der göttlichen Natur Christi (2 Petr 1,4), ein Gedächtnis seines Leidens und Sterbens und eine Weissagung seiner Wiederkunft; die Feier ist allen Gläubigen aufgetragen, bis er kommt (1 Kor 11,26). | Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch |
| Methodistisch / wesleyanisch | Die methodistische Tradition behandelt Sakramente als wirksame Zeichen der Gnade und das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und geistliche Teilhabe am Leib und Blut Christi. Christus wird nach den methodistischen Artikeln auf himmlische und geistliche Weise im Glauben empfangen; die Transsubstantiation und ein wiederholtes Opfer, das Christi einmalige Hingabe ergänzt, werden abgelehnt. | Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch |
| Orthodox / byzantinisch | Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika versteht die orthodoxe Kirche die Eucharistie streng als wirkliche Gegenwart Christi: Sein wahrer Leib und sein wahres Blut sind in Brot und Wein mystisch gegenwärtig, die dem Vater in seinem Namen dargebracht und vom Heiligen Geist geheiligt werden. Die Liturgie nennt ihr Opfer ein geistiges und unblutiges Opfer. Erklärungen, wie Brot und Wein Leib und Blut Christi werden, seien in der Geschichte oft zu rationalistisch geraten. Die katholische Kirche erkennt an, dass die orthodoxen Kirchen „in der Kraft der apostolischen Sukzession das Priestertum und die Eucharistie“ besitzen (UR 15). | Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch |