SCRIPTURA PLENA

Scriptura Plena

FaithOSUnterstützenImpressumDatenschutz

Bibelstelle · EÜ 2016

Apg 8,14–17

Die bereits Getauften in Samarien empfangen den Heiligen Geist, als die Apostel für sie beten und ihnen die Hände auflegen. Die Kirche erkennt darin die biblische Grundlage der Firmung als Vollendung und Stärkung der Taufgnade.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Apg 8,14–17

Bibeltext

Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.

Auszug aus Apg 8,14–17 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 2 von 7

    Firmung und apostolische Handauflegung

    Die Stelle trägt die Unterscheidung zwischen Taufe und nachfolgender apostolischer Handauflegung.

  2. Starker GesamtbefundSchritt 1 von 3

    Getaufte empfangen den Geist durch Handauflegung

    Der Bericht zeigt die Taufe und die anschließende Gabe des Geistes als zwei Wirklichkeiten, die das Handeln der Apostel verbindet.

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Kirchenvaterum 200

    Tertullian

    Tertullian beschreibt um 200 in Karthago, dass auf das Taufbad die Salbung folgt und danach die Handauflegung, mit der durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen wird.

    Darnach folgt die Handauflegung, womit durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen und eingeladen wird.

    Über die Taufe · De baptismo 7–8 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Tertullian erklärt in seiner Schrift über die Taufe, was in Karthago nach dem Taufbad geschieht: Kapitel 7 behandelt die Salbung, Kapitel 8 die Handauflegung.

    Historischer Text

    Aus dem Taufbade herausgestiegen, werden wir gesalbt mit der gebenedeiten Salbung, welche aus der früheren Lehre herrührt, wonach man mit Öl aus dem Horn zum Priestertum gesalbt zu werden pflegte. […]

    Darnach folgt die Handauflegung, womit durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen und eingeladen wird.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Tertullian bezeugt die Abfolge von Taufbad, Salbung und Handauflegung mit Geistgebet als selbstverständlichen Ablauf der Eingliederung um 200.

    Quelle
    Über die Taufe · De baptismo 7–8
    Textfassung und Rechte
    Übersetzung von K. A. Heinrich Kellner in der Bibliothek der Kirchenväter (1. Reihe, Band 7, 1912), Kap. 7–8; die Auslassung ist sichtbar markiert. Die Übersetzung von 1912 und der lateinische Text sind gemeinfrei; der Link führt zu dieser Übersetzung in der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Tertullian
  • Kirchenvaterum 256

    Cyprian von Karthago

    Cyprian liest um 256 die Handauflegung in Samarien als Ursprung der Praxis seiner Kirche: Was Petrus und Johannes an den Getauften taten, geschieht auch jetzt, wenn die in der Kirche Getauften vor die Vorsteher gebracht werden und durch Gebet und Handauflegung den Heiligen Geist empfangen.

    Das geschieht auch jetzt bei uns: Die in der Kirche Getauften werden zu den Vorstehern der Kirche gebracht, und durch unser Gebet und die Auflegung der Hand empfangen sie den Heiligen Geist und werden mit dem Siegel des Herrn vollendet.

    Cyprian von Karthago: Brief 73 an Jubaianus · Brief 73,9 (in englischen Ausgaben Brief 72) · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Cyprian antwortet um 256 dem Bischof Jubaianus im Streit um die Taufe von Häretikern. Gegen den Einwand, die Getauften in Samarien hätten nur die Handauflegung empfangen, unterscheidet er ihre gültige Taufe von dem, was die Apostel hinzufügten.

    Historischer Text

    Die in Samarien zum Glauben gekommen waren, hatten mit wahrem Glauben geglaubt und waren in der einen Kirche, der allein es gegeben ist, die Gnade der Taufe zu spenden und Sünden zu vergeben, von dem Diakon Philippus getauft worden, den dieselben Apostel gesandt hatten. […] Von Petrus und Johannes wurde nur getan, was noch fehlte: Unter Gebet für sie und Auflegung der Hände wurde der Heilige Geist angerufen und über sie ausgegossen. Das geschieht auch jetzt bei uns: Die in der Kirche Getauften werden zu den Vorstehern der Kirche gebracht, und durch unser Gebet und die Auflegung der Hand empfangen sie den Heiligen Geist und werden mit dem Siegel des Herrn vollendet.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Cyprian liest Apg 8 nicht als einmaligen Vorgang: Was die Apostel in Samarien taten, tut die Kirche seiner Zeit durch Gebet und Handauflegung der Vorsteher.

    Quelle
    Cyprian von Karthago: Brief 73 an Jubaianus · Brief 73,9 (in englischen Ausgaben Brief 72)
    Textfassung und Rechte
    Eigene deutsche Übertragung der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (Edition von 1886, dort Brief 72,9); verglichen mit der deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter (Brief 73,9). Die Auslassung ist sichtbar markiert. Die lateinische Überlieferung und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Cyprian von Karthago
Quellen und HinweiseKKK 1113–1211 · KKK 1285–1321

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Sacrosanctum ConciliumSC 59–78Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Sakramente und Sakramentalien.

  • Lumen gentiumLG 8, 10–11, 14–15, 18–29, 49–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Lehramtliche Grundlage zu sichtbarer und geistlicher Kirche, voller und unvollkommener Gemeinschaft, Amt, Heiligen und Maria.

Historische Primärquellen

  • Über die Taufe8; 18Übersetzung · Primärtext / Edition

    Tertullian beschreibt Taufe, Salbung und Handauflegung sowie die damalige Frage der Kindertaufe.

  • Cyprian von Karthago: Brief 73 an JubaianusBrief 73,9 (in englischen Ausgaben Brief 72)Übersetzung · Primärtext / Edition

    Cyprian bezieht um 256 die Handauflegung der Apostel in Samarien auf die Praxis seiner Kirche: Die in der Kirche Getauften empfangen durch Gebet und Handauflegung der Vorsteher den Heiligen Geist; deutsche Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.

Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen

  • Articles of ReligionArticles XXV–XXXIPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Offizielle anglikanische Bekenntnisquelle; die inneranglikanische Breite bleibt sichtbar.