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Bibelstelle · EÜ 2016

Joh 6,25–71

Jesus führt seine Brotrede bis zur Verbindung von ewigem Leben mit seinem Fleisch und Blut; viele Jünger wenden sich ab, während Petrus bei ihm bleibt. Die Kirche versteht diese Rede als Zeugnis für die Eucharistie.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Joh 6,25–71

Bibeltext

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.

Auszug aus Joh 6,54 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Woran die Auslegung am Wort hängt

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Direkter BelegSchritt 1 von 4

    Vom Glauben an das Brot des Lebens zur Gabe von Fleisch und Blut

    Die Rede von wahrer Speise und wahrem Trank stützt die reale Eucharistiedeutung; die wiederholte Verzehrssprache nach dem Einwand trägt diese Lesart mit.

    Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.

    Auszug aus Joh 6,55–56 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  2. TypologieSchritt 2 von 2

    Das wahre Brot vom Himmel

    Joh 6 trägt hier die Brot-vom-Himmel-Typologie und verbindet sie mit Jesus als Lebensgabe; die Einsetzungsworte bilden die nächste Prämisse.

  3. TypologieSchritt 2 von 4

    Lade, Zeichen und Christus: Die Bundeszeichen weisen auf den, den Maria trägt

    Die Passage ordnet das Manna typologisch Christus als Lebensbrot zu und führt damit die typologische Verbindung von Manna, Lade und Christus weiter.

    Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

    Auszug aus Joh 6,48–49 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  4. Starker GesamtbefundSchritt 3 von 3

    Dogmen bewahren den Zusammenhang des apostolischen Glaubens

    Die Rede trägt den eucharistischen Zusammenhang des apostolischen Glaubens bei.

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Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Kirchenlehrerca. 180

    Irenäus von Lyon

    Irenäus verbindet die Eucharistie aus irdischer und himmlischer Wirklichkeit mit der Hoffnung auf die Auferstehung des Leibes.

    Denn wie das Brot, das aus der Erde hervorgebracht wird, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern Eucharistie aus zwei Wirklichkeiten, einer irdischen und einer himmlischen, so sind auch unsere Leiber, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr ohne Hoffnung auf die Auferstehung zur Ewigkeit.

    Irenäus von Lyon, Adversus haereses IV · Adversus haereses IV,18,5 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Irenäus verteidigt im späten 2. Jahrhundert die Güte der Schöpfung und die Auferstehung des Leibes gegen gnostische Lehren. In diesem Gedankengang verbindet er die Eucharistie mit dem Leib Christi und der Hoffnung auf Auferstehung.

    Historischer Text

    Wie können sie dann behaupten, dass das Fleisch, das mit dem Leib des Herrn und mit seinem Blut genährt wird, der Vergänglichkeit anheimfällt und keinen Anteil am Leben hat? […] Unsere Auffassung stimmt mit der Eucharistie überein, und die Eucharistie bestätigt wiederum unsere Auffassung. Denn wie das Brot, das aus der Erde hervorgebracht wird, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern Eucharistie aus zwei Wirklichkeiten, einer irdischen und einer himmlischen, so sind auch unsere Leiber, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr ohne Hoffnung auf die Auferstehung zur Ewigkeit.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Irenäus verbindet die Eucharistie mit der geschaffenen Welt, dem Leib Christi und der Auferstehung des Fleisches. Das Brot ist nach der Anrufung Gottes nicht mehr gewöhnliches Brot, sondern Eucharistie aus irdischer und himmlischer Wirklichkeit.

    Quelle
    Irenäus von Lyon, Adversus haereses IV · Adversus haereses IV,18,5
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus der lateinischen Überlieferung; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Die lateinische Überlieferung und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Irenäus von Lyon
Quellen und HinweiseKKK 1322–1419, 1544–1553 · KKK 484–511, 963–975 · KKK 65–67, 84–95, 232–267, 464–469, 888–892

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Sacrosanctum ConciliumSC 47Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

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