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„Das ist mein Leib“

Jesus identifiziert beim Letzten Abendmahl Brot und Wein mit seinem Leib und Blut und verbindet diese Gaben mit seiner Hingabe für viele.

Kernaussage

Jesus identifiziert beim Letzten Abendmahl Brot und Wein mit seinem Leib und Blut und verbindet diese Gaben mit seiner Hingabe für viele.

Schlüsselfrage

Was bedeutet es, wenn Paulus die Teilnahme an Brot und Kelch als Teilhabe am Leib und Blut Christi beschreibt?

Katholische Auslegung

Die katholische Kirche lehrt, dass Christus in der Eucharistie unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig ist. Die Wandlung geschieht durch die Worte Christi und die Anrufung des Heiligen Geistes.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Die drei synoptischen Berichte stellen das Mahl in den Zusammenhang des Pascha. Jesus nimmt Brot und Kelch, spricht den Lobpreis, reicht beides den Jüngern und deutet seine bevorstehende Hingabe mit den Worten „für euch gegeben“ und „für viele vergossen“.

„Das ist mein Leib“ und „das ist mein Blut“ sind Identifikationsaussagen. Die Worte geben dem Mahl eine Wirklichkeit, die über eine bloße Erinnerung hinausweist. Der Kelch wird mit dem Blut des Bundes und mit der Vergebung der Sünden verbunden; Lukas überliefert außerdem den Auftrag, dies zum Gedächtnis Jesu zu tun. Der Pascharahmen verbindet das Mahl mit dem Opfergeschehen Israels. Dennoch sagen die Einsetzungsberichte nicht ausdrücklich, dass ein Priester ein Opfer darbringt. Die Frage nach dem Opfercharakter entsteht aus der Verbindung dieser Worte mit dem Opfermahl, der Paschatypologie, Maleachi und dem Hebräerbrief.

Mt 26,26–29

Jesus identifiziert Brot und Kelch mit seinem für viele hingegebenen Leben.

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Mk 14,22–25

Markus überliefert die Einsetzungsworte über Brot und Kelch.

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Lk 22,14–20

Jesus setzt das Mahl mit Leib und dem für die Menschen vergossenen Blut ein.

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Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

„Das ist mein Leib“ kann als bildhafte Rede verstanden werden, wie auch andere biblische Identifikationsbilder. Der Auftrag zum Gedächtnis kann eine Erinnerungsfeier ohne reale Gegenwart meinen.

Katholische Antwort

Bildhafte Sprache ist in der Bibel möglich, doch die Einsetzungsberichte verbinden Identifikation, Essen und Trinken, Bund, Hingabe und Vergebung in einer konkreten Mahlhandlung. Die katholische Deutung liest diese Worte zusammen mit 1 Kor 10 und 1 Kor 11; sie behauptet nicht, dass ein einzelner Satz bereits die gesamte spätere dogmatische Terminologie enthält.

Was die Kirche nicht meint

Der Satz „Das ist mein Leib“ beweist für sich allein keine bestimmte Erklärung der Wandlung. Er gehört jedoch zur biblischen Grundlage der kirchlichen Lehre von der Realpräsenz.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

  1. 01Direkter Beleg

    Brot vom Himmel, Fleisch und Blut

    Jesus spricht in Joh 6,50–58 von seinem Fleisch als wahrer Speise und seinem Blut als wahrem Trank. Die Reaktion seiner Hörer macht eine realistische Lesart plausibel, ohne dass Joh 6 allein die gesamte Eucharistielehre beweist.

  2. 10Starker Gesamtbefund

    Gemeinsames und geordnetes Priestertum

    Die Schrift nennt das ganze Bundesvolk ein priesterliches Königreich; zugleich kennt der Bund besondere priesterliche Dienste. Petrus überträgt die Sprache vom königlichen Priestertum auf das christliche Volk.

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 1322–1419, 1544–1553

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