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Sakramente

Weihwasser als Sakramentale und Taufgedächtnis

Am Eingang einer Kirche steht das Wasserbecken. Wer die Finger eintaucht und sich bekreuzigt, begegnet einem gesegneten Zeichen. Die Kirche zählt das Weihwasser zu den Sakramentalien, den heiligen Zeichen, die auf die Sakramente hinweisen und das Gebet begleiten. Zwei Kapitel klären, was die Kirche über dieses Zeichen lehrt und wie es sich von magischer Reinigung unterscheidet.

2 Fragen · Quellen zum Prüfen

Brot und Kelch stehen in der Mitte; darum gruppieren sich Wasser, Öl, Ringe, Salbung und Handauflegung, verbunden durch einen Lichtstrom.
SakramenteKI-generierte Illustration
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Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Sakramentale und Taufgedächtnis Glaube und Überlieferung

Weihwasser ist ein Sakramentale und verweist auf die Taufe

Die Kirche segnet Wasser und gebraucht es als Zeichen, das an die Taufe und an Gottes reinigendes Handeln erinnert.

Ein Sakramentale ist ein von der Kirche geordnetes Zeichen und Gebet. Es weist auf Gottes Gnade und auf die Sakramente hin. Vom Sakrament unterscheidet es sich dadurch, dass das Sakrament das von Christus eingesetzte sichtbare Zeichen ist, durch das Gott Gnade schenkt. Weihwasser gehört zu den Sakramentalien. Die Kirche segnet es und verwendet es als heiliges Zeichen im Zusammenhang mit Gebet, Segen und Taufgedächtnis. Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK), das Konzilsdokument über die heilige Liturgie (Sacrosanctum Concilium, SC) und das kirchliche Gesetzbuch (Codex Iuris Canonici, CIC) behandeln die Sakramentalien in eigenen Abschnitten.

Wer sich mit Weihwasser bekreuzigt, erinnert sich an die bereits empfangene Taufe. Die Wirkung des Zeichens beruht auf der Fürbitte der Kirche, die das Wasser gesegnet hat: Sakramentalien bezeichnen Wirkungen, besonders geistlicher Art, die „kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden“ (SC 60). Sie verleihen die Gnade nicht nach Art der Sakramente, bereiten aber durch das Gebet der Kirche darauf vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken (KKK 1670); darum gehören Glaube und Hinwendung zu Gott zu ihrem rechten Gebrauch. Das Zeichen verweist auf das Sakrament der Taufe, auf die tägliche Erneuerung des Glaubens und auf die Bitte um Gottes Schutz und Gnade. Ein Sakramentale folgt der Ordnung und Segnung der Kirche; ein bloßer Brauch beruht auf menschlicher Gewohnheit.

Quellen zu dieser Frage 3

Magische Reinigung Glaube und Überlieferung

Erweckt Weihwasser den Eindruck magischer Reinigung?

Wer das gesegnete Wasser am Kircheneingang sieht, kann fragen, ob hier eine magische Reinigung wirkt.

Der Gebrauch könne zudem den Eindruck erwecken, die Taufe sei überflüssig oder müsse ständig wiederholt werden.

Die Kirche lehrt Weihwasser als Sakramentale: ein heiliges Zeichen und Gebet, das an die empfangene Taufe erinnert. Die grundlegende Reinigung geschieht in der Taufe; im Gebet mit Weihwasser richtet sich der Glaube auf Gottes Gnade und auf die bereits empfangene Eingliederung in Christus. So verweist Weihwasser auf Taufe und Buße und führt den Gläubigen zur Gnade zurück.

Quellen zu dieser Frage 3
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