Sakrament der Taufe
Was die Taufe schenkt und warum Kinder getauft werden
Was gibt die Taufe – und warum lässt die Kirche auch kleine Kinder taufen? Die Kirche antwortet: In der Taufe schenkt Gott durch das Wasser und das Wort neues Leben; alles, was die Taufe wirkt, ist sein Geschenk und wird im Glauben empfangen, beim Erwachsenen im eigenen Glauben, beim Kind im Glauben der Kirche. Von diesem Geschenk aus führt der Weg in drei Schritten: zu den Wirkungen, die das Neue Testament der Taufe zuschreibt; zu den Wasserwegen Israels und der Taufe Jesu, die auf sein Pascha hinweisen, auf sein Leiden, Sterben und Auferstehen; und zu der Frage, warum die Kirche schon die Kinder tauft.
5 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Das Geschenk Glaube und Überlieferung
Gott gibt neues Leben im sichtbaren Zeichen des Wassers
Die Taufe beginnt bei Gott und bei dem, was er gibt.
Die Taufe beginnt bei Gott. Christus selbst hat sie eingesetzt: Der Auferstandene sendet seine Jünger, alle Völker zu seinen Jüngern zu machen und sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen (Mt 28,19; KKK 1223; 1257). So schenkt Gott neues Leben in einem sichtbaren Zeichen: im Wasser, über dem der Name des dreifaltigen Gottes angerufen wird (KKK 1228; 1278). Wer getauft wird, empfängt dieses Wasser, und darin empfängt er das Leben, das Gott gibt.
Weil dieses Leben ein Geschenk ist, wird es im Glauben empfangen. Der Glaube ist die offene Hand, die annimmt, was Gott schenkt, und das ganze Leben lang aus dieser Annahme lebt. Alles Weitere, was die Taufe wirkt, entfaltet dieses eine Geschenk.
Quellen zu dieser Frage 1
Unterthema 1 von 3 · Wirkung der Taufe
Die Taufe begründet eine neue Stellung in Christus
Die Wirkungen Bibel und Textverständnis
Wie schenkt die Taufe Rettung, Vergebung und neues Leben?
Das Neue Testament beschreibt die Taufe als Gottes wirksames Geschenk: Sie rettet, vergibt Sünde, schenkt den Heiligen Geist und nimmt den Menschen in Christi Tod und Auferstehung hinein.
Der erste Petrusbrief verbindet die Taufe ausdrücklich mit Rettung. Petrus liest die Rettung Noachs durch das Wasser der Flut als Vorausbild der Taufe, also als ein Geschehen, in dem Gott im Voraus zeigt, was er in Christus vollendet: Die Taufe rettet jetzt durch die Auferstehung Jesu Christi und ist die Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Darin gehören Gottes rettendes Handeln und die Hinwendung des Menschen zusammen. In der Bitte nimmt der Mensch das Geschenk an; der Grund der Rettung ist das Heilswerk Christi. Deshalb beschreibt Petrus die Taufe als mehr als den zeichenhaften Ausdruck eines bereits vollzogenen Glaubens. Am Pfingsttag verbindet Petrus Umkehr, die Taufe auf den Namen Jesu Christi, die Vergebung der Sünden und die Gabe des Heiligen Geistes. Die Umkehr des Erwachsenen geht der Taufe voraus und öffnet ihn für Gottes Anrede; die Vergebung und der Geist werden ihm jedoch in demselben apostolischen Ruf als Gottes Gabe zugesprochen. Der Glaube kann beginnen und nach der Taufe wachsen. So steht die Taufe in der apostolischen Verkündigung im Zusammenhang eines konkreten Gnaden- und Heilsgeschehens.
Auszüge aus 1 Petr 3,20–21 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 20: Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.
Vers 21: Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. … dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi.
Was der Text unmittelbar zeigt
Petrus nennt die Taufe rettend, verbindet sie mit der Bitte an Gott um ein reines Gewissen und gründet sie in der Auferstehung Jesu Christi.
Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Apg 2,38 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Petrus verbindet Umkehr, die Taufe auf den Namen Jesu Christi, die Vergebung der Sünden und die Gabe des Heiligen Geistes.
Ananias benennt dieselbe Wirkung als Reinigung: Saulus soll sich taufen lassen, seine Sünden abwaschen lassen und den Namen des Herrn anrufen. Taufe, Abwaschen der Sünden und Anrufung gehören in diesem Ruf zusammen. In der Anrufung wendet sich der Getaufte an den Herrn, von dem die Vergebung kommt; in der Taufe schenkt Christus diese Vergebung. Die Taufe ist das von Gott gegebene Mittel der Reinigung in der Hinwendung zu Christus: Christus handelt durch Wasser und sein Wort, vergibt die Sünden und nimmt den Menschen in seinen Leib, die Kirche, auf.
Was zögerst du jetzt? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an!
Auszug aus Apg 22,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Ananias verbindet Saulus’ Taufe und die Anrufung des Namens des Herrn mit dem Abwaschen seiner Sünden.
Der Titusbrief beschreibt dieselbe Wirklichkeit als Neuanfang: Gott rettet aus seinem Erbarmen durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist, nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit. Im Bad der Wiedergeburt sind Taufe, Geistwirken und unverdiente göttliche Barmherzigkeit miteinander verbunden. Die innere Erneuerung gehört zur Taufe: Gott schafft den Menschen neu, und der Täufling empfängt die rettende Gnade. Die Kirche empfängt in diesem Zeugnis die Lehre, dass die Taufe die Wiedergeburt aus Wasser und Geist bezeichnet und bewirkt. Christus handelt selbst; der Mensch verdient die Gnade nicht durch seine eigene Handlung.
hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.
Auszug aus Tit 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Gott rettet durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist, nicht aufgrund von Werken.
Jesus verbindet den Eintritt in das Reich Gottes mit der Geburt aus Wasser und Geist. Wasser und Geist erscheinen damit als von Christus benannte Elemente des Eingangs in das neue Leben aus Gott. Ezechiel verheißt dazu, dass Gott selbst sein Volk mit reinem Wasser von Unreinheit und Götzendienst reinigt, ihm ein neues Herz schenkt und seinen Geist gibt, damit es nach Gottes Weisungen lebt. Diese prophetische Verheißung findet in der Taufe ihre sakramentale Erfüllung: Das Wasser ist das sichtbare Zeichen, der Heilige Geist schenkt das neue Leben. Die Taufe ist das Sakrament des Glaubens, der beginnt und wächst. Gott hat das Heil an die Taufe gebunden; er selbst ist nicht an seine Sakramente gebunden und kann es auch dem schenken, der das Sakrament ohne eigene Schuld nicht empfangen konnte (KKK 1257–1260).
Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Auszug aus Joh 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Jesus verbindet die Geburt aus Wasser und Geist mit dem Eintritt in das Reich Gottes.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.
Auszug aus Ez 36,25a · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Gott selbst reinigt und schenkt neues Leben.
Paulus zeigt, was dieses neue Leben trägt: In der Taufe wird der Mensch in Christi Tod hineingenommen und mit ihm begraben, damit er zu einem neuen Leben auferweckt wird. Der Glaube an Christus und die Taufe gehören dabei zusammen: Wer an Christus glaubt, wird in der Taufe mit Christus bekleidet. Ebenso stehen in Kolosser 2 das Begrabenwerden in der Taufe und das Auferwecktwerden durch den Glauben an die Kraft Gottes eng beieinander, jener Kraft, die Christus von den Toten auferweckt hat. Der Glaube ist die Weise, in der der Mensch sich Gottes Wirken öffnet und die Gabe empfängt. Die Taufe ist das von Christus eingesetzte Zeichen dieser Gemeinschaft, und durch dieses Zeichen schenkt er sie sakramental.
Auszug aus Röm 6,3–4 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 3: Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
Vers 4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Paulus verbindet die Taufe mit Christi Tod und spricht vom Begrabenwerden mit ihm.
Gal 3,26–27 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 26: Denn alle seid ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
Vers 27: Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Paulus verbindet in Gal 3,26–27 den Glauben an Christus unmittelbar mit der Taufe und dem Anziehen Christi.
Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
Kol 2,12 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
In Kol 2,12 stehen das Begrabenwerden in der Taufe und das Auferwecktwerden durch den Glauben an Gottes Kraft eng beieinander, jener Kraft, die Christus auferweckt hat.
Die eine Taufe Glaube und Überlieferung
Warum erkennt die Kirche eine evangelische Taufe an und wiederholt sie nicht?
Die Taufe prägt dem Getauften ein Siegel ein, das durch keine Sünde ausgelöscht wird. Darum erkennt die Kirche jede gültig gespendete Taufe an und wiederholt sie nicht.
Paulus nennt die Taufe unter dem, was alle Christen eint: „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph 4,5), und die Kirche bekennt im Glaubensbekenntnis von Nizäa und Konstantinopel: „Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.“ Den Grund ihrer Einmaligkeit nennt der Katechismus: „Die Taufe bezeichnet den Christen mit einem unauslöschlichen geistlichen Siegel [character], einem Zeichen, daß er Christus angehört. Dieses Zeichen wird durch keine Sünde ausgelöscht …“ (KKK 1272). Darum kann die Taufe wegen dieses Siegels nicht wiederholt werden (KKK 1280). Das Konzil von Trient hat als Glaubenslehre festgehalten, dass die Taufe ein solches unauslöschliches Zeichen einprägt (7. Sitzung, Kanon 9 über die Sakramente).
Woran eine gültige Taufe erkennbar ist, zeigt der äußerste Fall: Im Notfall kann jeder Mensch taufen, sogar ein ungetaufter, wenn er tun will, was die Kirche bei der Taufe tut, und die trinitarische Taufformel verwendet (KKK 1256). Die Taufe ruht auf Christus, der in ihr handelt, nicht auf der Gemeinschaft des Spenders. Die Frage ist alt: Im 3. Jahrhundert stritten Cyprian von Karthago und Papst Stephan I. darüber, ob außerhalb der Kirche Getaufte erneut getauft werden müssten. Verbindlich entschieden hat sie das Konzil von Trient: Auch die von Häretikern im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes gespendete Taufe ist wahre Taufe, wenn der Spender tun will, was die Kirche tut (7. Sitzung, Kanon 4 über die Taufe).
Darum wird ein Christ, der in einer evangelischen Gemeinschaft mit Wasser im Namen des dreifaltigen Gottes getauft wurde und in die volle Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen wird, nicht noch einmal getauft. Seine Taufe verbindet ihn schon jetzt mit der Kirche: „Wer an Christus glaubt und in der rechten Weise die Taufe empfangen hat, steht dadurch in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche“ (UR 3, zitiert in KKK 1271). Das Zweite Vatikanische Konzil nennt die Taufe darum „ein sakramentales Band der Einheit zwischen allen, die durch sie wiedergeboren sind“, und zugleich einen Anfang, der auf das vollständige Bekenntnis des Glaubens und die vollständige Einfügung in die eucharistische Gemeinschaft hingeordnet ist (UR 22).
Die sechs Zeugnisse laufen auf eine gemeinsame Aussage zu: Die Taufe begründet eine neue Stellung in Christus. Der Mensch wird von seinen Sünden abgewaschen, er wird mit Christus begraben und zu einem neuen Leben auferweckt, er empfängt den Heiligen Geist und bittet Gott um ein reines Gewissen. Jedes dieser Zeugnisse beschreibt dieselbe Wirklichkeit von einer anderen Seite. Alles dies ist Gabe Gottes, empfangen im Glauben. Darum steht die Taufe am Anfang des christlichen Lebens und bleibt sein Fundament; von ihr her empfängt jeder weitere Schritt des Glaubens seine Richtung.
Weiterführende Erklärungen
Warum die Taufe rettetDirekter positiver BelegDer erste Petrusbrief zeigt die Taufe als rettendes Geschehen. Die Apostelgeschichte nennt daraufhin, was dieses Geschehen dem Menschen zuspricht: Vergebung der Sünden und die Gabe des Heiligen Geistes.
Taufe, Vergebung und Heiliger GeistUnterstützender positiver BelegVergebung und Geist gehören zur Taufe. Ananias beschreibt dieselbe Wirkung von der Seite des Menschen her: Die Taufe wäscht die Sünden ab, indem der Name des Herrn angerufen wird.
Abwaschen der SündenUnterstützender positiver BelegIm Abwaschen der Sünden wird die Rettung konkret: Gott reinigt den Menschen. Der Titusbrief beschreibt dieselbe Wirklichkeit als Neuanfang: das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.
Bad der WiedergeburtUnterstützender positiver BelegDie Wiedergeburt ist Gottes Werk am Menschen. Jesus selbst verbindet den Eintritt in Gottes Reich mit der Geburt aus Wasser und Geist und macht damit die Taufe zur Bedingung des neuen Lebens.
Wasser und GeistUnterstützender positiver BelegWasser und Geist führen in das Reich Gottes. Der Römerbrief zeigt, was dieses neue Leben trägt: Der Getaufte ist mit Christus begraben und zu einem neuen Leben auferweckt.
Teilhabe an Tod und AuferstehungUnterstützender positiver BelegUnterthema 2 von 3 · Tauftypologien
Durch das Wasser führt Gott sein Volk in die Freiheit und in das verheißene Leben
Die Vorausbilder Glaube und Überlieferung
Wie führen Meer, Jordan und Jesu Taufe in das Pascha Christi?
Schon die Wege Israels führen durch das Wasser und weisen auf die Taufe als Weg in die Freiheit und in das verheißene Leben.
Der Auszug aus Ägypten führt Israel mitten durch das Meer. Mose streckt seine Hand aus, und der HERR bahnt durch den starken Ostwind einen Weg durch das Wasser. So entgeht das Volk unter Gottes Führung der Bedrohung und kommt aus der ägyptischen Knechtschaft hindurch. Der Durchgang wird dadurch zum Vorausbild einer Befreiung, die Gott durch das Wasser schenkt.
Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der HERR trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort.
Auszug aus Ex 14,21–31 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Israel durchquert auf Gottes Führung hin das Meer und entgeht der Bedrohung.
Paulus deutet diesen Weg ausdrücklich von der Taufe her: Die Väter waren unter der Wolke und zogen durch das Meer; so wurden sie auf Mose getauft und in seine Führung hineingenommen. Damit eröffnet der Apostel selbst die typologische Verbindung zwischen Israels Durchgang und der Taufe.
Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer.
Auszug aus 1 Kor 10,1–2 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Paulus beschreibt Israels Weg unter der Wolke und durch das Meer als eine Taufe auf Mose in Wolke und Meer.
Als Israel später unter Josua an den Jordan kommt, steht das Wasser still, und das Volk überschreitet den Fluss auf dem Weg in das verheißene Land. Der Jordan ergänzt die Befreiung am Meer um den Eintritt in die Gabe, die Gott seinem Volk zugesagt hat. So veranschaulicht dieser Übergang das Eingehen in die verheißene Erbschaft und weist auf das Leben hin, das Gott schenkt. Für die christliche Taufe tritt zu diesem Vorausbild der ausdrückliche Auftrag hinzu, den der Auferstandene seinen Jüngern gibt (Mt 28,19).
Am frühen Morgen brach Josua mit allen Israeliten von Schittim auf. Als sie an den Jordan kamen, übernachteten sie dort, bevor sie ihn überschritten.
Auszug aus Jos 3,1 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Israel überschreitet unter Josua den Jordan und tritt in das verheißene Land ein.
Auf diese Wasserwege folgt Jesus selbst im Jordan. Matthäus erzählt, dass er hinabsteigt, getauft wird und aus dem Wasser heraufkommt. Der Geist kommt auf ihn herab, und die Stimme des Vaters bezeugt ihn als den Sohn. In dieser Szene werden Wasser, Geist und die Offenbarung der Sendung Christi miteinander verbunden. Jesu Taufe eröffnet damit den Weg zu seiner Sendung und zu seinem Pascha; an diese Wirklichkeit knüpft die spätere kirchliche Taufordnung an.
Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.
Auszug aus Mt 3,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Jesus wird im Jordan getauft; der Geist kommt auf ihn herab und die Stimme des Vaters bezeugt ihn.
Die Kirche liest das Meer und den Jordan als Vorausbilder der Taufe: Die Wasserereignisse des Alten Bundes, ihre Deutung durch den Apostel und ihre Erfüllung in Christus gehören zusammen. In der Osternacht, wenn das Taufwasser gesegnet wird, klingen beide Wege auf: das Meer, das aus der Knechtschaft befreit, und der Jordan, der in das verheißene Leben führt. Ihre Erfüllung finden sie im Pascha Christi, in seinem Sterben und seiner Auferstehung, in denen die Taufe gegründet ist. Im Ganzen der Schrift zeigen diese Zeugnisse, was die Taufe bedeutet: Gott befreit, gliedert in sein Volk ein und führt in das verheißene Leben. Von hier aus entfalten die neutestamentlichen Aussagen über Vergebung, Wiedergeburt, Rettung, Haustaufen und Bundeszugehörigkeit die umfassenden Wirkungen der Taufe und die kirchliche Praxis, die Taufe auch Kindern zu spenden.
Quellen zu dieser Frage 1
Meer und Jordan zeigen die Taufe als Befreiung aus der Knechtschaft, als Eingliederung in das Volk Gottes und als Eingang in das verheißene Leben. In der Verkündigung bereiten diese Vorausbilder auf Christus vor. Sie öffnen den Blick für das, was er wirkt, und machen sichtbar, dass Gott sein Volk durch das Wasser führt.
Weiterführende Erklärungen
Durch das Wasser in die Freiheit und zum ErbeUnterstützender positiver BelegUnterthema 3 von 3 · Kindertaufe und Bund
Die Kirche tauft auch Kinder, weil Gottes Gnade dem Glauben des Kindes zuvorkommt
Die Kinder Glaube und Überlieferung
Wie erreicht Gottes Taufbund auch kleine Kinder?
Gott gibt, bevor der Mensch antwortet.
Warum tauft die Kirche Kinder, obwohl das Neue Testament die Taufe eines Kleinkindes nirgends ausdrücklich erwähnt? Ihr erster Grund liegt in dem, was die Taufe schenkt: Auch Kinder kommen mit der Erbsünde zur Welt und bedürfen darum der Wiedergeburt in der Taufe (KKK 403; 1250). Die Erbsünde ist keine persönliche Schuld des Kindes, sondern der Mangel an ursprünglicher Heiligkeit und Gerechtigkeit (KKK 405); gerade in der Taufe der Kinder zeigt sich, dass die Heilsgnade ganz ungeschuldet ist (KKK 1250). Diese Taufe der Kinder ist eine uralte, seit dem 2. Jahrhundert ausdrücklich bezeugte Überlieferung (KKK 1252); als die Pelagianer die Erbsünde bestritten und später die Täufer die Kindertaufe verwarfen, hat die Kirche sie als verbindliche Glaubenslehre bekräftigt: auf der Synode von Karthago 418 und auf dem Konzil von Trient (Sitzung V, Kanon 4 über die Erbsünde; Sitzung VII, Kanones 12–14 über die Taufe). Die Schrift erzählt zunächst von Menschen, die mit ihrem Haus getauft werden. Dadurch erscheint die Taufe als Aufnahme in die christliche Gemeinschaft, die den Menschen mit seiner Familie und seinem Umfeld erreicht.
Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren, bat sie: Wenn ihr wirklich meint, dass ich zum Glauben an den Herrn gefunden habe, kommt in mein Haus und bleibt da.
Auszug aus Apg 16,15 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Lydia wird mit allen, die zu ihrem Haus gehören, getauft.
Lydia wird mit allen getauft, die zu ihrem Haus gehören. Der Bericht verbindet ihre Taufe mit der Aufnahme eines ganzen Hauses in die christliche Gemeinschaft. Die Zusammensetzung dieser Hausgemeinschaft und die Altersstufen ihrer Mitglieder nennt der Text nicht. Er zeigt jedoch, dass die apostolische Taufverkündigung eine ganze Hausgemeinschaft in den Blick nehmen kann.
Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen.
Auszug aus Apg 16,33 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Der Gefängniswärter wird in derselben Nacht mit allen Angehörigen getauft.
Auch der Gefängniswärter von Philippi lässt sich in derselben Nacht mit allen seinen Angehörigen taufen. Paulus erinnert sich außerdem daran, das Haus des Stephanas getauft zu haben. Die drei Berichte bezeugen damit die Taufe ganzer Häuser, auch dort, wo Paulus auf das Haus des Stephanas zurückblickt: Die Zugehörigkeit zu Christus bleibt nicht auf die Entscheidung eines einzelnen Erwachsenen begrenzt. Dass alle Mitglieder dieser Häuser persönlich glaubende Erwachsene waren, lässt sich aus den Berichten nicht ableiten. Ihre Bedeutung liegt darin, dass die Apostel die Taufe als Aufnahme einer ganzen Hausgemeinschaft berichten. Die Kirche erkennt darin zusammen mit der Verheißung für die Kinder und dem Zusammenhang von Beschneidung und Taufe eine biblische Grundlage dafür, die Taufe auf die Hausgemeinschaft zu beziehen.
Ich habe allerdings auch das Haus des Stephanas getauft. Ob ich sonst noch jemanden getauft habe, weiß ich nicht mehr.
Auszug aus 1 Kor 1,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Paulus erinnert sich daran, auch das Haus des Stephanas getauft zu haben.
Auszug aus Kol 2,11–12 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 11: In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Leib.
Vers 12: Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Paulus verbindet die von Christus gegebene Beschneidung, die Taufe sowie das Begraben- und Auferwecktwerden mit Christus.
Paulus verbindet die Taufe mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, und mit dem Begrabenwerden und Auferwecktwerden in Christus. Die Kirche sieht in der Beschneidung ein Vorzeichen der Taufe, der „Beschneidung, die Christus gegeben hat“ (Kol 2,11; KKK 527). Beschneidung und Taufe sind nicht dasselbe Zeichen: Die Beschneidung gehört zum alten Bund, während die Taufe ihre eigene christologische Bedeutung aus der Eingliederung in Christi Tod und Auferstehung empfängt. Ihre typologische Beziehung zeigt dennoch, dass Gott Menschen in seinen Bund aufnimmt und diese Zugehörigkeit nicht erst mit einer eigenen Entscheidung des Einzelnen beginnt. In Israel wurde dieses Bundeszeichen schon dem acht Tage alten Kind gegeben (Gen 17,12).
Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.
Auszug aus Apg 2,39 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Petrus verbindet Taufe, Vergebung und Geistgabe mit einer Verheißung, die den Hörern, ihren Kindern und den Fernen gilt.
Petrus verheißt am Pfingsttag die Gabe des Geistes und die Taufe im Zusammenhang mit Vergebung und sagt: Euch und euren Kindern gilt die Verheißung, ebenso den Fernen, die der Herr herbeirufen wird. Damit erweitert die Erwähnung der Kinder den Verheißungshorizont der apostolischen Taufverkündigung und stützt die Kontinuität des Bundes. Die Verheißung schließt die Kinder ausdrücklich ein, in der Sprache des Bundes, den Gott mit Abraham und seinen Nachkommen „Generation um Generation“ geschlossen hat (Gen 17,7). Die biblische Begründung der Kindertaufe ruht im gemeinsamen Zeugnis dieser Stellen: der Verheißung für die Kinder, der Haustaufen und der Verbindung von Beschneidung und Taufe.
Der Glaube zeigt sich bei Erwachsenen und bei Kindern unterschiedlich. Ein Erwachsener bringt seinen Glauben mit; dieser Glaube ist ein Anfang, der wachsen soll. Ein Kind kann seinen Glauben noch nicht aussprechen. Eltern und Paten sprechen ihn aus, und die ganze Gemeinde steht für das Kind ein. So empfängt das Kind in der Taufe Gottes Geschenk, das seinem eigenen Glauben vorausgeht. Die Taufe der Kinder wird deshalb im Glauben der Kirche empfangen. Sie begleitet das Kind auf dem Weg zu seinem eigenen Glauben. Die Taufe der Erwachsenen beginnt dagegen mit Bekehrung und Glauben. Beide Wege gehören zusammen: Was dem Kind geschenkt wird, ist ein Anfang, der sich entfaltet, wenn sein eigener Glaube in das Leben hineinwächst, das Gott ihm schon geschenkt hat.
Für Kinder, die ohne Taufe sterben, vertraut die Kirche auf die Barmherzigkeit Gottes: Sein Wille, dass alle Menschen gerettet werden, und Jesu Wort „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“ (Mk 10,14) berechtigen zu der Hoffnung, dass es für sie einen Heilsweg gibt (KKK 1261). Gerade darum bittet die Kirche die Eltern eindringlich, ihre Kinder nicht daran zu hindern, durch die Taufe zu Christus zu kommen (KKK 1261).
Die Kindertaufe ruht auf vier Gründen, die zusammenwirken: auf der Wiedergeburt, derer auch das Kind bedarf, weil es mit der Erbsünde zur Welt kommt; auf dem Bund, in dem Gott Menschen mit ihren Häusern annimmt; auf der Gabe, die Gott zuvorkommend schenkt; und auf dem Glauben der Kirche, die für das Kind einsteht, bis es selbst glauben kann. Was dem Kind geschenkt wird, ist ein Anfang, der sich entfaltet: Der eigene Glaube des Heranwachsenden wächst aus dem, was ihm zuvor geschenkt wurde. Die Lehre der Kirche hält beide Wege zusammen: die Taufe der Kinder, die im Glauben der Kirche empfangen wird, und die Taufe der Erwachsenen, die über Bekehrung und Glauben beginnt. So bleibt die Taufe ein Geschenk, das den ganzen Lebensweg begleitet.
Verlangt der Taufauftrag Jesu nicht zuerst Lehre und Glauben?
Der Einwand
Jesus sendet seine Jünger, alle Völker zu seinen Jüngern zu machen und zu taufen (Mt 28,19), und sagt: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet“ (Mk 16,16). In der Apostelgeschichte lassen sich die taufen, die das Wort angenommen haben (Apg 2,41). Darum legen baptistische Bekenntnisse wie die Baptist Faith and Message (Artikel VII) die Reihenfolge Verkündigung, Glaube, Taufe zugrunde: Die Taufe sei das Bekenntnis eines Glaubenden und darum Kindern, die noch nicht glauben können, nicht zu spenden.
Die Antwort der Kirche
Die BegriffTaufeDie Taufe ist das Sakrament der Wiedergeburt aus Wasser und Geist, durch das ein Mensch Christus und seiner Kirche eingegliedert wird. Sie tilgt die Erbsünde und alle persönlichen Sünden samt den Sündenstrafen, schenkt die heiligmachende Gnade und prägt ein unauslöschliches Siegel ein; darum wird sie nur einmal gespendet (KKK 1263, 1272). Für alle, denen das Evangelium verkündet wurde und die um sie bitten können, ist sie heilsnotwendig (KKK 1257); die Schrift verbindet sie mit Vergebung, Wiedergeburt, Geistempfang und der Teilhabe an Tod und Auferstehung Christi.Glossareintrag öffnen ist das BegriffSakramentEin Sakrament ist ein von Christus eingesetztes und der Kirche anvertrautes wirksames Zeichen der Gnade, durch das göttliches Leben geschenkt wird; es bewirkt, was es bezeichnet (KKK 1131). Die Sakramente wirken „ex opere operato“, das heißt kraft des ein für alle Mal vollbrachten Heilswerkes Christi und nicht kraft der Heiligkeit des Spenders; ihre Frucht hängt aber auch von der inneren Verfassung des Empfängers ab (KKK 1128). Die Kirche kennt sieben Sakramente.Glossareintrag öffnen des Glaubens (KKK 1253). Dass die Berichte Erwachsene zeigen, die zuerst hören und glauben, entspricht der Predigt der Apostel, die sich gewöhnlich an Erwachsene richtete; bei ihnen gehen Umkehr und ein anfänglicher Glaube der Taufe voraus (Pastoralis actio 18). Der Taufauftrag selbst nennt das Lehren nach dem Taufen („tauft sie … und lehrt sie, alles zu befolgen“, Mt 28,19–20), und Mk 16,16 verurteilt den, der das verkündete Evangelium nicht glaubt, nicht das Kind, das noch nicht glauben kann. Ein Kind wird im Glauben der ganzen Kirche getauft, den Eltern und Paten bekennen, und sein eigener Glaube soll aus der empfangenen BegriffGnadeGnade ist die ungeschuldete Gunst und Hilfe Gottes, durch die er den Menschen zu seinem Kind macht und ihn am göttlichen Leben teilhaben lässt (KKK 1996–1997). Die heiligmachende Gnade, die in der Taufe geschenkt wird, ist ein bleibendes Geschenk, das die Seele von der Sünde heilt und heiligt; davon unterscheidet die Kirche die helfenden Gnaden, mit denen Gott zu Beginn der Bekehrung und auf dem Weg der Heiligung eingreift (KKK 1999–2000).Glossareintrag öffnen wachsen (KKK 1253; 1282; Pastoralis actio 18). Darin stimmen auch das Augsburger Bekenntnis (Artikel IX) und der Heidelberger Katechismus (Frage 74) mit der Kirche überein: Beide lehren, dass Kinder getauft werden sollen.
Empfing Kornelius den Heiligen Geist nicht schon vor der Taufe?
Der Einwand
Noch während Petrus predigt, kommt der Heilige Geist auf alle herab, die das Wort hören; getauft werden sie erst danach (Apg 10,44–48). Dem Schächer am Kreuz sagt Jesus ohne Taufe zu: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43). Daraus schließen viele evangelische Christen, Geist und Heil hingen nicht an der Taufe; sie bezeuge nur, was Gott zuvor geschenkt habe.
Die Antwort der Kirche
Gerade der Bericht über Kornelius bestätigt den Rang der Taufe: Nachdem der Geist auf die Heiden gekommen ist, fragt Petrus: „Kann jemand denen das Wasser zur Taufe verweigern, die ebenso wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?“, und ordnet an, sie zu taufen (Apg 10,47–48). Der Geistempfang macht die Taufe nicht überflüssig; er zeigt, dass Gott die Heiden in die Kirche ruft, in die die Taufe eingliedert. Gott hat das Heil an das Sakrament der Taufe gebunden, aber er selbst ist nicht an seine Sakramente gebunden (KKK 1257): Wo das Sakrament ohne eigene Schuld nicht empfangen werden kann, bringen das Sterben um des Glaubens willen als Bluttaufe und das Verlangen nach der Taufe ihre Wirkungen hervor, ohne selbst Sakrament zu sein (KKK 1258–1260).
Was andere Christen dazu glauben
Die christlichen Traditionen vergleichen
Katholisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Taufe ist ein wirksames Sakrament der Gnade: Sie befreit von der Sünde, schenkt die Wiedergeburt und gliedert in Christus und die Kirche ein. Die Kirche tauft auch Säuglinge; sie empfangen die Taufgnade im Glauben der Kirche und sollen später persönlich aus ihr leben.
Lutherisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach dem Augsburger Bekenntnis ist die Taufe heilsnotwendig, und durch sie wird Gnade angeboten; auch die Kinder sollen getauft werden, weil sie durch die Taufe Gott übergeben und in seine Gnade aufgenommen werden (Artikel IX).
Reformiert / calvinistisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Taufe ist ein von Christus eingesetztes sichtbares Wahrzeichen und Siegel, das dem Glaubenden die Abwaschung der Sünden durch Christi Blut und Geist zusichert; das Wasser selbst wäscht die Sünden nicht ab. Kinder werden getauft, weil sie ebenso wie die Erwachsenen zum Bund Gottes gehören; die Taufe tritt an die Stelle der Beschneidung.
Baptistisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach der Baptist Faith and Message (2000) ist die christliche Taufe das Untertauchen eines Gläubigen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, ein Gehorsamsakt, der seinen Glauben an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Retter darstellt. Säuglinge werden nicht getauft, weil der persönliche Glaube der Taufe vorausgeht.
Pfingstlich / charismatisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach den Assemblies of God ist die Taufe durch Untertauchen in der Schrift geboten; getauft werden alle, die umkehren und an Christus als Retter und Herrn glauben. Sie bekennen damit vor der Welt, dass sie mit Christus gestorben und mit ihm zu einem neuen Leben auferweckt sind.
Methodistisch / wesleyanisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach Artikel XVII der methodistischen Articles of Religion ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses und Unterscheidungsmerkmal der Christen, sondern auch Zeichen der Wiedergeburt oder neuen Geburt; die Taufe kleiner Kinder soll in der Kirche beibehalten werden. Sakramente sind nach Artikel XVI gewisse Zeichen der Gnade, durch die Gott unsichtbar wirkt und den Glauben an ihn weckt und stärkt.
Anglikanisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach Artikel XXVII der 39 Artikel der Kirche von England ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses, sondern Zeichen der Wiedergeburt, durch das die recht Getauften wie durch ein Werkzeug der Kirche eingepflanzt werden; die Verheißungen der Sündenvergebung und der Gotteskindschaft werden sichtbar besiegelt, der Glaube wird gestärkt und die Gnade vermehrt. Die Kindertaufe ist in jedem Fall beizubehalten, weil sie der Einsetzung Christi am meisten entspricht.
Orthodox / byzantinisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika tauft die orthodoxe Kirche Säuglinge wie Erwachsene als neue Geburt in das neue Leben Christi. Die Taufe ist Teilhabe am Tod und an der Auferstehung Christi, das persönliche Ostern des Getauften, der zum ewigen Leben neu geboren wird.
| Tradition | Offizielle Lehrposition | Quelle |
|---|---|---|
| Katholisch | Die Taufe ist ein wirksames Sakrament der Gnade: Sie befreit von der Sünde, schenkt die Wiedergeburt und gliedert in Christus und die Kirche ein. Die Kirche tauft auch Säuglinge; sie empfangen die Taufgnade im Glauben der Kirche und sollen später persönlich aus ihr leben. | Offizielle Quelle: Katholisch |
| Lutherisch | Nach dem Augsburger Bekenntnis ist die Taufe heilsnotwendig, und durch sie wird Gnade angeboten; auch die Kinder sollen getauft werden, weil sie durch die Taufe Gott übergeben und in seine Gnade aufgenommen werden (Artikel IX). | Offizielle Quelle: Lutherisch |
| Reformiert / calvinistisch | Die Taufe ist ein von Christus eingesetztes sichtbares Wahrzeichen und Siegel, das dem Glaubenden die Abwaschung der Sünden durch Christi Blut und Geist zusichert; das Wasser selbst wäscht die Sünden nicht ab. Kinder werden getauft, weil sie ebenso wie die Erwachsenen zum Bund Gottes gehören; die Taufe tritt an die Stelle der Beschneidung. | Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch |
| Baptistisch | Nach der Baptist Faith and Message (2000) ist die christliche Taufe das Untertauchen eines Gläubigen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, ein Gehorsamsakt, der seinen Glauben an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Retter darstellt. Säuglinge werden nicht getauft, weil der persönliche Glaube der Taufe vorausgeht. | Offizielle Quelle: Baptistisch |
| Pfingstlich / charismatisch | Nach den Assemblies of God ist die Taufe durch Untertauchen in der Schrift geboten; getauft werden alle, die umkehren und an Christus als Retter und Herrn glauben. Sie bekennen damit vor der Welt, dass sie mit Christus gestorben und mit ihm zu einem neuen Leben auferweckt sind. | Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch |
| Methodistisch / wesleyanisch | Nach Artikel XVII der methodistischen Articles of Religion ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses und Unterscheidungsmerkmal der Christen, sondern auch Zeichen der Wiedergeburt oder neuen Geburt; die Taufe kleiner Kinder soll in der Kirche beibehalten werden. Sakramente sind nach Artikel XVI gewisse Zeichen der Gnade, durch die Gott unsichtbar wirkt und den Glauben an ihn weckt und stärkt. | Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch |
| Anglikanisch | Nach Artikel XXVII der 39 Artikel der Kirche von England ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses, sondern Zeichen der Wiedergeburt, durch das die recht Getauften wie durch ein Werkzeug der Kirche eingepflanzt werden; die Verheißungen der Sündenvergebung und der Gotteskindschaft werden sichtbar besiegelt, der Glaube wird gestärkt und die Gnade vermehrt. Die Kindertaufe ist in jedem Fall beizubehalten, weil sie der Einsetzung Christi am meisten entspricht. | Offizielle Quelle: Anglikanisch |
| Orthodox / byzantinisch | Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika tauft die orthodoxe Kirche Säuglinge wie Erwachsene als neue Geburt in das neue Leben Christi. Die Taufe ist Teilhabe am Tod und an der Auferstehung Christi, das persönliche Ostern des Getauften, der zum ewigen Leben neu geboren wird. | Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch |
17 Bibelstellen · Taufe
Was die Schrift selbst sagt
Alle Bibelstellen dieses Themas im Wortlaut, geordnet nach den Fragen, für die sie zeugen. Jede führt zu ihrer Erklärung.
Wirkung der Taufe
1 Petr 3,20–21Warum die Taufe rettet
Petrus deutet die Rettung Noachs durch das Wasser als Vorausbild der Taufe und verbindet die Taufe ausdrücklich mit Rettung. Die Kirche lehrt, dass die Taufe als Sakrament Gottes Gnade durch ein sichtbares Zeichen schenkt.
Bibeltext
Auszüge aus 1 Petr 3,20–21 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 20: Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.
Vers 21: Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. … dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi.
Apg 2,38Taufe, Vergebung und Heiliger Geist
Petrus verbindet Umkehr und Taufe mit der Vergebung der Sünden und der Gabe des Heiligen Geistes. Die Kirche lehrt deshalb, dass die Taufe ein wirksames Sakrament der Gnade und ein konkretes Heilsgeschehen ist.
Bibeltext
Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Apg 2,38 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Apg 22,16Abwaschen der Sünden
Ananias fordert Paulus auf, sich taufen zu lassen und den Namen des Herrn anzurufen, damit seine Sünden abgewaschen werden. Die Kirche versteht die Taufe deshalb als von Gott gegebenes Gnadenmittel der Hinwendung zu Christus.
Bibeltext
Was zögerst du jetzt? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an!
Auszug aus Apg 22,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Tit 3,5Bad der Wiedergeburt
Paulus verbindet Gottes Rettung mit dem Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist. Die Kirche lehrt, dass die Taufe diese Wiedergeburt aus Gnade wirkt und kein menschlicher Verdienst ist.
Bibeltext
hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.
Auszug aus Tit 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Joh 3,5Wasser und Geist
Jesus verbindet den Eintritt in Gottes Reich mit der Geburt aus Wasser und Geist. Die Kirche versteht dieses Wort als biblische Grundlage der Taufe, in der Gott durch ein sichtbares Zeichen neues Leben schenkt.
Bibeltext
Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Auszug aus Joh 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Ez 36,24–28Wasser und Geist
Gott verheißt seinem Volk reines Wasser, ein neues Herz und seinen Geist. Die Kirche versteht diese Verheißung als heilsgeschichtliche Vorbereitung auf die Taufe, in der Gott reinigt und den Menschen erneuert.
Bibeltext
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.
Auszug aus Ez 36,25a · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Röm 6,3–4Teilhabe an Tod und Auferstehung
Paulus beschreibt die Taufe als Eingliederung in Christi Tod und als Beginn eines neuen Lebens. Die Kirche lehrt, dass dieses Sakrament den Getauften wirklich in Christus einfügt und ihn zu einem Leben aus der Gnade beruft.
Bibeltext
Auszug aus Röm 6,3–4 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 3: Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
Vers 4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.
Gal 3,26–27Teilhabe an Tod und Auferstehung
Paulus verbindet in Gal 3,26–27 den Glauben an Christus unmittelbar mit der Taufe und dem Anziehen Christi: Die Gottessohnschaft wird aus dem Glauben heraus beschrieben, und gleich darauf wird die Taufe als Hineingenommenwerden in Christus genannt.
Bibeltext
Gal 3,26–27 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 26: Denn alle seid ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
Vers 27: Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Kol 2,11–12Teilhabe an Tod und Auferstehung
Paulus stellt Beschneidung und Taufe in einen Bundeszusammenhang und beschreibt die Taufe als Begraben- und Auferwecktwerden mit Christus. Die Kirche sieht darin die Fortführung der Bundeszugehörigkeit und eine Grundlage der Kindertaufe.
Bibeltext
Auszug aus Kol 2,11–12 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 11: In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Leib.
Vers 12: Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
Tauftypologien
Ex 14,21–31Durch das Wasser in die Freiheit und zum Erbe
Gott führt Israel durch das geteilte Meer aus der Knechtschaft Ägyptens, während die Verfolger untergehen. Die Kirche versteht diesen rettenden Durchgang durch das Wasser typologisch als Vorausbild der Taufe.
Bibeltext
Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der HERR trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort.
Auszug aus Ex 14,21–31 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
1 Kor 10,1–2Durch das Wasser in die Freiheit und zum Erbe
Paulus deutet den Durchgang Israels durch die Wolke und das Meer ausdrücklich als Taufe auf Mose. Die Kirche versteht diese Wasserereignisse typologisch als Vorausbilder der Befreiung und des neuen Lebens in der Taufe.
Bibeltext
Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer.
Auszug aus 1 Kor 10,1–2 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Jos 3–4Durch das Wasser in die Freiheit und zum Erbe
Israel durchquert den Jordan und zieht unter Josua in das verheißene Land ein. Die Kirche versteht diesen Übergang typologisch als Bild für den Eintritt in die verheißene Erbschaft und für die rettende Bedeutung der Taufe.
Bibeltext
Am frühen Morgen brach Josua mit allen Israeliten von Schittim auf. Als sie an den Jordan kamen, übernachteten sie dort, bevor sie ihn überschritten.
Auszug aus Jos 3,1 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Mt 3,13–17Durch das Wasser in die Freiheit und zum Erbe
Bei Jesu Taufe im Jordan treten das Wasser, der herabkommende Geist und die Stimme des Vaters gemeinsam hervor. Die Szene macht die Verbindung von Taufe, Geist und göttlicher Sohnschaft sichtbar.
Bibeltext
Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.
Auszug aus Mt 3,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Kindertaufe und Bund
Apg 16,15Häuser werden getauft
Lydia lässt sich mit ihrem ganzen Haus taufen und nimmt die Boten des Evangeliums auf. Die Kirche sieht in den Haushaltstaufen eine biblische Grundlage dafür, die Taufe auch auf die Hausgemeinschaft zu beziehen.
Bibeltext
Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren, bat sie: Wenn ihr wirklich meint, dass ich zum Glauben an den Herrn gefunden habe, kommt in mein Haus und bleibt da.
Auszug aus Apg 16,15 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Apg 16,33Häuser werden getauft
Der Gefängniswärter lässt sich noch in derselben Nacht mit allen Angehörigen seines Hauses taufen. Die Kirche versteht die Taufen ganzer Haushalte als Hinweis darauf, dass die Aufnahme in Christus die Hausgemeinschaft umfassen kann.
Bibeltext
Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen.
Auszug aus Apg 16,33 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
1 Kor 1,16Häuser werden getauft
Paulus erinnert sich daran, das Haus des Stephanas getauft zu haben. Die Kirche verbindet diese Taufe eines ganzen Hauses mit den weiteren Haustaufen und sieht darin eine Grundlage für die Taufe von Kindern.
Bibeltext
Ich habe allerdings auch das Haus des Stephanas getauft. Ob ich sonst noch jemanden getauft habe, weiß ich nicht mehr.
Auszug aus 1 Kor 1,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Apg 2,38–39Beschneidung und Taufe: wie die Verheißung die Kinder erreicht
Petrus verheißt Vergebung und den Heiligen Geist den Hörern, ihren Kindern und allen, die Gott beruft. Die Kirche sieht darin zusammen mit den Haustaufen eine Grundlage für die Taufe von Kindern als Eingliederung in Christus.
Bibeltext
Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.
Auszug aus Apg 2,39 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Wie die Kirche diese Frage durch die Jahrhunderte bezeugt
Kirchenväter, Konzilien und Kirchenlehrer zeigen, wie Christen die Schrift zu dieser Frage gelesen und gelebt haben. Ihr Wortlaut steht jeweils bei der Frage, die er stützt.
Jede Frage zu Taufe einzeln geprüft
Jeder Schritt prüft eine Bibelstelle genau: was sie sagt, was sie zum Argument beiträgt und welcher Einwand sich an ihr festmacht.
Wirkung der Taufe
Die Begriffe dieses Themas kurz erklärt
Wo das Argument weiterführt
Betrachten und beten
Welche Verbindung stellt das Neue Testament zwischen sichtbarem Wasser und Gottes unsichtbarer Gnade her?
Gott des Lebens, danke für die Taufe und die Eingliederung in den Tod und die Auferstehung Christi. Lass die empfangene Gnade im Glauben Gestalt gewinnen. Amen.