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Taufe und Rettung

Warum die Taufe rettet

Wie kann die Taufe retten, wenn Petrus sie von der äußeren Waschung des Leibes unterscheidet und von der Bitte um ein reines Gewissen spricht?

3 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Eine Person steht im Wasser unter herabfallendem Licht; dahinter erscheinen Flut, eine ferne Arche und geteilte Wasser als Bildebenen.
TaufeKI-generierte Illustration
Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Noach und die Taufe Bibel und Textverständnis

Von Noach zur Taufe

Im dritten Kapitel des Ersten Petrusbriefs erinnert Petrus an Christus, der wegen der Sünden gelitten hat, um Menschen zu Gott zu führen.

Vers 20: Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.

Vers 21: Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. … dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi.

Auszüge aus 1 Petr 3,20–21 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Petrus nennt die Taufe rettend, verbindet sie mit der Bitte an Gott um ein reines Gewissen und gründet sie in der Auferstehung Jesu Christi.

1 Petr 3,20–21: Zusammenhang und Übersetzung

Petrus liest die Rettung Noachs durch das Wasser als Vorausbild des christlichen Heilsgeschehens. Wie damals die acht Menschen in der Arche durch das Wasser hindurch gerettet wurden, so rettet die Taufe jetzt.

Den Grund dieses Rettens nennt Petrus mit der Auferstehung Jesu Christi. Aus seinem Heilswerk empfängt die Taufe ihre Wirkung. Offen ist, wie Christus selbst in der Taufe handelt; darauf antwortet die Lehre der Kirche.

Christus handelt Glaube und Überlieferung

Christus handelt in der Taufe

Die Kirche lehrt verbindlich, dass die Taufe ein Sakrament ist, in dem Christus selbst handelt.

Die Kirche nimmt diese Deutung auf, wenn sie die Arche Noachs als Vorausbild der Taufe versteht (KKK 1219).

Die Taufe ist eine Waschung mit Wasser, in der das Wort Gottes seine lebensspendende Wirkung entfaltet (KKK 1228). Die Wirkung der Sakramente ruht auf dem Heilswerk Christi, und ihre Frucht hängt auch davon ab, wie der Empfänger sie aufnimmt (KKK 1127–1128). Zugleich setzen die Sakramente den Glauben voraus, nähren ihn, stärken ihn und bringen ihn zum Ausdruck (KKK 1123).

Quellen zu dieser Frage 2

Die Bitte an Gott Glaube und Überlieferung

Drückt die Taufe nur die Bitte des Menschen aus?

Petrus grenzt die Taufe von der äußeren Waschung des Leibes ab und beschreibt sie als Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Auf dieser Grundlage lässt sich die Taufe als Handlung des Menschen lesen: als seine Bitte. Die Rettung käme dann von Christus, den Petrus im selben Satz mit der Auferstehung nennt; die Taufe drückte diesen Glauben aus.

Ein zeichenhaftes Taufverständnis vertritt auch die Southern Baptist Convention in Artikel VII ihrer Baptist Faith and Message 2000: Danach ist die Taufe der gehorsame, zeichenhafte Ausdruck des Glaubens an den gekreuzigten und auferstandenen Heiland.

Petrus nennt die Taufe ein Geschehen, das jetzt rettet, und beschreibt sie als Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Die Bitte um ein reines Gewissen ist die Seite des Menschen, der sich Gott zuwendet und das Geschenk annimmt. Für die Rettung, die er der Taufe zuspricht, nennt Petrus den Grund: die Auferstehung Jesu Christi. Die Kirche lehrt, dass in der Taufe Christus selbst handelt und dass die Wirkung dieses Sakraments auf seinem Heilswerk ruht. Der zeichenhafte Ausdruck des Glaubens an den Retter und das rettende Geschehen gehören in der einen Taufe zusammen: Petrus nennt sie die Bitte des Menschen um ein reines Gewissen und die Rettung, die jetzt geschieht.

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