Bibelstelle · EÜ 2016
Mt 19,3–12
Auf die Frage der Pharisäer, ob man seine Frau aus jedem beliebigen Grund entlassen dürfe, führt Jesus die Ehe auf den Anfang der Schöpfung zurück: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ Die Erlaubnis des Mose führt er auf die Hartherzigkeit zurück; wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Die Kirche erlaubt bei schwerer Not die Trennung, versteht die Ausnahme aber nicht als Auflösung einer gültigen Ehe.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Mt 19,3–12
Bibeltext
Auszug aus Mt 19,6.9 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 6: Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Auslassung im Bibeltext.
Vers 9: Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.
Wer hier spricht und in welcher Lage
Jesus hat Galiläa verlassen und ist in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan gezogen, als Pharisäer ihn mit der Frage nach der Entlassung der Frau versuchen (Mt 19,1–3). Das Streitgespräch verläuft in Frage, Gegenfrage und Einwand: Jesus verweist auf das Schriftwort vom Anfang, die Pharisäer halten ihm die Scheidungsurkunde des Mose entgegen, und Jesus antwortet mit seinem eigenen Wort (19,4–9). Danach wendet sich das Gespräch den Jüngern zu, die folgern, dann sei es nicht gut zu heiraten (19,10–12); unmittelbar darauf segnet Jesus die Kinder (19,13–15).
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Erlaubt Matthäus die neue Ehe nach Ehebruch?
Gott selbst verbindet die zwei; darauf ruht die Unauflöslichkeit.
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