Traditionen vergleichen
Taufe und Kindertaufe
Die Aussagen stammen aus denselben geprüften Quellen wie die Themen- und Traditionsseiten. Heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede sind eigens gekennzeichnet.
Zum ThemaVergleich der Traditionen
Begriffe im Vergleich
Sieben Tauffragen nebeneinander
Kindertaufe
- Katholisch
- Bejaht; die Kirche tauft Kinder im Glauben der Kirche.
- Lutherisch
- Bejaht nach CA IX.
- Reformiert / calvinistisch
- Bejaht, weil Kinder zum Bund und zur Gemeinde Gottes gehören.
- Baptistisch
- Verworfen; die Quelle definiert Taufe als Untertauchen eines Gläubigen nach persönlichem Glauben.
- Pfingstlich / charismatisch
- In der Quelle der Assemblies of God auf Umkehrende und Glaubende bezogen; nicht auf jede charismatische Gemeinschaft verallgemeinern.
Sakrament
- Katholisch
- Taufe ist Sakrament und Eingang in das christliche Leben.
- Lutherisch
- Bejaht; die Taufe ist mit Gottes Gebot und Verheißung verbunden.
- Reformiert / calvinistisch
- Eines der zwei heiligen Sakramente, göttliches Zeichen und Pfand.
- Baptistisch
- Als Ordnung, nicht als Sakrament, beschrieben.
- Pfingstlich / charismatisch
- Als Ordnung, nicht als Sakrament, beschrieben.
Wiedergeburt
- Katholisch
- Wiedergeburt aus Wasser und Geist.
- Lutherisch
- Gottes Handeln durch Taufe und Heiligen Geist wirkt Gnade und neues Leben.
- Reformiert / calvinistisch
- Das äußere Wasser wirkt die Wiedergeburt nicht selbst; Reinigung und Erneuerung kommen durch Christi Blut und Geist, die die Taufe bezeichnet und zusichert.
- Baptistisch
- Die Taufe stellt Tod für die Sünde und neues Leben dar; sie wird nicht als Ursache der Wiedergeburt beschrieben.
- Pfingstlich / charismatisch
- Die Wiedergeburt wird dem Heiligen Geist zugeschrieben; die Taufe stellt Tod und neues Leben dar, wird aber nicht als deren Ursache beschrieben.
Heilswirkung
- Katholisch
- Nach katholischer Lehre ist die Taufe zum Heil notwendig; Gott ist jedoch nicht an die Sakramente gebunden.
- Lutherisch
- Die Taufe ist nach CA IX zum Heil notwendig; Gottes Gnade wird in ihr angeboten.
- Reformiert / calvinistisch
- Das äußere Wasser wäscht Sünden nicht selbst ab; die Taufe verheißt und versichert die Reinigung durch Christi Blut und Geist.
- Baptistisch
- Heil wird aus Gnade durch Glauben empfangen; die Taufe wird nicht als Ursache des Heils dargestellt.
- Pfingstlich / charismatisch
- Heil wird durch Umkehr zu Gott und Glauben an Christus empfangen; die Wassertaufe wird nicht als Ursache des Heils beschrieben.
Bekenntniszeichen
- Katholisch
- Die Taufe schließt das Glaubensbekenntnis ein, ist aber nicht nur Bekenntniszeichen.
- Lutherisch
- Sakramente sind nicht bloße Zeichen menschlichen Bekenntnisses, sondern Zeichen und Zeugnisse von Gottes Willen.
- Reformiert / calvinistisch
- Die Taufe bezeichnet die Zugehörigkeit zu Christus und unterscheidet die christliche Gemeinschaft, ist aber nicht auf menschliches Zeugnis reduziert.
- Baptistisch
- Öffentliches symbolisches Gehorsams- und Bekenntniszeichen des Glaubens an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Retter.
- Pfingstlich / charismatisch
- Die Taufe erklärt der Welt die Identifikation mit Christus in Tod und Auferstehung.
Bund
- Katholisch
- Eingliederung in Christus und die Kirche; Eintritt in den neuen Bund.
- Lutherisch
- unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt
- Reformiert / calvinistisch
- Kinder gehören zum Bund und empfangen deshalb sein Zeichen.
- Baptistisch
- unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt
- Pfingstlich / charismatisch
- unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt
Glaube und Taufe
- Katholisch
- Die Taufe ist Sakrament des Glaubens; Erwachsene bekennen ihn, Kinder werden im Glauben der Kirche getauft.
- Lutherisch
- Sakramente werden im Glauben an ihre Verheißung recht empfangen; die Kindertaufe bleibt bejaht.
- Reformiert / calvinistisch
- Die Taufe als Zeichen und Pfand stärkt den Glauben; die Einbeziehung der Kinder in den Bund setzt kein vorheriges persönliches Bekenntnis voraus.
- Baptistisch
- Persönlicher Glaube geht der Taufe voraus; die Taufe folgt als Gehorsam und Bekenntnis.
- Pfingstlich / charismatisch
- Umkehr und Glaube gehen der Taufe in der angeführten Quelle voraus.
| Frage | Katholisch | Lutherisch | Reformiert / calvinistisch | Baptistisch | Pfingstlich / charismatisch |
|---|---|---|---|---|---|
| Kindertaufe | Bejaht; die Kirche tauft Kinder im Glauben der Kirche. | Bejaht nach CA IX. | Bejaht, weil Kinder zum Bund und zur Gemeinde Gottes gehören. | Verworfen; die Quelle definiert Taufe als Untertauchen eines Gläubigen nach persönlichem Glauben. | In der Quelle der Assemblies of God auf Umkehrende und Glaubende bezogen; nicht auf jede charismatische Gemeinschaft verallgemeinern. |
| Sakrament | Taufe ist Sakrament und Eingang in das christliche Leben. | Bejaht; die Taufe ist mit Gottes Gebot und Verheißung verbunden. | Eines der zwei heiligen Sakramente, göttliches Zeichen und Pfand. | Als Ordnung, nicht als Sakrament, beschrieben. | Als Ordnung, nicht als Sakrament, beschrieben. |
| Wiedergeburt | Wiedergeburt aus Wasser und Geist. | Gottes Handeln durch Taufe und Heiligen Geist wirkt Gnade und neues Leben. | Das äußere Wasser wirkt die Wiedergeburt nicht selbst; Reinigung und Erneuerung kommen durch Christi Blut und Geist, die die Taufe bezeichnet und zusichert. | Die Taufe stellt Tod für die Sünde und neues Leben dar; sie wird nicht als Ursache der Wiedergeburt beschrieben. | Die Wiedergeburt wird dem Heiligen Geist zugeschrieben; die Taufe stellt Tod und neues Leben dar, wird aber nicht als deren Ursache beschrieben. |
| Heilswirkung | Nach katholischer Lehre ist die Taufe zum Heil notwendig; Gott ist jedoch nicht an die Sakramente gebunden. | Die Taufe ist nach CA IX zum Heil notwendig; Gottes Gnade wird in ihr angeboten. | Das äußere Wasser wäscht Sünden nicht selbst ab; die Taufe verheißt und versichert die Reinigung durch Christi Blut und Geist. | Heil wird aus Gnade durch Glauben empfangen; die Taufe wird nicht als Ursache des Heils dargestellt. | Heil wird durch Umkehr zu Gott und Glauben an Christus empfangen; die Wassertaufe wird nicht als Ursache des Heils beschrieben. |
| Bekenntniszeichen | Die Taufe schließt das Glaubensbekenntnis ein, ist aber nicht nur Bekenntniszeichen. | Sakramente sind nicht bloße Zeichen menschlichen Bekenntnisses, sondern Zeichen und Zeugnisse von Gottes Willen. | Die Taufe bezeichnet die Zugehörigkeit zu Christus und unterscheidet die christliche Gemeinschaft, ist aber nicht auf menschliches Zeugnis reduziert. | Öffentliches symbolisches Gehorsams- und Bekenntniszeichen des Glaubens an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Retter. | Die Taufe erklärt der Welt die Identifikation mit Christus in Tod und Auferstehung. |
| Bund | Eingliederung in Christus und die Kirche; Eintritt in den neuen Bund. | unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt | Kinder gehören zum Bund und empfangen deshalb sein Zeichen. | unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt | unklar/nicht von dieser Quelle bestimmt |
| Glaube und Taufe | Die Taufe ist Sakrament des Glaubens; Erwachsene bekennen ihn, Kinder werden im Glauben der Kirche getauft. | Sakramente werden im Glauben an ihre Verheißung recht empfangen; die Kindertaufe bleibt bejaht. | Die Taufe als Zeichen und Pfand stärkt den Glauben; die Einbeziehung der Kinder in den Bund setzt kein vorheriges persönliches Bekenntnis voraus. | Persönlicher Glaube geht der Taufe voraus; die Taufe folgt als Gehorsam und Bekenntnis. | Umkehr und Glaube gehen der Taufe in der angeführten Quelle voraus. |
Katholisch
- Offizielle Lehrposition
- Wirksames Sakrament der Gnade, Vergebung und Eingliederung in Christus. Säuglinge werden sakramental getauft; der Glaube der Kirche und die spätere persönliche Antwort gehören zusammen.
Lutherisch
- Offizielle Lehrposition
- Sakrament mit Gottes Verheißung und wirksamer Gnade; keine rein symbolische Handlung. Kindertaufe wird bejaht.
Reformiert / calvinistisch
- Offizielle Lehrposition
- Taufe als Bundeszeichen mit geistlicher Bedeutung; keine katholische Sakramentenlehre. Bundeseinbindung wird betont; Kindertaufe wird in reformierten Bekenntnissen bejaht.
Baptistisch
- Offizielle Lehrposition
- Taufe als Glaubenstaufe nach persönlichem Bekenntnis und als Zeichen der Nachfolge. Säuglingstaufe wird abgelehnt; persönliche Glaubensprofess wird vorausgesetzt.
Pfingstlich / charismatisch
- Offizielle Lehrposition
- In der Assemblies of God: Glaubenstaufe als Bekenntnis des Glaubens. Häufig wird eine persönliche Glaubensentscheidung vorausgesetzt; innergemeinschaftliche Unterschiede bleiben möglich.
Methodistisch / wesleyanisch
- Offizielle Lehrposition
- Taufe als von Christus eingesetztes Zeichen und Gnadenmittel. Die methodistische Ordnung lässt Kindertaufe zu; die spätere Glaubensantwort bleibt erforderlich.
Anglikanisch
- Offizielle Lehrposition
- Taufe gehört zu den von Christus eingesetzten Sakramenten. Kindertaufe wird in der anglikanischen Ordnung bejaht.
| Tradition | Offizielle Lehrposition | Quelle |
|---|---|---|
| Katholisch | Wirksames Sakrament der Gnade, Vergebung und Eingliederung in Christus. Säuglinge werden sakramental getauft; der Glaube der Kirche und die spätere persönliche Antwort gehören zusammen. | Offizielle Quelle ↗ |
| Lutherisch | Sakrament mit Gottes Verheißung und wirksamer Gnade; keine rein symbolische Handlung. Kindertaufe wird bejaht. | Offizielle Quelle ↗ |
| Reformiert / calvinistisch | Taufe als Bundeszeichen mit geistlicher Bedeutung; keine katholische Sakramentenlehre. Bundeseinbindung wird betont; Kindertaufe wird in reformierten Bekenntnissen bejaht. | Offizielle Quelle ↗ |
| Baptistisch | Taufe als Glaubenstaufe nach persönlichem Bekenntnis und als Zeichen der Nachfolge. Säuglingstaufe wird abgelehnt; persönliche Glaubensprofess wird vorausgesetzt. | Offizielle Quelle ↗ |
| Pfingstlich / charismatisch | In der Assemblies of God: Glaubenstaufe als Bekenntnis des Glaubens. Häufig wird eine persönliche Glaubensentscheidung vorausgesetzt; innergemeinschaftliche Unterschiede bleiben möglich. | Offizielle Quelle ↗ |
| Methodistisch / wesleyanisch | Taufe als von Christus eingesetztes Zeichen und Gnadenmittel. Die methodistische Ordnung lässt Kindertaufe zu; die spätere Glaubensantwort bleibt erforderlich. | Offizielle Quelle ↗ |
| Anglikanisch | Taufe gehört zu den von Christus eingesetzten Sakramenten. Kindertaufe wird in der anglikanischen Ordnung bejaht. | Offizielle Quelle ↗ |