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Bibelstelle · EÜ 2016

Eph 5,31–32

Paulus verbindet die Ein-Fleisch-Einheit der Ehe mit Christus und der Kirche und nennt diesen Zusammenhang ein tiefes Geheimnis. Die Kirche versteht die Ehe deshalb als von Gott gestifteten Bund und als Sakrament.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Eph 5,31–32

Bibeltext

Vers 31: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein.

Vers 32: Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.

Auszug aus Eph 5,31–32 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Wer hier spricht und in welcher Lage

Paulus gibt der Gemeinde Weisungen für ihr Zusammenleben; Eph 5,21–33 beginnt mit dem Satz „Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Furcht Christi!“ und wendet sich dann an die Frauen und an die Männer. Die Liebe der Männer zu ihren Frauen misst Paulus an Christus, der die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat (5,25–30). In 5,31 zitiert er das Schöpfungswort aus Gen 2,24, dass der Mann Vater und Mutter verlässt und die zwei ein Fleisch werden, und bezieht es in 5,32 auf Christus und die Kirche; danach folgen Weisungen für Kinder und Eltern, Sklaven und Herren (6,1–9).

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 6 von 7

    Die Ehe als Zeichen des Geheimnisses Christi

    Die Stelle trägt den Christus-Kirche-Bezug und damit die sakramentale Tiefe der Ehe.

  2. Starker GesamtbefundSchritt 2 von 2

    Warum die Kirche die Ehe als Sakrament versteht

    Der Text ordnet die eheliche Einheit dem Bund Christi mit der Kirche zu; darauf ruht die sakramentale Lehre der Kirche von der Ehe.

  3. Ergänzender BelegSchritt 2 von 2

    Von mysterion und sacramentum zur präzisen Sakramentenlehre

    Die Stelle zeigt den biblischen Ausgangspunkt für eine sakramentale Sprache, in der sichtbare Wirklichkeit auf Christus und die Kirche verweist.

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Quellen und HinweiseKKK 1113–1211 · KKK 1601–1666

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Konzilien und Lehramt

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  • Konzil von Trient, Sitzung XXIVVorrede (DH 1799–1800); Kanones I, V, VII–VIIIÜbersetzung · Verlässliche Transkription

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Fachdokumente und Studien

Historische Primärquellen

  • Konzil von Florenz, Decretum pro Armenis (Bulle Exultate Deo)22. November 1439, Decretum pro Armenis (u. a. DH 1310)Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Lateinischer Originaltext der verbindlichen mittelalterlichen Zusammenfassung der sieben Sakramente.

  • Über die Taufe8; 18Übersetzung · Primärtext / Edition

    Tertullian beschreibt Taufe, Salbung und Handauflegung sowie die damalige Frage der Kindertaufe.

  • Über das Gut der EheDe bono coniugali, Kapitel 7Transkription bei New Advent

    Augustinus entfaltet die Güter der Ehe und ihre dauerhafte Bindung.

  • Konzil von Florenz, Decretum pro Armenis (Bulle Exultate Deo)1439, Decretum pro ArmenisPrimärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Primärtext zur verbindlichen mittelalterlichen Zusammenfassung der sieben Sakramente.

  • Konzil von Trient, Sitzung VIIKanones über die Sakramente, Kan. I, IV, VITranskription bei Hanover Historical Texts Collection

    Trient ordnet Einsetzung, Zahl und Gnadenwirkung der Sakramente.

  • Zweites Konzil von Lyon1274, Glaubensbekenntnis Michaels VIII. Palaiologos (DH 851–861)Transkription bei Papal Encyclicals / Council texts

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Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen

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