Bibelstelle · EÜ 2016
Hebr 10,26–31
Der Hebräerbrief warnt: Wer vorsätzlich sündigt, nachdem er die Erkenntnis der Wahrheit empfangen hat, für dessen Sünden gibt es kein Opfer mehr, sondern nur die schreckliche Erwartung des Gerichts; wer den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes verachtet, verdient eine noch härtere Strafe als der, der das Gesetz des Mose verwirft. Die Kirche sieht darin, wohin eine bewusste Abkehr führen kann: Wer sich absichtlich weigert, durch Reue das Erbarmen Gottes anzunehmen, weist die Vergebung und das angebotene Heil zurück (KKK 1864).
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Hebr 10,26–31
Bibeltext
Wenn wir vorsätzlich sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, gibt es für diese Sünden kein Opfer mehr.
Auszug aus Hebr 10,26–31 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Die Sünde zum Tod und die Sünde nicht zum Tod
Baustein für die Warnung vor bewusster Abkehr; nächste Prämisse: 1 Joh 5,16–17.
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Todsünde und lässliche Sünde.
Historische Primärquellen
- Konzil von Trient, Sitzung VIKap. VII–VIII, XIV, XVI; Kanones IX–XXXIIITranskription bei Hanover Historical Texts Collection
Trient unterscheidet erste Gnade, Rechtfertigung, Erneuerung, Verdienst, Verlust und Wiederherstellung.