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Bibelstelle · EÜ 2016

1 Kor 11,26–29

Paulus erinnert die Gemeinde in Korinth an die Feier des Herrenmahls: Sooft sie von diesem Brot isst und aus dem Kelch trinkt, verkündet sie den Tod des Herrn, bis er kommt; wer unwürdig isst und trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn, und wer isst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden, zieht sich das Gericht zu. Die Kirche lehrt, dass Christi Leib und Blut im Sakrament wirklich gegenwärtig sind und ein unwürdiger Empfang den Menschen schuldig macht.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus 1 Kor 11,26–29

Bibeltext

Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.

Auszug aus 1 Kor 11,27 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 4 von 4

    Den Leib unterscheiden heißt Christus und seine Gemeinde ernst nehmen

    Die Warnung vor Schuld am Leib und Blut stützt die reale Gegenwart Christi in der Eucharistie; die soziale Dimension der Spaltungen in Korinth bleibt dabei im Blick.

  2. Starker GesamtbefundSchritt 2 von 4

    Das reine Opfer unter den Völkern

    Der Text trägt die Verkündigungs- und Opferdimension der Eucharistie im Zusammenhang mit der universalen Verheißung eines reinen Opfers.

    Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

    Auszug aus 1 Kor 11,26 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  3. Starker Gesamtbefund

    Das eine Opfer Christi, ein für alle Mal

    Der Text trägt die Verkündigungsdimension der Feier des einen Opfers.

    Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

    Auszug aus 1 Kor 11,26 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  4. Starker GesamtbefundSchritt 3 von 3

    Dogmen bewahren den Zusammenhang des apostolischen Glaubens

    Der Text trägt die Verbindung von Eucharistie, apostolischer Überlieferung und dem Paschamysterium Christi bei.

  5. Direkter BelegSchritt 3 von 7

    Eucharistie als Opfermahl und Gegenwart Christi

    Die Stelle trägt die sakramentale Ernsthaftigkeit und die Beziehung der Eucharistie zum einen Opfer Christi.

  6. Starker GesamtbefundSchritt 5 von 6

    Einheit und sakramentales Leben bilden eine kirchliche Wirklichkeit

    Die Stelle verbindet eucharistische Feier, Verkündigung und würdige Gemeinschaft.

  7. Starker GesamtbefundSchritt 4 von 5

    Der Neue Bund und das eine Opfer

    Der Text verbindet die Feier des Herrenmahls mit der Verkündigung des einen Opfers im Neuen Bund.

    Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

    Auszug aus 1 Kor 11,26 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  8. Starker GesamtbefundSchritt 4 von 5

    Wortgottesdienst und Eucharistie bilden einen Kultakt

    Stützt die eucharistische Feier als sakramentalen Kultakt, der die Verkündigung des Wortes und das Gedächtnis des Heilshandelns Christi auf die gemeinsame Feier hinordnet.

  9. Starker GesamtbefundSchritt 9 von 9

    Das eine Opfer und der Dienst der Eucharistie

    Die Stelle trägt die sakramentale Ernsthaftigkeit und die Beziehung der Eucharistie zum einen Opfer Christi.

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Kirchenvaterca. 107–110

    Ignatius von Antiochien

    Ignatius berichtet, dass sich manche von der Eucharistie und vom Gebet fernhalten, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat.

    Sie enthalten sich der Eucharistie und des Gebets, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat.

    Brief an die Smyrnäer · Brief an die Smyrnäer 7 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Ignatius von Antiochien schreibt der Gemeinde von Smyrna im Zusammenhang mit einem Streit über die wirkliche Menschheit und das Leiden Christi. Er wendet sich gegen Menschen, die sich deshalb von Eucharistie und Gebet fernhalten.

    Historischer Text

    Sie enthalten sich der Eucharistie und des Gebets, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat. Wer daher gegen diese Gabe Gottes spricht, zieht sich mitten in seinen Auseinandersetzungen den Tod zu. Besser wäre es für sie, Liebe zu üben, damit auch sie auferstehen.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Ignatius verbindet die Eucharistie ausdrücklich mit dem Fleisch Christi, das gelitten hat und vom Vater auferweckt wurde. Die Aussage steht damit unmittelbar im Zusammenhang der Menschwerdung, des Kreuzes und der Auferstehung.

    Quelle
    Brief an die Smyrnäer · Brief an die Smyrnäer 7
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Ignatius von Antiochien
  • Kirchenvaterca. 150–160

    Justin der Märtyrer

    Justin stellt die eucharistische Speise in das Licht der Menschwerdung: Wie Jesus Christus durch Gottes Wort Fleisch wurde, so ist die durch das Gebet seines Wortes gesegnete Speise sein Fleisch und Blut. Im folgenden Kapitel beschreibt er die sonntägliche Feier, in der diese Gaben ausgeteilt werden.

    Diese Speise empfangen wir nicht als gewöhnliches Brot und als gewöhnliches Getränk. In gleicher Weise, wie Jesus Christus, unser Erlöser, durch Gottes Wort Fleisch geworden ist und um unseres Heils willen Fleisch und Blut besaß, so sind wir gelehrt worden, dass die Speise, die durch das Gebet seines Wortes gesegnet wurde und durch deren Umwandlung unser Blut und unser Fleisch genährt werden, das Fleisch und das Blut jenes Jesus ist, der Fleisch geworden ist.

    Erste Apologie · Erste Apologie 66–67 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Justin der Märtyrer beschreibt in seiner Ersten Apologie die christliche Feier Mitte des 2. Jahrhunderts. Er setzt die Eucharistie in Beziehung zur Menschwerdung und schildert im anschließenden Kapitel die sonntägliche Versammlung.

    Historischer Text

    Diese Speise empfangen wir nicht als gewöhnliches Brot und als gewöhnliches Getränk. In gleicher Weise, wie Jesus Christus, unser Erlöser, durch Gottes Wort Fleisch geworden ist und um unseres Heils willen Fleisch und Blut besaß, so sind wir gelehrt worden, dass die Speise, die durch das Gebet seines Wortes gesegnet wurde und durch deren Umwandlung unser Blut und unser Fleisch genährt werden, das Fleisch und das Blut jenes Jesus ist, der Fleisch geworden ist. Denn die Apostel haben in den von ihnen verfassten Erinnerungen, die Evangelien heißen, überliefert, was ihnen aufgetragen wurde: Jesus nahm Brot, sagte Dank und sprach: „Tut dies zu meinem Gedächtnis, das ist mein Leib“; und ebenso nahm er den Kelch, sagte Dank und sprach: „Das ist mein Blut“, und er gab ihnen allein davon. […] Am Sonntag versammelt sich die Gemeinde an einem Ort. Es werden die Erinnerungen der Apostel oder die Schriften der Propheten vorgelesen, solange es die Zeit erlaubt. Hat der Vorleser aufgehört, hält der Vorsteher eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesem Guten nachzufolgen. Danach erheben sich alle gemeinsam und beten; wenn das Gebet beendet ist, werden Brot, Wein und Wasser gebracht. Der Vorsteher spricht Gebete und Danksagungen, und das Volk stimmt ein, indem es das Amen sagt. Dann werden die eucharistischen Gaben ausgeteilt, und den Abwesenden bringen die Diakone davon.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Justin verbindet die Eucharistie mit der Menschwerdung Jesu Christi, beruft sich auf die Einsetzungsworte aus den Evangelien und ordnet die Feier in eine konkrete sonntägliche Versammlung mit Lesung, Gebet und Danksagung ein.

    Quelle
    Erste Apologie · Erste Apologie 66–67
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Die Auslassungen sind sichtbar markiert. Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Justin der Märtyrer
  • Weitere historische Zeugnisse (3)
    • Kirchenlehrerca. 180

      Irenäus von Lyon

      Irenäus verbindet die Eucharistie aus irdischer und himmlischer Wirklichkeit mit der Hoffnung auf die Auferstehung des Leibes.

      Denn wie das Brot, das aus der Erde hervorgebracht wird, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern Eucharistie aus zwei Wirklichkeiten, einer irdischen und einer himmlischen, so sind auch unsere Leiber, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr ohne Hoffnung auf die Auferstehung zur Ewigkeit.

      Irenäus von Lyon, Adversus haereses IV · Adversus haereses IV,18,5 · Primärtext
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      Worum es hier geht

      Irenäus verteidigt im späten 2. Jahrhundert die Güte der Schöpfung und die Auferstehung des Leibes gegen gnostische Lehren. In diesem Gedankengang verbindet er die Eucharistie mit dem Leib Christi und der Hoffnung auf Auferstehung.

      Historischer Text

      Wie können sie dann behaupten, dass das Fleisch, das mit dem Leib des Herrn und mit seinem Blut genährt wird, der Vergänglichkeit anheimfällt und keinen Anteil am Leben hat? […] Unsere Auffassung stimmt mit der Eucharistie überein, und die Eucharistie bestätigt wiederum unsere Auffassung. Denn wie das Brot, das aus der Erde hervorgebracht wird, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern Eucharistie aus zwei Wirklichkeiten, einer irdischen und einer himmlischen, so sind auch unsere Leiber, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr ohne Hoffnung auf die Auferstehung zur Ewigkeit.

      Warum diese Stelle wichtig ist

      Irenäus verbindet die Eucharistie mit der geschaffenen Welt, dem Leib Christi und der Auferstehung des Fleisches. Das Brot ist nach der Anrufung Gottes nicht mehr gewöhnliches Brot, sondern Eucharistie aus irdischer und himmlischer Wirklichkeit.

      Quelle
      Irenäus von Lyon, Adversus haereses IV · Adversus haereses IV,18,5
      Textfassung und Rechte
      Eigene Übersetzung aus der lateinischen Überlieferung; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Die lateinische Überlieferung und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
      Vollständigen historischen Text öffnen: Irenäus von Lyon
    • Kirchenlehrerca. 180

      Irenäus von Lyon

      Irenäus bezeugt, dass der eucharistische Kelch mit dem Blut Christi und das gebrochene Brot mit seinem Leib Gemeinschaft haben.

      Denn er hat den Kelch, der zu seiner Schöpfung gehört, als sein eigenes Blut anerkannt; ebenso hat er das Brot, das zu seiner Schöpfung gehört, als seinen eigenen Leib eingesetzt.

      Gegen die Häresien, Buch V · Adversus haereses V,2,2–3 · Primärtext
      Quelle im Zusammenhang lesen

      Worum es hier geht

      Irenäus wendet sich gegen die gnostische Leugnung der Auferstehung des Fleisches. Der Abschnitt ist ein Gegenargument: Aus der von den Gegnern behaupteten Unfähigkeit des Fleisches folgt nach Irenäus, dass auch die Eucharistie keine Gemeinschaft mit Christi Blut und Leib wäre. Dieser zurückgewiesenen Folgerung stellt er die tatsächliche Einsetzung von Kelch und Brot als Christi Blut und Leib gegenüber und führt den Gedanken bis zur Auferstehung des Fleisches.

      Historischer Text

      Wenn das Fleisch nicht an der Rettung teilhaben kann, dann hat der Herr uns auch nicht mit seinem Blut erlöst. Dann ist der Kelch der Eucharistie keine Gemeinschaft mit seinem Blut, und das Brot, das wir brechen, keine Gemeinschaft mit seinem Leib. Denn er hat den Kelch, der zu seiner Schöpfung gehört, als sein eigenes Blut anerkannt; ebenso hat er das Brot, das zu seiner Schöpfung gehört, als seinen eigenen Leib eingesetzt. Wenn daher der mit Wasser vermischte Kelch und das bereitete Brot das Wort Gottes empfangen und die Eucharistie aus dem Blut und dem Leib Christi entsteht, wie können sie dann behaupten, dass das Fleisch die Gabe Gottes nicht empfangen könne? Unser Fleisch, das von ihr genährt wird, wird zur bestimmten Zeit auferstehen.

      Warum diese Stelle wichtig ist

      Irenäus stellt Eucharistie, Leib und Blut Christi sowie die Auferstehung des Fleisches in einen gemeinsamen Argumentationsgang. Die geschaffenen Gaben werden durch das Wort Gottes zur Eucharistie, und gerade daraus begründet er die Hoffnung des Leibes. Die begriffliche Klärung dieser Wandlung gab später das Konzil von Trient.

      Quelle
      Gegen die Häresien, Buch V · Adversus haereses V,2,2–3
      Textfassung und Rechte
      Eigene deutsche Übertragung der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (Edition von 1885). Die lateinische Überlieferung und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
      Vollständigen historischen Text öffnen: Irenäus von Lyon
    • Kirchenlehrer4. Jahrhundert

      Cyrill von Jerusalem

      Die Jerusalemer Katechese lehrt die Neugetauften, dass Brot und Wein nach dem Wort des Herrn „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ Leib und Blut Christi sind: Was als Brot erscheint und wie Brot schmeckt, ist nicht Brot, sondern der Leib Christi, und was als Wein erscheint, ist das Blut Christi.

      Betrachte also Brot und Wein nicht als bloße Elemente, denn sie sind nach der Erklärung des Herrn Leib und Blut Christi

      Cyrill von Jerusalem: Mystagogische Katechese IV · Mystagogische Katechese IV,1.6.9 · Primärtext
      Einordnung der Quelle

      Der Text zeigt: Die Katechese bezeugt im 4. Jahrhundert, dass Brot und Wein nach dem Wort des Herrn Leib und Blut Christi sind, und unterscheidet das, was erscheint und schmeckt, von dem, was die Gaben sind.

      Die Grenze: Die Katechese spricht mit den Worten des Herrn und unterscheidet Erscheinung und Wirklichkeit; die Begriffe der Substanz und der Transsubstantiation, mit denen das Konzil von Trient denselben Glauben bestimmt, gehören einer späteren Sprache an (KKK 1376).

      Quelle im Zusammenhang lesen

      Worum es hier geht

      Die Mystagogischen Katechesen erklären den Neugetauften in Jerusalem die Sakramente, die sie empfangen haben; die vierte gilt dem Leib und Blut Christi und beginnt mit der Lesung aus 1 Kor 11,23. Sie stammen aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts und stehen unter dem Namen Cyrills von Jerusalem; einige Handschriften schreiben sie seinem Nachfolger Johannes von Jerusalem zu.

      Historischer Text

      Da er nun selbst über das Brot erklärt und gesagt hat: Das ist mein Leib, wer wird es dann noch wagen zu zweifeln? Und da er selbst bekräftigt und gesagt hat: Das ist mein Blut, wer wird je zögern und sagen, es sei nicht sein Blut? […] Betrachte also Brot und Wein nicht als bloße Elemente, denn sie sind nach der Erklärung des Herrn Leib und Blut Christi; denn auch wenn die Sinne dir dies nahelegen, soll dich der Glaube festigen. […] Du hast gelernt und bist fest davon überzeugt, dass das scheinbare Brot nicht Brot ist, auch wenn es dem Geschmack so vorkommt, sondern der Leib Christi, und dass der scheinbare Wein nicht Wein ist, auch wenn der Geschmack es so will, sondern das Blut Christi.

      Warum diese Stelle wichtig ist

      Die Katechese verbindet die Einsetzungsworte des Herrn mit der Unterscheidung von Erscheinung und Wirklichkeit und lehrt damit vor jeder scholastischen Begrifflichkeit, dass die Gaben Leib und Blut Christi sind.

      Quelle
      Cyrill von Jerusalem: Mystagogische Katechese IV · Mystagogische Katechese IV,1.6.9
      Textfassung und Rechte
      Eigene deutsche Übertragung der englischen Übersetzung von Edwin Hamilton Gifford (Nicene and Post-Nicene Fathers, Edition von 1894, dort als 22. Katechese gezählt), Abschnitte 1, 6 und 9; verglichen mit der deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter. Die Auslassungen sind sichtbar markiert. Die englische Übersetzung von 1894 ist gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
      Vollständigen historischen Text öffnen: Cyrill von Jerusalem
Quellen und HinweiseKKK 1322–1419, 1544–1553 · KKK 65–67, 84–95, 232–267, 464–469, 888–892 · KKK 1113–1211

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Sacrosanctum ConciliumSC 47Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Das eucharistische Opfer als Gedächtnis und Ostermahl.

  • Mysterium fideiNr. 56–57, 68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Der Eucharistie gebührt Anbetung auch außerhalb der Messe; die bleibende Gegenwart bleibt, solange die Gestalten bestehen.

  • Ecclesia de EucharistiaNr. 25Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens; die Anbetung entfaltet die Feier.

  • Sacramentum caritatisNr. 66–68Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Anbetung außerhalb der Messe entfaltet und vertieft die Eucharistiefeier.

  • Codex Iuris Canonici: Eucharistische Aussetzung und SegenCIC cc. 941–943Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Aussetzung und eucharistischer Segen folgen einer kirchlich geregelten liturgischen Ordnung.

  • Dei VerbumDV 4, 7–10Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Offenbarung, apostolische Überlieferung und Lehramt.

  • Lehrmäßiger Kommentar zur Professio fideiNr. 5–11Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Unterscheidung der lehramtlichen Verbindlichkeitsstufen.

  • Sacrosanctum ConciliumSC 59–78Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Sakramente und Sakramentalien.

  • Lumen gentiumLG 18–29Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Apostolisches Amt und Bischöfe.

  • Sacrosanctum ConciliumSC 7, 24, 35, 51, 56Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Christus ist im Wort gegenwärtig; die Heilige Schrift prägt die Liturgie; Wort und Eucharistie bilden einen Kultakt.

  • Dei VerbumDV 7–10Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Gemeinsamer Ursprung und Überlieferung der Offenbarung.

Historische Primärquellen

  • Brief an die Smyrnäer7–8Übersetzung · Primärtext / Edition

    Ignatius verbindet Eucharistie und Inkarnation sowie die legitime Feier mit dem Bischof.

  • Erste Apologie61, 65–67Übersetzung · Primärtext / Edition

    Justin beschreibt Taufe, sonntägliche Eucharistiefeier und den Realitätsanspruch der Gaben.

  • Erste Apologie1 Apol. 67Übersetzung · Primärtext / Edition

    Frühes Zeugnis für Lesung, Predigt, gemeinsames Gebet und Eucharistie in der sonntäglichen Versammlung.

Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen