SCRIPTURA PLENA

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Bibelstelle · EÜ 2016

Tit 1,5–9

Titus soll in den Gemeinden Älteste einsetzen, die untadelig sind und als Mann einer einzigen Frau ihre Familie gut führen. Die Stelle nennt damit verheiratete Amtsträger im Dienst der frühen Gemeinden.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Tit 1,5–9

Bibeltext

Mann einer einzigen Frau.

Auszug aus Tit 1,6 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Wer hier spricht und in welcher Lage

Paulus schreibt an Titus, den er auf Kreta zurückgelassen hat, damit er zu Ende führt, was noch zu tun ist, und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt (Tit 1,4–5). Daran schließt er die Bedingungen für diese Männer an: Sie sollen unbescholten sein, Mann einer einzigen Frau, mit gläubigen Kindern, und sich an das zuverlässige Wort halten, damit sie in der gesunden Lehre unterweisen und die Widersprechenden überführen können (1,6–9). Gleich danach warnt der Brief vor Ungehorsamen und Schwätzern, besonders denen aus der Beschneidung (1,10–16).

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 5 von 7

    Bischöfe, Priester und Diakone führen den Dienst der Apostel fort

    Der Einwand schließt aus der wechselnden Bezeichnung auf gleichrangige Amtsträger ohne eigenes Bischofsamt; die Kirche achtet auf die Vollmacht, die der Text Titus gibt: Er setzt im Auftrag des Apostels Älteste ein, und diese Vollmacht lebt im Bischofsamt fort.

    Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du … in den einzelnen Städten Älteste einsetzt … Denn der Bischof muss unbescholten sein als Haushalter Gottes.

    Auszug aus Tit 1,5.7 · EÜ 2016 · © KBA 2016

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Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Kirchenlehrerca. 180

    Irenäus von Lyon

    Irenäus führt die Bischöfe an, die von den Aposteln in den Kirchen eingesetzt wurden, und ihre Nachfolger bis in seine Zeit; für Rom nennt er die Reihe bis Eleutherius als den Weg, auf dem die apostolische Überlieferung auf uns gekommen ist.

    In dieser Ordnung und Reihenfolge ist die kirchliche apostolische Überlieferung auf uns gekommen

    Gegen die Häresien, Buch III · Adversus haereses III,3,1.3 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Irenäus widerlegt um 180 gnostische Lehrer, die sich auf eine geheime Überlieferung berufen. Er antwortet mit der öffentlichen Überlieferung der Kirchen und mit der Folge ihrer Bischöfe.

    Historischer Text

    Die von den Aposteln in der ganzen Welt verkündete Tradition kann in jeder Kirche jeder finden, der die Wahrheit sehen will, und wir können die von den Aposteln eingesetzten Bischöfe der einzelnen Kirchen aufzählen und ihre Nachfolger bis auf unsere Tage. […] Nachdem dann auf Anicetus Soter gefolgt war, hat jetzt als zwölfter von den Aposteln Eleutherius den Episkopat inne. In dieser Ordnung und Reihenfolge ist die kirchliche apostolische Überlieferung auf uns gekommen, und vollkommen schlüssig ist der Beweis, daß es derselbe Leben spendende Glaube sei, den die Kirche von den Aposteln empfangen, bis jetzt bewahrt und in Wahrheit uns überliefert hat.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Irenäus macht die Bischofsfolge zum öffentlichen Prüfstein der apostolischen Lehre: Die Bischöfe sind von den Aposteln eingesetzt, und ihre Nachfolger lassen sich mit Namen nennen.

    Quelle
    Gegen die Häresien, Buch III · Adversus haereses III,3,1.3
    Textfassung und Rechte
    Übersetzung von Ernst Klebba in der Bibliothek der Kirchenväter (1. Reihe, Band 3, 1912), Adv. haer. III,3,1 und III,3,3; die Auslassung ist sichtbar markiert, die Seitenzahl der Druckausgabe ist entfernt. Kurzer zitierter Auszug aus der Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter; Copyright und Quelle werden durch den direkten Link kenntlich gemacht.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Irenäus von Lyon
  • Kirchenvaterca. 200

    Tertullian

    Tertullian fordert die Häretiker auf, die Ursprünge ihrer Kirchen und die Reihenfolge ihrer Bischöfe vorzulegen, und nennt die Kirche von Smyrna, deren Polykarp Johannes eingesetzt hat, und die römische, deren Clemens Petrus ordiniert hat.

    Gebt also die Ursprünge eurer Kirchen an, entrollt eine Reihenfolge eurer Bischöfe, die sich von Anfang an durch Abfolge so fortsetzt, daß der erste Bischof einen aus den Aposteln oder den apostolischen Männern, jedoch einen solchen, der bei den Aposteln ausharrte, zum Gewährsmann und Vorgänger hat.

    Tertullian: Die Prozesseinreden gegen die Häretiker, Kapitel 32 · De praescriptione haereticorum 32 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Tertullian bestreitet um 200 den Häretikern das Recht, sich auf die Schrift zu berufen, und verweist auf die apostolischen Kirchen und ihre Bischofsreihen.

    Historischer Text

    Gebt also die Ursprünge eurer Kirchen an, entrollt eine Reihenfolge eurer Bischöfe, die sich von Anfang an durch Abfolge so fortsetzt, daß der erste Bischof einen aus den Aposteln oder den apostolischen Männern, jedoch einen solchen, der bei den Aposteln ausharrte, zum Gewährsmann und Vorgänger hat. Denn das ist die Weise, wie die apostolischen Kirchen ihren Ursprung nachweisen; wie z. B. die Kirche von Smyrna berichtet, daß ihr Polykarp von Johannes aufgestellt, die römische ebenso, daß ihr Clemens von Petrus ordiniert worden sei.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Tertullian setzt voraus, dass die apostolischen Kirchen ihre Bischofsreihen bis zu einem Apostel oder apostolischen Mann vorlegen können, und nennt Smyrna und Rom als Beispiele.

    Quelle
    Tertullian: Die Prozesseinreden gegen die Häretiker, Kapitel 32 · De praescriptione haereticorum 32
    Textfassung und Rechte
    Übersetzung von K. A. Heinrich Kellner aus dem Lateinischen in der Bibliothek der Kirchenväter (1. Reihe, Band 24, 1915), Kap. 32. Die Übersetzung von 1915 und der lateinische Text sind gemeinfrei; der Link führt zu dieser Übersetzung in der Bibliothek der Kirchenväter.
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  • Gegen die Häresien, Buch IIIIII,3,1–3Übersetzung · Primärtext / Edition

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  • Tertullian: Die Prozesseinreden gegen die Häretiker, Kapitel 32Kap. 32Übersetzung · Primärtext / Edition

    Tertullian verlangt um 200 von den Häretikern die Ursprünge ihrer Kirchen und die Reihenfolge ihrer Bischöfe; deutsche Übersetzung von K. A. Heinrich Kellner (BKV, 1915).

  • Erster Clemensbrief31–34; 42–44Übersetzung · Primärtext / Edition

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