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Bibelstelle · EÜ 2016

Lk 2,7

Lukas nennt Jesus bei seiner Geburt den Erstgeborenen. Der Titel bezeichnet den ersten Sohn in der rechtlichen Ordnung Israels und setzt als solcher keine späteren Geschwister voraus.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Lk 2,7

Bibeltext

und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Auszug aus Lk 2,7 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Wer hier spricht und in welcher Lage

Lukas erzählt, wie der Befehl des Kaisers Augustus, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen, Josef mit Maria, seiner Verlobten, von Nazaret nach Betlehem führt, in die Stadt Davids (Lk 2,1–5). Dort gebiert Maria ihren Sohn, wickelt ihn in Windeln und legt ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war (2,6–7). Es folgen die Botschaft der Engel an die Hirten, nach acht Tagen die Beschneidung und Namensgebung und, als die Tage der Reinigung erfüllt sind, die Darstellung im Tempel (2,8–24).

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 1 von 3

    Ist Maria immer Jungfrau geblieben?

    Der Titel ordnet Jesus als ersten Sohn in die rechtliche Ordnung Israels ein und trägt die historische Bezeichnung, ohne eine spätere Geschwisterfolge vorauszusetzen.

Verwandte Bibelstellen

Quellen und HinweiseKKK 484–511, 963–975

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 52–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.

  • Generalaudienz vom 28. August 1996gesamte AudienzPrimärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Johannes Paul II. zur immerwährenden Jungfräulichkeit Marias, zum Willen Marias, zur Erstgeburt, zu den Brüdern Jesu und zur kirchlichen Rezeption.

  • Redemptoris custosNr. 7, 18–20Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Johannes Paul II. zur wirklichen Ehe, ehelichen Liebe und gemeinsamen Berufung von Josef und Maria.

  • Zweites Konzil von KonstantinopelAnathema 6Übersetzung · Verlässliche Transkription

    Ökumenisches Konzil von 553 mit der ausdrücklichen Bezeichnung Marias als immerwährende Jungfrau; englische Übersetzung der Reihe Nicene and Post-Nicene Fathers (1900).

  • Denzinger-Schönmetzer 503: Römische Synode von 649Kanon 3, DS 503Primärtext · Verlässliche Transkription

    Ausdrückliches Bekenntnis Marias als Jungfrau vor, bei und nach der Geburt; römische Synode unter Papst Martin I., kein ökumenisches Konzil.

Historische Primärquellen

  • Die immerwährende Jungfräulichkeit Marias – Gegen Helvidius4–8; 11–16Übersetzung · Primärtext / Edition

    Hieronymus antwortet um 383 Helvidius, der aus dem „bis“ in Matthäus 1,25, dem Titel „Erstgeborener“ und den „Brüdern Jesu“ gegen die immerwährende Jungfräulichkeit Marias argumentierte; der Text ist scharf polemisch und belegt die Diskussion dieser Einwände in der Alten Kirche.

  • Summa theologiae III, q. 28III, q. 28, a. 3–4Übersetzung · Primärtext / Edition

    Thomas von Aquin zur Jungfräulichkeit Marias nach der Geburt und zur theologischen Einordnung der Ehe von Josef und Maria; deutsche Übersetzung von Ceslaus Maria Schneider (1886–1892).