Traditionen vergleichen
Gebet für Verstorbene und Fegefeuer
Die Aussagen stammen aus denselben geprüften Quellen wie die Themen- und Traditionsseiten; jede Zeile verlinkt die offizielle Quelle ihrer Tradition.
Zum ThemaVergleich der Traditionen
Katholisch
- Offizielle Lehrposition
- Wer in Gottes Gnade stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist seines ewigen Heils sicher und wird nach dem Tod geläutert, um in die Freude des Himmels einzugehen. Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten, die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist, Purgatorium; sie hat diese Glaubenslehre vor allem auf dem Konzil von Florenz, das 1439 die Union mit den Griechen beschloss, und in Trient formuliert. Die Fürbitten der Lebenden, besonders das eucharistische Opfer, helfen den Verstorbenen.
Orthodox / byzantinisch
- Offizielle Lehrposition
- Die orthodoxe Kirche kennt kein Fegefeuer als dritten Zustand neben Himmel und Hölle und keine Ablässe; das Gebet für die Verstorbenen ist ihr mit der Westkirche gemeinsam (Benedikt XVI., Spe salvi 48).
Lutherisch
- Offizielle Lehrposition
- Die lutherischen Bekenntnisschriften verwerfen das Fegefeuer und die Messe als Opfer für Verstorbene, weil allein Christus und nicht Menschenwerk den Seelen helfe (Schmalkaldische Artikel II,2; CA XXIV). Das Gebet für die Toten verbietet die Apologie dagegen nicht; sie verwirft nur, dass das Abendmahl den Verstorbenen durch den bloßen Vollzug zugewendet werde (Apologie XXIV).
Reformiert / calvinistisch
- Offizielle Lehrposition
- Die reformierten Bekenntnisse lehren, dass die Seelen der Gläubigen im Tod in der Heiligkeit vollendet und sogleich zu Christus genommen werden; einen dritten Zustand neben Himmel und Hölle kennen sie nicht, und das Gebet für Verstorbene lehnen sie ab (Westminster-Bekenntnis XXI,4; XXXII,1; Heidelberger Katechismus, Frage 57 in der älteren Fassung und Frage 80).
Baptistisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Southern Baptist Convention lehrt kein Fegefeuer.
Pfingstlich / charismatisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Assemblies of God bekennen die Auferstehung der in Christus Entschlafenen bei seiner Wiederkunft als selige Hoffnung der Kirche und ein letztes Gericht; eine Läuterung nach dem Tod kennt ihr Bekenntnis nicht.
Methodistisch / wesleyanisch
- Offizielle Lehrposition
- Artikel XIV der United Methodist Church verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer als in der Schrift nicht begründet und dem Wort Gottes zuwider.
Anglikanisch
- Offizielle Lehrposition
- Artikel XXII verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer und von Ablässen als eitel erdachte Sache, die sich auf kein Zeugnis der Schrift gründet, sondern dem Wort Gottes vielmehr widerspricht.
| Tradition | Offizielle Lehrposition | Quelle |
|---|---|---|
| Katholisch | Wer in Gottes Gnade stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist seines ewigen Heils sicher und wird nach dem Tod geläutert, um in die Freude des Himmels einzugehen. Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten, die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist, Purgatorium; sie hat diese Glaubenslehre vor allem auf dem Konzil von Florenz, das 1439 die Union mit den Griechen beschloss, und in Trient formuliert. Die Fürbitten der Lebenden, besonders das eucharistische Opfer, helfen den Verstorbenen. | Offizielle Quelle: Katholisch |
| Orthodox / byzantinisch | Die orthodoxe Kirche kennt kein Fegefeuer als dritten Zustand neben Himmel und Hölle und keine Ablässe; das Gebet für die Verstorbenen ist ihr mit der Westkirche gemeinsam (Benedikt XVI., Spe salvi 48). | Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch |
| Lutherisch | Die lutherischen Bekenntnisschriften verwerfen das Fegefeuer und die Messe als Opfer für Verstorbene, weil allein Christus und nicht Menschenwerk den Seelen helfe (Schmalkaldische Artikel II,2; CA XXIV). Das Gebet für die Toten verbietet die Apologie dagegen nicht; sie verwirft nur, dass das Abendmahl den Verstorbenen durch den bloßen Vollzug zugewendet werde (Apologie XXIV). | Offizielle Quelle: Lutherisch |
| Reformiert / calvinistisch | Die reformierten Bekenntnisse lehren, dass die Seelen der Gläubigen im Tod in der Heiligkeit vollendet und sogleich zu Christus genommen werden; einen dritten Zustand neben Himmel und Hölle kennen sie nicht, und das Gebet für Verstorbene lehnen sie ab (Westminster-Bekenntnis XXI,4; XXXII,1; Heidelberger Katechismus, Frage 57 in der älteren Fassung und Frage 80). | Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch |
| Baptistisch | Die Southern Baptist Convention lehrt kein Fegefeuer. | Offizielle Quelle: Baptistisch |
| Pfingstlich / charismatisch | Die Assemblies of God bekennen die Auferstehung der in Christus Entschlafenen bei seiner Wiederkunft als selige Hoffnung der Kirche und ein letztes Gericht; eine Läuterung nach dem Tod kennt ihr Bekenntnis nicht. | Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch |
| Methodistisch / wesleyanisch | Artikel XIV der United Methodist Church verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer als in der Schrift nicht begründet und dem Wort Gottes zuwider. | Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch |
| Anglikanisch | Artikel XXII verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer und von Ablässen als eitel erdachte Sache, die sich auf kein Zeugnis der Schrift gründet, sondern dem Wort Gottes vielmehr widerspricht. | Offizielle Quelle: Anglikanisch |