Bibelstelle · EÜ 2016
Mal 1,10–11
Maleachi kritisiert verunreinigte Opfer und kündigt an, dass vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang an jedem Ort unter den Völkern dem Namen Gottes eine reine Opfergabe dargebracht wird. Die Kirche sieht diese Ankündigung in der weltweit gefeierten Eucharistie erfüllt und nennt die Messe das reine Opfer (KKK 1330; 1350).
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Mal 1,10–11
Bibeltext
Ja, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang steht mein Name groß da bei den Völkern und an jedem Ort wird meinem Namen ein Rauchopfer dargebracht und eine reine Opfergabe; ja, mein Name steht groß da bei den Völkern, spricht der HERR der Heerscharen.
Auszug aus Mal 1,11 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Das reine Opfer unter den Völkern
Die universale Verheißung eines reinen Opfers stützt die kirchliche Deutung der Eucharistie als Gegenwart des einen Kreuzesopfers; Einsetzungsworte und apostolische Feier bilden die nächste Prämisse.
Priester aus den Völkern
Der Vers trägt die universale Opfergabe als Baustein in der Verbindung von Völkern, Priestern und Eucharistie.
Verkündigung, Opfermahl und Altar
Die Didache bezieht das Prophetenwort auf die sonntägliche Eucharistie, und das Konzil von Trient liest es als Weissagung der Messe; von diesem reinen Opfer her benennt die Kirche den Dienst ihrer Amtsträger als priesterlich.
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Quellen und HinweiseKKK 1322–1419, 1544–1553 · KKK 1536–1600
Katechismus
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Abschnitte zu Eucharistie, Opfer und Priestertum.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1536–1600Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Der Katechismus behandelt Weihe, Priestertum und in KKK 1579–1580 die lateinische sowie die rechtmäßige ostkirchliche Ordnung des Zölibats.
Konzilien und Lehramt
- Sacrosanctum ConciliumSC 47Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Das eucharistische Opfer als Gedächtnis und Ostermahl.
- Mysterium fideiNr. 56–57, 68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Der Eucharistie gebührt Anbetung auch außerhalb der Messe; die bleibende Gegenwart bleibt, solange die Gestalten bestehen.
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- Lumen gentiumLG 8, 10–11, 14–15, 18–29, 49–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Lehramtliche Grundlage zu sichtbarer und geistlicher Kirche, voller und unvollkommener Gemeinschaft, Amt, Heiligen und Maria.
Historische Primärquellen
- Didache4; 7; 8; 14Übersetzung · Primärtext / Edition
Frühchristliche Tauf-, Gebets- und Bußpraxis.
- Erster Clemensbrief31–34; 42–44Übersetzung · Primärtext / Edition
Frühchristliches Zeugnis für Rechtfertigung aus Glauben mit guter Frucht und für Amtsnachfolge in der Kirche von Rom und Korinth.
- Konzil von Trient, Sitzung XXII: Lehre und Kanones über das MessopferSessio XXII, 17. September 1562, Kapitel 1–2 und Kanones 1–9 (u. a. DH 1740–1743, 1751–1759)Transkription bei Hanover Historical Texts Collection
Englische Übersetzung von J. Waterworth (1848) zur tridentinischen Klärung des einen Kreuzesopfers und seiner sakramentalen Gegenwart in der Messe.