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Bibelstelle · EÜ 2016

Hebr 5–7

Der Hebräerbrief bezieht das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks ausdrücklich auf Christus, den ewigen Hohenpriester (Hebr 5,6.10; 6,20). Die Kirche sieht in Melchisedek ein Vorausbild des Priestertums Christi.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Hebr 5–7

Bibeltext

Jeder Hohepriester wird aus den Menschen genommen und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen.

Auszug aus Hebr 5,1 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. TypologieSchritt 1 von 4

    Melchisedek und das ewige Priestertum

    Der Text bindet die Melchisedek-Typologie an Christus und schafft damit den priesterlichen Rahmen für die eucharistische Deutung.

    und wurde von Gott angeredet als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks.

    Auszug aus Hebr 5,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  2. TypologieSchritt 2 von 4

    Lade, Zeichen und Christus: Die Bundeszeichen weisen auf den, den Maria trägt

    Die Stelle ordnet Aarons priesterliches Zeichen Christus als dem ewigen Hohenpriester zu.

    Vers 4: Und keiner nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.

    Auslassung im Bibeltext.

    Vers 6b: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

    Auszug aus Hebr 5,4.6b · EÜ 2016 · © KBA 2016
  3. TypologieSchritt 6 von 7

    Der eine Hohepriester und der priesterliche Dienst der Kirche

    Die Stelle trägt die priesterliche Vermittlung als Dienst vor Gott und für die Menschen.

  4. Direkter BelegSchritt 2 von 9

    Christus bleibt der ewige Hohepriester

    Die Stelle trägt Christi priesterlichen Dienst für die Menschen.

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Frühchristliches Zeugnisca. 96

    1 Clemens

    Clemens bezeugt, dass die Apostel Amtsträger einsetzten und für die Zeit nach deren Tod die Übernahme ihres Dienstes durch andere bewährte Männer anordneten.

    Unsere Apostel wussten durch unseren Herrn Jesus Christus, dass es Streit um das Amt des Bischofs [ἐπισκοπή; episkopē, etwa: e-pi-sko-pe] geben würde. Deshalb setzten sie die bereits genannten Amtsträger ein und gaben später die Anweisung, dass nach ihrem Tod andere bewährte Männer ihren Dienst übernehmen sollten.

    Erster Clemensbrief · 1 Clemens 42–44 · Primärtext
    Einordnung der Quelle

    Der Text zeigt: Die Apostel setzten Bischöfe und Diakone ein und ordneten an, dass nach deren Tod andere bewährte Männer ihren Dienst übernehmen; die Amtsnachfolge erscheint als apostolisches Prinzip.

    Die Grenze: Eine namentliche Bischofsliste, wie sie Irenäus um 180 vorlegt, kennt Clemens noch nicht.

    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Der Erste Clemensbrief reagiert als Schreiben der römischen Gemeinde an Korinth auf Streit und die Absetzung von Amtsträgern. Die Kapitel verbinden apostolische Einsetzung, kirchliche Zustimmung und Vorsorge für die Zeit nach dem Tod der ersten Amtsträger.

    Historischer Text

    Die Apostel verkündeten das Evangelium in Ländern und Städten und setzten dort nach Prüfung durch den Geist die Erstlinge ihres Dienstes als Bischöfe [ἐπισκόπους; episkopous, Grundform: episkopos, etwa: e-pi-sko-pus] und Diakone [διακόνους; diakonous, Grundform: diakonos, etwa: di-a-ko-nos] ein. […] Unsere Apostel wussten durch unseren Herrn Jesus Christus, dass es Streit um das Amt des Bischofs [ἐπισκοπή; episkopē, etwa: e-pi-sko-pe] geben würde. Deshalb setzten sie die bereits genannten Amtsträger ein und gaben später die Anweisung, dass nach ihrem Tod andere bewährte Männer ihren Dienst übernehmen sollten. Wir sind der Meinung, dass Amtsträger, die von ihnen oder später von anderen angesehenen Männern mit Zustimmung der ganzen Kirche eingesetzt wurden und die der Herde Christi untadelig, demütig und uneigennützig gedient haben, nicht ohne gerechten Grund aus dem Dienst entfernt werden dürfen.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Der Brief zeigt sehr früh, dass apostolische Einsetzung und die geordnete Weitergabe eines kirchlichen Dienstes zusammengehören. Amtsträger werden geprüft, mit kirchlicher Zustimmung eingesetzt und nicht willkürlich entfernt.

    Quelle
    Erster Clemensbrief · 1 Clemens 42–44
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1896). Kapitel 43 ist sichtbar als Auslassung markiert, weil es den dazwischenliegenden Mose-Vergleich behandelt. Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: 1 Clemens
Quellen und HinweiseKKK 1322–1419, 1544–1553 · KKK 484–511, 963–975 · KKK 1536–1600

Katechismus

  • Katechismus der Katholischen KircheKKK 1322–1419, 1544–1553Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Abschnitte zu Eucharistie, Opfer und Priestertum.

  • Katechismus der Katholischen KircheKKK 484–511, 963–975Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Maria im Christusgeheimnis und in der Kirche.

  • Katechismus der Katholischen KircheKKK 1536–1600Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Der Katechismus behandelt Weihe, Priestertum und in KKK 1579–1580 die lateinische sowie die rechtmäßige ostkirchliche Ordnung des Zölibats.

Konzilien und Lehramt

  • Sacrosanctum ConciliumSC 47Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Das eucharistische Opfer als Gedächtnis und Ostermahl.

  • Mysterium fideiNr. 56–57, 68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Der Eucharistie gebührt Anbetung auch außerhalb der Messe; die bleibende Gegenwart bleibt, solange die Gestalten bestehen.

  • Ecclesia de EucharistiaNr. 25Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens; die Anbetung entfaltet die Feier.

  • Sacramentum caritatisNr. 66–68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Anbetung außerhalb der Messe entfaltet und vertieft die Eucharistiefeier.

  • Codex Iuris Canonici: Eucharistische Aussetzung und SegenCIC cc. 941–943Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Aussetzung und eucharistischer Segen folgen einer kirchlich geregelten liturgischen Ordnung.

  • Lumen gentiumLG 52–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.

  • Lumen gentiumLG 10, 18–29Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Gemeinsames und amtliches Priestertum sowie apostolisches Amt.