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Eucharistie und MessopferStarker Gesamtbefund

Das eine Opfer Christi

Der Hebräerbrief bezeugt, dass Christus sein Erlösungsopfer ein für alle Mal vollbracht hat und dass dieses Opfer nicht durch eine neue Opferhandlung ergänzt werden darf.

Kernaussage

Der Hebräerbrief bezeugt, dass Christus sein Erlösungsopfer ein für alle Mal vollbracht hat und dass dieses Opfer nicht durch eine neue Opferhandlung ergänzt werden darf.

Schlüsselfrage

Wer handelt in dieser sakramentalen Feier, wenn Christus allein der eine Hohepriester und die Kirche zugleich sein Leib ist?

Katholische Auslegung

Der Katechismus lehrt, dass das Erlösungsopfer Christi einmalig und ein für alle Mal vollzogen ist und dennoch im eucharistischen Opfer der Kirche gegenwärtig wird. Christus wird in der Messe nicht erneut geopfert; das eine Opfer wird sakramental dargestellt und gegenwärtig gemacht.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Hebräer stellt Christus als den bleibenden Hohenpriester dar und unterscheidet sein Opfer von den wiederholten Opfern des alten Bundes. Christus tritt mit seinem eigenen Blut ein und bringt durch ein einziges Opfer die Erlösung zur Vollendung.

Hier liegt der stärkste Einwand gegen die Messe als Opfer. Wenn Christus ein einziges Opfer dargebracht hat und dieses Opfer genügt, scheint jede weitere Opferhandlung seine Vollkommenheit zu gefährden. Der Hebräerbrief selbst nennt die Eucharistie nicht ausdrücklich und sagt nicht, dass sie ein Opfermahl ist. Die katholische Antwort unterscheidet zwischen dem Opfer Christi und seiner sakramentalen Vergegenwärtigung. Das Kreuzesopfer bleibt eines; in der Eucharistie wird es über die Zeiten hinweg gegenwärtig, ohne dass Christus erneut leidet oder stirbt. Die Messe fügt dem Kreuz keine neue Genugtuung hinzu. Sie ist nach katholischer Lehre dieselbe Hingabe Christi in einer anderen Weise des Darbringens.

Hebr 7–10

Christus bringt sein Opfer ein für alle Mal dar und bleibt der ewige Hohepriester.

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Lk 22,14–20

Jesus setzt das Mahl mit Leib und dem für die Menschen vergossenen Blut ein.

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1 Kor 11,26–29

Die Feier verkündet den Tod des Herrn und verlangt, Leib und Blut ernst zu nehmen.

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Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

Eine Vergegenwärtigung als Opfer klingt wie eine Wiederholung unter anderem Namen. Wenn die Messe wirklich Opfer ist, scheint sie Hebräer 10 zu widersprechen.

Katholische Antwort

Die katholische Lehre behauptet keine neue Kreuzigung und keinen zweiten Opferakt Christi. „Einmalig“ bezeichnet die Zahl und Vollkommenheit des Kreuzesopfers; „sakramental gegenwärtig“ bezeichnet die Weise, in der die Kirche an diesem einen Opfer teilnimmt. Diese Unterscheidung stammt aus der kirchlichen Synthese von Hebräer, Einsetzungsworten und Opfermahl.

Was die Kirche nicht meint

Der Hebräerbrief lehrt nicht ausdrücklich die Messe als Opfer. Er setzt die Grenze, innerhalb derer eine katholische Messopferlehre formuliert werden muss: Das Kreuz bleibt ein einziges, vollendetes Opfer.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

  1. 01Direkter Beleg

    Brot vom Himmel, Fleisch und Blut

    Jesus spricht in Joh 6,50–58 von seinem Fleisch als wahrer Speise und seinem Blut als wahrem Trank. Die Reaktion seiner Hörer macht eine realistische Lesart plausibel, ohne dass Joh 6 allein die gesamte Eucharistielehre beweist.

  2. 10Starker Gesamtbefund

    Gemeinsames und geordnetes Priestertum

    Die Schrift nennt das ganze Bundesvolk ein priesterliches Königreich; zugleich kennt der Bund besondere priesterliche Dienste. Petrus überträgt die Sprache vom königlichen Priestertum auf das christliche Volk.

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 1322–1419, 1544–1553

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Bild

  • BildhinweisKI-generierte Illustration

    Redaktionell gestaltete Illustration, keine historische Fotografie oder Rekonstruktion.