Bibelstelle · EÜ 2016
Apg 7,2
Stephanus spricht die Mitglieder des Hohen Rates, vor den man ihn gebracht hat (Apg 6,12.15), als „Brüder und Väter“ an und spricht im selben Satz von „unserem Vater Abraham“. Er gebraucht die Anrede „Väter“ gerade gegenüber religiösen Autoritäten als Ausdruck der Achtung. Die Kirche versteht Jesu Warnung vor religiöser Selbstüberhöhung darum nicht als Verbot jeder Anrede „Vater“.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Apg 7,2
Bibeltext
Stephanus antwortete: Brüder und Väter, hört mich an!
Auszug aus Apg 7,2 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Vaterschaft als Dienst: was Paulus und die Apostel bezeugen
Die Anrede belegt Vaterschaftssprache im Neuen Testament und begrenzt eine wörtlich-allgemeine Verbotslesart von Mt 23,9.
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