Bibelstelle · EÜ 2016
Apg 19,5–6
Auf die Taufe folgt die Handauflegung des Paulus, und die Betroffenen empfangen den Heiligen Geist. Die Kirche erkennt darin die biblische Grundlage der Firmung als eigenes Sakrament neben der Taufe.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Apg 19,5–6
Bibeltext
Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab.
Auszug aus Apg 19,6 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Firmung und apostolische Handauflegung
Sie verstärkt das Muster einer geistvermittelnden Handauflegung nach der Taufe.
Handauflegung in Ephesus, Salbung und Siegel bei Paulus
Der Bericht unterscheidet die Johannestaufe, die christliche Taufe und die Handauflegung des Apostels.
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Kirchliche Zeugen
Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte
Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.
Tertullian
Tertullian beschreibt um 200 in Karthago, dass auf das Taufbad die Salbung folgt und danach die Handauflegung, mit der durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen wird.
Darnach folgt die Handauflegung, womit durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen und eingeladen wird.
Über die Taufe · De baptismo 7–8 · Primärtext↗Quelle im Zusammenhang lesen
Worum es hier geht
Tertullian erklärt in seiner Schrift über die Taufe, was in Karthago nach dem Taufbad geschieht: Kapitel 7 behandelt die Salbung, Kapitel 8 die Handauflegung.
Historischer Text
Aus dem Taufbade herausgestiegen, werden wir gesalbt mit der gebenedeiten Salbung, welche aus der früheren Lehre herrührt, wonach man mit Öl aus dem Horn zum Priestertum gesalbt zu werden pflegte. […]
Darnach folgt die Handauflegung, womit durch einen Segensspruch der Heilige Geist herbeigerufen und eingeladen wird.
Vollständigen historischen Text öffnen: TertullianWarum diese Stelle wichtig ist
Tertullian bezeugt die Abfolge von Taufbad, Salbung und Handauflegung mit Geistgebet als selbstverständlichen Ablauf der Eingliederung um 200.
Quellen und HinweiseKKK 1113–1211 · KKK 1285–1321
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1113–1211Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Allgemeine Sakramentenlehre und Siebenzahl.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1285–1321Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Firmung und christliche Initiation.
Konzilien und Lehramt
- Sacrosanctum ConciliumSC 59–78Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Sakramente und Sakramentalien.
Historische Primärquellen
- Über die Taufe8; 18Übersetzung · Primärtext / Edition
Tertullian beschreibt Taufe, Salbung und Handauflegung sowie die damalige Frage der Kindertaufe.
- Cyprian von Karthago: Brief 73 an JubaianusBrief 73,9 (in englischen Ausgaben Brief 72)Übersetzung · Primärtext / Edition
Cyprian bezieht um 256 die Handauflegung der Apostel in Samarien auf die Praxis seiner Kirche: Die in der Kirche Getauften empfangen durch Gebet und Handauflegung der Vorsteher den Heiligen Geist; deutsche Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
- Augustinus: Vorträge über den ersten JohannesbriefTractatus in epistulam Ioannis 6,10Übersetzung · Primärtext / Edition
Augustinus erinnert daran, dass bei der Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes niemand mehr Zungenrede erwartet; das Zeichen des empfangenen Geistes ist die Liebe zur Einheit der weltweiten Kirche. Gemeinfreie englische Übersetzung (Nicene and Post-Nicene Fathers) in der Bibliothek der Kirchenväter.
Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen
- Articles of ReligionArticles XXV–XXXIPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle
Offizielle anglikanische Bekenntnisquelle; die inneranglikanische Breite bleibt sichtbar.