Bibelstelle · EÜ 2016
Röm 14,8
Paulus bekennt, dass die Christen im Leben und im Sterben dem Herrn gehören. Die Kirche liest den Vers als Zeugnis dafür, dass der Tod die Glieder Christi nicht aus seiner Gemeinschaft löst.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Röm 14,8
Bibeltext
Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.
Röm 14,8 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Die Heiligen bitten bei Gott für die Kirche – darf die Kirche sie darum bitten?
Der Vers trägt die bleibende Gliedschaft der Verstorbenen im Leib Christi, an die sich die Bitte um Fürsprache richtet.
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Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Kirchliche Zeugen
Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte
Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.
Cyprian von Karthago
Cyprian bittet den verbannten Bischof Cornelius, dass der, der zuerst stirbt, beim Herrn in Liebe und Gebet für die zurückbleibenden Brüder und Schwestern fortfährt.
unsere Liebe beim Herrn fortdauere und unser Gebet für unsere Brüder und Schwestern vor der Barmherzigkeit des Vaters nicht aufhöre
Cyprian von Karthago: Brief 60 an Cornelius · Brief 60,5 (in englischen Ausgaben Brief 56) · Primärtext↗Quelle im Zusammenhang lesen
Worum es hier geht
Cyprian schreibt um 252/253 an den römischen Bischof Cornelius, der in der Verfolgung verbannt worden ist, und beglückwünscht ihn und seine Gemeinde zu ihrem standhaften Bekenntnis. Weil er weitere Verfolgung erwartet, ruft er am Ende des Briefes zu Fasten, Wachen und Gebet auf.
Historischer Text
Gedenken wir einander in Eintracht und Einmütigkeit. Beten wir auf beiden Seiten allezeit füreinander. Erleichtern wir Lasten und Bedrängnisse durch gegenseitige Liebe, damit, wenn einer von uns dank der göttlichen Gnade schneller von hier scheidet, unsere Liebe beim Herrn fortdauere und unser Gebet für unsere Brüder und Schwestern vor der Barmherzigkeit des Vaters nicht aufhöre.
Vollständigen historischen Text öffnen: Cyprian von KarthagoWarum diese Stelle wichtig ist
Der Brief bezeugt in der Mitte des 3. Jahrhunderts die Erwartung, dass ein verstorbener Christ vor Gott weiter für die Lebenden betet, und die ausdrückliche Bitte um dieses Gebet.
Quellen und HinweiseKKK 946–962, 2634–2636
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 946–962, 2634–2636Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Gemeinschaft der Heiligen und Fürbitte.
Fachdokumente und Studien
- P. Ryl. III 470: Sub tuum praesidiumP. Ryl. III 470; Roberts 1938, S. 46–47Sekundäranalyse · Wissenschaftliche Sekundärquelle
Universitäre Forschungsseite zum Papyrus und zur Forschungsgeschichte. Der Text bezeugt eine direkte Anrede an die Gottesgebärerin; die paläographische Datierung bleibt umstritten und wird nicht auf ein einzelnes Jahr festgelegt.