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Bibelstelle · EÜ 2016

Lk 1,26–38

Der Engel Gabriel verkündet Maria die Geburt Jesu, des Sohnes Gottes, und Maria antwortet mit ihrer Zustimmung zu Gottes Wort. Die Kirche erkennt darin Marias glaubenden Gehorsam und ihre Rolle in der Menschwerdung Christi.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Lk 1,26–38

Bibeltext

Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.

Auszug aus Lk 1,26–38 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Starker GesamtbefundSchritt 3 von 4

    Das Überschatten verbindet Heiligtum und Menschwerdung

    Die Verkündigung bildet den neutestamentlichen Bezugspunkt für die typologische Verbindung mit der von Gottes Herrlichkeit erfüllten Wohnung.

  2. Direkter BelegSchritt 1 von 3

    Die Botschaft des Engels

    Die Verkündigung bildet den biblischen Inhalt des Angelus; die nächste Prämisse ist Joh 1,14.

  3. Direkter BelegSchritt 2 von 3

    Marias glaubende Antwort

    Marias Antwort bezeugt ihren glaubenden Gehorsam und verweist auf Gottes Wirken und den menschgewordenen Sohn; die nächste Prämisse ist Joh 1,14.

    Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

    Auszug aus Lk 1,38 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  4. Starker GesamtbefundSchritt 1 von 3

    Ist Maria immer Jungfrau geblieben?

    Die göttliche Herkunft Jesu und Marias glaubende Zustimmung bilden den positiven biblischen Ausgangspunkt für die einzigartige Mutterschaft im Geheimnis der Menschwerdung.

    Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

    Auszug aus Lk 1,38 · EÜ 2016 · © KBA 2016
  5. TypologieSchritt 2 von 2

    Maria, die neue Eva: Glaube und Gehorsam als Antwort auf Gottes Wort

    Die Szene zeigt Marias gehorsamen Glauben als Gegenbild zu Evas Ungehorsam und ordnet ihn dem Werk Christi zu.

  6. Gebetsvertiefung

    Beten mit dem Rosenkranz

    In den Geheimnissen

    • Freudenreicher Rosenkranz: Verkündigung des Herrn
  7. Gebetsvertiefung

    Beten mit dem Angelus

    Im Gebetstext

    • Der Engel des Herrn: Verkündigung
    • Der Engel des Herrn: Marias Antwort
    • Der Engel des Herrn: Schlussgebet

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Lehramt1974

    Paul VI.

    Der Angelus bewahrt durch seine schlichte, biblische Form, seinen Tagesrhythmus und seinen Bezug auf das Pascha seine geistliche Kraft.

    Der „Engel des Herrn“ bedarf keiner Erneuerung: seine einfache Struktur, der biblische Charakter, der geschichtliche Ursprung, der ihn (den Engel des Herrn) mit der innigen Bitte um die Erhaltung des Friedens verbindet, der fast liturgische Rhythmus, der verschiedene Augenblicke des Tages heiligt, die Ausrichtung auf das österliche Geheimnis, weshalb wir, während wir der Menschwerdung des Sohnes Gottes gedenken, darum bitten, „durch sein Leiden und sein Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung“ geführt zu werden, bewirken, daß dieses Gebet noch nach Jahrhunderten unverändert seinen Wert und seine ursprüngliche Frische bewahrt.

    Marialis cultus · MC 41 · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Paul VI. empfiehlt den Angelus wegen seiner einfachen biblischen Struktur, seines Tagesrhythmus und seiner Ausrichtung auf das österliche Geheimnis.

    Historischer Text

    Der „Engel des Herrn“ bedarf keiner Erneuerung: seine einfache Struktur, der biblische Charakter, der geschichtliche Ursprung, der ihn (den Engel des Herrn) mit der innigen Bitte um die Erhaltung des Friedens verbindet, der fast liturgische Rhythmus, der verschiedene Augenblicke des Tages heiligt, die Ausrichtung auf das österliche Geheimnis, weshalb wir, während wir der Menschwerdung des Sohnes Gottes gedenken, darum bitten, „durch sein Leiden und sein Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung“ geführt zu werden, bewirken, daß dieses Gebet noch nach Jahrhunderten unverändert seinen Wert und seine ursprüngliche Frische bewahrt.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Die Quelle kennzeichnet den Angelus ausdrücklich als biblisch geprägtes Christusgebet mit einem Rhythmus, der Morgen, Mittag und Abend heiligt.

    Quelle
    Marialis cultus · MC 41
    Textfassung und Rechte
    Offizielle deutsche Fassung von Marialis cultus auf vatican.va. Kurzer zitierter Auszug aus der offiziellen deutschen Fassung; Copyright und Quelle werden durch den direkten Link kenntlich gemacht.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Paul VI.
  • Lehramt2002

    Johannes Paul II.

    Das Ave Maria bildet den Rahmen für die Betrachtung der wichtigsten Ereignisse im Leben Jesu. Der Rosenkranz ist damit auf die Betrachtung Christi ausgerichtet.

    In der Tat ziehen vor dem Hintergrund der Worte des Ave Maria vor den Augen der Seele die wichtigsten Ereignisse des Lebens Jesu vorbei. Sie bilden zusammen den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz, der uns – so könnten wir sagen – durch das Herz seiner Mutter in lebendige Verbindung mit Jesus bringt.

    Rosarium Virginis Mariae · Rosarium Virginis Mariae 2 (2002) · Primärtext
    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Johannes Paul II. beschreibt den Rosenkranz als Gebet, in dem die Ave-Maria-Worte die Betrachtung der Ereignisse im Leben Jesu tragen. Der Wortlaut ist in RVM 2 als Selbstzitat aus dem Angelus vom 29. Oktober 1978 amtlich eingebettet.

    Historischer Text

    Man kann sagen, der Rosenkranz ist in gewisser Weise ein Gebetskommentar zum letzten Kapitel der Konstitution Lumen gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils, dem Kapitel, das von der wunderbaren Gegenwart der Muttergottes im Geheimnis Christi und der Kirche handelt. In der Tat ziehen vor dem Hintergrund der Worte des Ave Maria vor den Augen der Seele die wichtigsten Ereignisse des Lebens Jesu vorbei. Sie bilden zusammen den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz, der uns – so könnten wir sagen – durch das Herz seiner Mutter in lebendige Verbindung mit Jesus bringt.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Der Wortlaut verbindet das Ave Maria mit der Betrachtung der Ereignisse des Lebens Jesu und bezeichnet damit den christologischen Mittelpunkt des Rosenkranzes.

    Quelle
    Rosarium Virginis Mariae · Rosarium Virginis Mariae 2 (2002)
    Textfassung und Rechte
    Offizielle deutsche Fassung auf vatican.va (HTML, 2002); der Satz ist in RVM 2 als Selbstzitat mit Fußnote 5 überliefert. © Copyright 2002 – Libreria Editrice Vaticana. Als kurzer amtlicher Quellenauszug mit Link gezeigt.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Johannes Paul II.
Quellen und HinweiseKKK 484–511, 963–975 · KKK 2558–2865

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 52–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.

  • Marialis cultusMC 41Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Marialis cultus beschreibt Angelus und Rosenkranz als biblisch und christologisch geprägte Gebetsformen und wahrt die innere Freiheit gegenüber der konkreten Rosenkranzpraxis.

  • Direktorium über Volksfrömmigkeit und LiturgieNr. 195–196Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Angelus, Tagesrhythmus und Regina caeli.

  • Codex Iuris Canonici: SakramentalienCIC cc. 1166–1169Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Das Kirchenrecht regelt die Spender und Grenzen kirchlicher Segnungen.

  • Generalaudienz vom 28. August 1996gesamte AudienzPrimärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Johannes Paul II. zur immerwährenden Jungfräulichkeit Marias, zum Willen Marias, zur Erstgeburt, zu den Brüdern Jesu und zur kirchlichen Rezeption.

  • Redemptoris custosNr. 7, 18–20Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

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  • Zweites Konzil von KonstantinopelAnathema 6Übersetzung · Verlässliche Transkription

    Ökumenisches Konzil von 553 mit der ausdrücklichen Bezeichnung Marias als immerwährende Jungfrau; englische Übersetzung der Reihe Nicene and Post-Nicene Fathers (1900).

  • Denzinger-Schönmetzer 503: Römische Synode von 649Kanon 3, DS 503Primärtext · Verlässliche Transkription

    Ausdrückliches Bekenntnis Marias als Jungfrau vor, bei und nach der Geburt; römische Synode unter Papst Martin I., kein ökumenisches Konzil.

  • Rosarium Virginis MariaeRVM 20Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Rosarium Virginis Mariae erschließt den Rosenkranz als Kurzfassung des Evangeliums und als Gebet der Betrachtung Christi.

  • Angelus, 16. November 1980Angelusgebet, 16. November 1980Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Deutscher Wortlaut des Angelus, wie ihn Johannes Paul II. am 16. November 1980 in Osnabrück betete, mit den drei Versikeln, dem Ave Maria, der kirchlichen Bitte und dem Schlussgebet.

Historische Primärquellen

  • Die immerwährende Jungfräulichkeit Marias – Gegen Helvidius4–8; 11–16Übersetzung · Primärtext / Edition

    Hieronymus antwortet um 383 Helvidius, der aus dem „bis“ in Matthäus 1,25, dem Titel „Erstgeborener“ und den „Brüdern Jesu“ gegen die immerwährende Jungfräulichkeit Marias argumentierte; der Text ist scharf polemisch und belegt die Diskussion dieser Einwände in der Alten Kirche.

  • Summa theologiae III, q. 28III, q. 28, a. 3–4Übersetzung · Primärtext / Edition

    Thomas von Aquin zur Jungfräulichkeit Marias nach der Geburt und zur theologischen Einordnung der Ehe von Josef und Maria; deutsche Übersetzung von Ceslaus Maria Schneider (1886–1892).