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Bibelstelle · EÜ 2016

Mt 26,26–29

Beim letzten Mahl bezeichnet Jesus Brot und Kelch als seinen Leib und sein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Die Kirche lehrt deshalb seine wahrhafte, wirkliche und wesentliche Gegenwart in der Eucharistie.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Mt 26,26–29

Bibeltext

Vers 26: Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib.

Vers 27: Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus;

Vers 28: das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Auszug aus Mt 26,26–28 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Direkter BelegSchritt 2 von 4

    Was Jesus beim letzten Mahl gibt

    Die Einsetzungsworte tragen die Lehre von der wirklichen Gegenwart und verbinden Leib, Blut, Hingabe und Gedächtnis mit dem Opfercharakter der Eucharistie.

  2. Direkter BelegSchritt 2 von 5

    Das Blut des Neuen Bundes

    Das Kelchwort verbindet Bund, Hingabe und Opfergedächtnis in der Einsetzung der Eucharistie.

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Kirchenvaterca. 107–110

    Ignatius von Antiochien

    Ignatius berichtet, dass sich manche von der Eucharistie und vom Gebet fernhalten, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat.

    Sie enthalten sich der Eucharistie und des Gebets, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat.

    Brief an die Smyrnäer · Brief an die Smyrnäer 7 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Ignatius von Antiochien schreibt der Gemeinde von Smyrna im Zusammenhang mit einem Streit über die wirkliche Menschheit und das Leiden Christi. Er wendet sich gegen Menschen, die sich deshalb von Eucharistie und Gebet fernhalten.

    Historischer Text

    Sie enthalten sich der Eucharistie und des Gebets, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat. Wer daher gegen diese Gabe Gottes spricht, zieht sich mitten in seinen Auseinandersetzungen den Tod zu. Besser wäre es für sie, Liebe zu üben, damit auch sie auferstehen.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Ignatius verbindet die Eucharistie ausdrücklich mit dem Fleisch Christi, das gelitten hat und vom Vater auferweckt wurde. Die Aussage steht damit unmittelbar im Zusammenhang der Menschwerdung, des Kreuzes und der Auferstehung.

    Quelle
    Brief an die Smyrnäer · Brief an die Smyrnäer 7
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Ignatius von Antiochien
  • Kirchenvaterca. 150–160

    Justin der Märtyrer

    Justin stellt die eucharistische Speise in das Licht der Menschwerdung: Wie Jesus Christus durch Gottes Wort Fleisch wurde, so ist die durch das Gebet seines Wortes gesegnete Speise sein Fleisch und Blut. Im folgenden Kapitel beschreibt er die sonntägliche Feier, in der diese Gaben ausgeteilt werden.

    Diese Speise empfangen wir nicht als gewöhnliches Brot und als gewöhnliches Getränk. In gleicher Weise, wie Jesus Christus, unser Erlöser, durch Gottes Wort Fleisch geworden ist und um unseres Heils willen Fleisch und Blut besaß, so sind wir gelehrt worden, dass die Speise, die durch das Gebet seines Wortes gesegnet wurde und durch deren Umwandlung unser Blut und unser Fleisch genährt werden, das Fleisch und das Blut jenes Jesus ist, der Fleisch geworden ist.

    Erste Apologie · Erste Apologie 66–67 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Justin der Märtyrer beschreibt in seiner Ersten Apologie die christliche Feier Mitte des 2. Jahrhunderts. Er setzt die Eucharistie in Beziehung zur Menschwerdung und schildert im anschließenden Kapitel die sonntägliche Versammlung.

    Historischer Text

    Diese Speise empfangen wir nicht als gewöhnliches Brot und als gewöhnliches Getränk. In gleicher Weise, wie Jesus Christus, unser Erlöser, durch Gottes Wort Fleisch geworden ist und um unseres Heils willen Fleisch und Blut besaß, so sind wir gelehrt worden, dass die Speise, die durch das Gebet seines Wortes gesegnet wurde und durch deren Umwandlung unser Blut und unser Fleisch genährt werden, das Fleisch und das Blut jenes Jesus ist, der Fleisch geworden ist. Denn die Apostel haben in den von ihnen verfassten Erinnerungen, die Evangelien heißen, überliefert, was ihnen aufgetragen wurde: Jesus nahm Brot, sagte Dank und sprach: „Tut dies zu meinem Gedächtnis, das ist mein Leib“; und ebenso nahm er den Kelch, sagte Dank und sprach: „Das ist mein Blut“, und er gab ihnen allein davon. […] Am Sonntag versammelt sich die Gemeinde an einem Ort. Es werden die Erinnerungen der Apostel oder die Schriften der Propheten vorgelesen, solange es die Zeit erlaubt. Hat der Vorleser aufgehört, hält der Vorsteher eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesem Guten nachzufolgen. Danach erheben sich alle gemeinsam und beten; wenn das Gebet beendet ist, werden Brot, Wein und Wasser gebracht. Der Vorsteher spricht Gebete und Danksagungen, und das Volk stimmt ein, indem es das Amen sagt. Dann werden die eucharistischen Gaben ausgeteilt, und den Abwesenden bringen die Diakone davon.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Justin verbindet die Eucharistie mit der Menschwerdung Jesu Christi, beruft sich auf die Einsetzungsworte aus den Evangelien und ordnet die Feier in eine konkrete sonntägliche Versammlung mit Lesung, Gebet und Danksagung ein.

    Quelle
    Erste Apologie · Erste Apologie 66–67
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Die Auslassungen sind sichtbar markiert. Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Justin der Märtyrer
  • Weitere historische Zeugnisse (1)
    • Kirchenlehrerca. 180

      Irenäus von Lyon

      Irenäus bezeugt, dass der eucharistische Kelch mit dem Blut Christi und das gebrochene Brot mit seinem Leib Gemeinschaft haben.

      Denn er hat den Kelch, der zu seiner Schöpfung gehört, als sein eigenes Blut anerkannt; ebenso hat er das Brot, das zu seiner Schöpfung gehört, als seinen eigenen Leib eingesetzt.

      Gegen die Häresien, Buch V · Adversus haereses V,2,2–3 · Primärtext
      Quelle im Zusammenhang lesen

      Worum es hier geht

      Irenäus wendet sich gegen die gnostische Leugnung der Auferstehung des Fleisches. Der Abschnitt ist ein Gegenargument: Aus der von den Gegnern behaupteten Unfähigkeit des Fleisches folgt nach Irenäus, dass auch die Eucharistie keine Gemeinschaft mit Christi Blut und Leib wäre. Dieser zurückgewiesenen Folgerung stellt er die tatsächliche Einsetzung von Kelch und Brot als Christi Blut und Leib gegenüber und führt den Gedanken bis zur Auferstehung des Fleisches.

      Historischer Text

      Wenn das Fleisch nicht an der Rettung teilhaben kann, dann hat der Herr uns auch nicht mit seinem Blut erlöst. Dann ist der Kelch der Eucharistie keine Gemeinschaft mit seinem Blut, und das Brot, das wir brechen, keine Gemeinschaft mit seinem Leib. Denn er hat den Kelch, der zu seiner Schöpfung gehört, als sein eigenes Blut anerkannt; ebenso hat er das Brot, das zu seiner Schöpfung gehört, als seinen eigenen Leib eingesetzt. Wenn daher der mit Wasser vermischte Kelch und das bereitete Brot das Wort Gottes empfangen und die Eucharistie aus dem Blut und dem Leib Christi entsteht, wie können sie dann behaupten, dass das Fleisch die Gabe Gottes nicht empfangen könne? Unser Fleisch, das von ihr genährt wird, wird zur bestimmten Zeit auferstehen.

      Warum diese Stelle wichtig ist

      Irenäus stellt Eucharistie, Leib und Blut Christi sowie die Auferstehung des Fleisches in einen gemeinsamen Argumentationsgang. Die geschaffenen Gaben werden durch das Wort Gottes zur Eucharistie, und gerade daraus begründet er die Hoffnung des Leibes. Die begriffliche Klärung dieser Wandlung gab später das Konzil von Trient.

      Quelle
      Gegen die Häresien, Buch V · Adversus haereses V,2,2–3
      Textfassung und Rechte
      Eigene deutsche Übertragung der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (Edition von 1885). Die lateinische Überlieferung und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
      Vollständigen historischen Text öffnen: Irenäus von Lyon
Quellen und HinweiseKKK 1322–1419, 1544–1553

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Sacrosanctum ConciliumSC 47Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Das eucharistische Opfer als Gedächtnis und Ostermahl.

  • Mysterium fideiNr. 56–57, 68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Der Eucharistie gebührt Anbetung auch außerhalb der Messe; die bleibende Gegenwart bleibt, solange die Gestalten bestehen.

  • Ecclesia de EucharistiaNr. 25Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens; die Anbetung entfaltet die Feier.

  • Sacramentum caritatisNr. 66–68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Anbetung außerhalb der Messe entfaltet und vertieft die Eucharistiefeier.

  • Codex Iuris Canonici: Eucharistische Aussetzung und SegenCIC cc. 941–943Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Aussetzung und eucharistischer Segen folgen einer kirchlich geregelten liturgischen Ordnung.

Historische Primärquellen

  • Brief an die Smyrnäer7–8Übersetzung · Primärtext / Edition

    Ignatius verbindet Eucharistie und Inkarnation sowie die legitime Feier mit dem Bischof.

Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen

  • Augsburger BekenntnisCA IV, VI, IX, X, XX, XXIVPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Offizielle lutherische Bekenntnisquelle zu Rechtfertigung, guten Werken, Taufe, Abendmahl und Messe.

  • KonkordienbuchCA IV–VI, XII, XX; Formula of Concord SD IIIPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Lutherische Primärtexte zur forensischen Rechtfertigung, zu Werken als Frucht und zum möglichen Verlust.