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Eucharistie · Bund und Opfer

Der erste Bund wurde mit Blut eingeweiht

Der Hebräerbrief erinnert an die Einweihung des ersten Bundes durch Blut und an die Besprengung des Volkes. Von dieser Erinnerung her wird sichtbar, wie das Blut Christi und die Eucharistie in das Bundesgeschehen Gottes gehören.

3 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Brot und Kelch liegen auf einem breiten Altartisch; Lamm, Priester und eine leuchtende Tür verbinden Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
EucharistieKI-generierte Illustration
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Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Der erste Bund Bibel und Textverständnis

Der erste Bund wurde mit Blut eingeweiht

Der Hebräerbrief begründet die Einweihung des ersten Bundes mit dem Wort vom Blut des Bundes.

Das ist das Blut des Bundes, den Gott geboten hat für euch.

Auszug aus Hebr 9,20 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Der Hebräerbrief erinnert ausdrücklich daran, dass auch der erste Bund mit Blut eingeweiht wurde.

Hebr 9,18–22: Zusammenhang und Übersetzung

Der Blick richtet sich dabei auf das Volk, das mit Blut besprengt wird. Bundesschluss, Blut und Reinigung bilden dort ein zusammenhängendes Geschehen.

Die Einweihung des ersten Bundes geht dem Neuen Bund voraus und öffnet den Blick für das, was in Christus erfüllt wird. Der Hebräerbrief gewinnt aus ihr den Zusammenhang, in dem er vom Blut Christi spricht.

Der Bundesrahmen Glaube und Überlieferung

Warum das Blut des ersten Bundes auf Christus hinweist

Der Bundesrahmen, den der Hebräerbrief zeichnet, bestimmt mit, wie das Blut Christi verstanden wird.

Der Hebräerbrief führt diesen Rahmen als Beleg weiter: Die Abbilder des himmlischen Heiligtums werden durch die genannten Opfer gereinigt, die himmlischen Dinge selbst durch bessere Opfer (Hebräer 9,23–24). Das Blut Christi und die Eucharistie gehören in die Erfüllung dieses Bundesgeschehens. Die Kirche versteht Christi Blut als Erfüllung des Bundes: Der Hebräerbrief hält die Einmaligkeit des einen Opfers fest; die einmalige Selbstdarbringung Christi ist die Mitte des Neuen Bundes.

In der Eucharistie werden die Selbstdarbringung Christi und der von ihm gestiftete Bund sakramental in den Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig. Die Einweihung des ersten Bundes ist damit der Rahmen, in dem das Kelchwort Christi und die Feier der Kirche ihren Ort haben.

Quellen zu dieser Frage 1

Die Rückfrage Glaube und Überlieferung

Beweist der alte Bund etwas über die Eucharistie?

Der Rückblick auf den alten Bund, so lautet der Einwand, beweise nichts über die Eucharistie.

Der Hebräerbrief liefert mit der Einweihung des ersten Bundes den Bundesrahmen für das Kelchwort Jesu. Zusammen mit den Einsetzungsworten und der Feier der Apostel entfaltet sich die Lehre von der Eucharistie als dem Opfer der Kirche aus diesem Rahmen. Damit gibt diese Stelle der Kirche den Sprachgebrauch vor, in dem sie vom Blut des Bundes spricht. Aus diesem Rahmen erwächst die Frage, wie das Opfer des Neuen Bundes zu dem einen Opfer Christi steht, und der Hebräerbrief beantwortet sie, indem er das eine Opfer in die Mitte stellt.

Quellen zu dieser Frage 1
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