Bibelstelle · EÜ 2016
Röm 6,3–4
Paulus beschreibt die Taufe als Eingliederung in Christi Tod und als Beginn eines neuen Lebens. Die Kirche lehrt, dass dieses Sakrament den Getauften wirklich in Christus einfügt und ihn zu einem Leben aus der Gnade beruft.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Röm 6,3–4
Bibeltext
Auszug aus Röm 6,3–4 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 3: Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
Vers 4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Teilhabe an Tod und Auferstehung
Die Kirche versteht diese Verbindung als sakramentale Teilnahme.
Die Taufe als Grundsakrament
Die Stelle trägt die Eingliederung in Christi Tod und Auferstehungsleben als Taufwirkung.
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Kirchliche Zeugen
Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte
Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.
Justin der Märtyrer
Justin beschreibt, wie glaubende Taufbewerber sich verpflichten, ihr Leben nach der christlichen Lehre auszurichten. Sie beten um Vergebung und fasten mit der Gemeinde. Danach werden sie zum Wasser geführt und empfangen dort unter Anrufung des Vaters, Jesu Christi und des Heiligen Geistes die Waschung im Wasser und die Wiedergeburt.
Dort empfängt er die Wiedergeburt in derselben Weise, in der auch wir wiedergeboren wurden.
Erste Apologie · Erste Apologie 61.3 · Primärtext↗Quelle im Zusammenhang lesen
Worum es hier geht
Justin beschreibt in seiner Ersten Apologie, wie ein Taufbewerber nach Unterweisung und Zustimmung zu einem entsprechenden Leben um Vergebung betet und mit der christlichen Gemeinde fastet. Danach wird er zum Wasser geführt. Die Taufe steht vor seiner Darstellung der Eucharistie und der sonntäglichen Versammlung.
Historischer Text
Dann führen wir ihn dorthin, wo Wasser ist. Dort empfängt er die Wiedergeburt in derselben Weise, in der auch wir wiedergeboren wurden. Denn im Namen Gottes, des Vaters und Herrn des Alls, unseres Erlösers Jesus Christus und des Heiligen Geistes empfängt er die Waschung im Wasser.
Vollständigen historischen Text öffnen: Justin der MärtyrerWarum diese Stelle wichtig ist
Justin bezeugt um 155, dass die christliche Initiation Waschung, trinitarischen Namen und Wiedergeburt verbindet.
Quellen und HinweiseKKK 1210–1284 · KKK 1113–1211
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1210–1284Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Taufe, Wirkung und Kindertaufe.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1113–1211Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Allgemeine Sakramentenlehre und Siebenzahl.
Konzilien und Lehramt
- Sacrosanctum ConciliumSC 59–70Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Sakramente und Taufliturgie.
- Sacrosanctum ConciliumSC 59–78Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Sakramente und Sakramentalien.
Historische Primärquellen
- Konzil von Trient, Sitzung VIIKanones über die Sakramente, Kan. I, IV, VI (DH 1601, 1604, 1606)Transkription bei Hanover Historical Texts Collection
Trient ordnet Einsetzung, Zahl und Gnadenwirkung der Sakramente.
Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen
- United with Christ in Death and Life, Part 21. Oktober 2000, Baptism Signifies our Death with Christ und Is Baptism a Symbol or an Instrument?Primärtext · Primärtext / Edition
Piper bejaht die Verbindung mit Christus durch den Glauben und versteht die Taufe als ihr Zeichen; seine drei Gründe enthalten den Vergleich mit dem Ehering.