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Ehe · Was Gott verbunden hat

Warum Jesus auf die Frage nach der Scheidung mit der Schöpfung antwortet

Die Fragesteller wollen wissen, ob ein Mann seine Frau aus jedem beliebigen Grund wegschicken darf. Jesus führt die Frage auf den Anfang zurück: auf das, was Gott mit Mann und Frau gewollt hat.

2 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Ein Mann und eine Frau stehen Hand in Hand in einem leuchtenden Ring; ein Weg führt zu einer versammelten Gemeinschaft und einer offenen Tür.
EheKI-generierte Illustration
Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Was Gott verbindet Bibel und Textverständnis

Warum Jesus mit dem Schöpfer antwortet

Im Gespräch erinnert Jesus an den Schöpfer und an das Wort über Mann und Frau.

Vers 4: Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang männlich und weiblich erschaffen hat

Vers 5: und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein?

Vers 6: Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Auszug aus Mt 19,4–6 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jesus verweist auf den Schöpfer, der den Menschen männlich und weiblich erschaffen hat, und auf Gott, der die zwei verbindet.

Mt 19,4–6: Zusammenhang und Übersetzung

Der Schöpfer hat den Menschen männlich und weiblich erschaffen, und der Mann verlässt Vater und Mutter, um sich an seine Frau zu binden; die zwei werden ein Fleisch.

Aus diesen Worten wird erkennbar, wer die Einheit der Eheleute stiftet: Gott selbst verbindet die zwei. An dieses Handeln Gottes knüpft Jesus das Verbot, das von Gott Verbundene zu trennen. Darum kann weder die Entscheidung eines Ehepartners noch die Übereinkunft beider diese Verbindung auflösen.

Warum Mose es erlaubte Glaube und Überlieferung

Warum erlaubte Mose die Scheidung, die Jesus verbietet?

Die Fragesteller halten Jesus Mose entgegen.

Mose habe zugelassen, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde ausstellt und sie wegschickt; diese Weisung der Tora scheint zu erlauben, was Jesus verbietet. Jesus nennt die Erlaubnis ein Zugeständnis an die Herzenshärte der Menschen und stellt ihr den Anfang gegenüber: Dort zeigt sich, was Gott mit der Einheit von Mann und Frau gewollt hat.

Die Kirche hält an dieser Antwort fest: Weil Gott die Eheleute verbindet, bleibt das Eheband bestehen; eine Ehescheidung hebt es nicht auf. Der Katechismus liest das eine Fleisch als unauflösliche Einheit des Lebens beider (KKK 1605) und versteht das Wort Jesu als Wiederherstellung des ursprünglichen Sinnes der Ehe (KKK 1614). Dieses gemeinsame Leben ist eine Gabe, die empfangen und geschützt wird. Weil Gott die Eheleute selbst verbindet, weist diese Einheit über das Paar hinaus.

Quellen zu dieser Frage 1
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