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Gebet — katholische Praxis

Christlicher Segen im Namen des dreieinen Gottes

Christliche Segnungen werden im Namen des dreieinen Gottes gesprochen: Die Schrift trägt den Namen Gottes, den einen Taufnamen und den Namen Jesu in das Beten der Kirche, und die Kirche erkennt darin Ursprung, Weg und Ziel jedes Segens.

2 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Zwei Hände halten einen fünfgesätzigen Rosenkranz mit Medaille und Kreuz; fünf Evangeliumsszenen umgeben ein zentrales Christuslicht.
GebetKI-generierte Illustration
Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Der Name Gottes Bibel und Textverständnis

Die angeführten Stellen bezeugen den Namen Gottes und den Namen Jesu

Fünf Stellen bezeugen den Namen Gottes und die Bedeutung des Namens Jesu: der Segen über Israel, der Taufbefehl, ein apostolischer Segensgruß und zwei Zeugnisse vom Namen Jesu.

So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.

Auszug aus Num 6,27 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Der aaronitische Segen legt Gottes Namen auf Israel.

Num 6,22–27: Zusammenhang und Übersetzung

Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Auszug aus Mt 28,19–20 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus nennt den Taufnamen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Mt 28,19: Zusammenhang und Übersetzung

Numeri 6,22–27 bildet den alttestamentlichen Hintergrund des Segnens im Namen Gottes: Der Segen wird über das Volk gelegt, und Gottes Name wird über ihm ausgerufen. Matthäus 28,19 nennt den einen Taufnamen, den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. In diesem einen Taufnamen hat der Glaube an den dreieinen Gott seinen festen Ausdruck.

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Auszug aus 2 Kor 13,13 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Paulus schließt mit dem trinitarischen Segensgruß von Gnade, Liebe und Gemeinschaft.

2 Kor 13,13: Zusammenhang und Übersetzung

In keinem anderen ist das Heil zu finden.

Auszug aus Apg 4,12 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Es gibt kein Heil in einem anderen Namen als dem Namen Jesu.

Apg 4,12: Zusammenhang und Übersetzung

Damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu.

Auszug aus Phil 2,9–11 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Der Name Jesu ist über alle Namen erhöht; vor ihm beugt sich jedes Knie.

Phil 2,9–11: Zusammenhang und Übersetzung

Der zweite Korintherbrief 13,13 zeigt die trinitarische Gestalt eines apostolischen Segensgrußes: In ihm werden die Gnade Jesu Christi, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes zusammen genannt. Apostelgeschichte 4,12 und Philipper 2,9–11 bezeugen die heilbringende und überragende Bedeutung des Namens Jesu, der in Philipper 2,9–11 als der erhöhte Name erscheint. Zusammen tragen diese Stellen den Namen Gottes, den Namen Jesu und den Heiligen Geist in das christliche Beten hinein. Damit ist der Name beisammen, den der christliche Segen ausruft: der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Weil die Schrift diesen Namen trägt, entfaltet die Lehre der Kirche, wie der Segen im Namen des dreieinen Gottes über Menschen gesprochen wird.

Ursprung, Weg und Ziel Glaube und Überlieferung

Die Kirche liest diese Zeugnisse als Grundlage ihrer Segenspraxis

Der Katechismus der Katholischen Kirche benennt Ursprung, Weg und Ziel des Segens; die kirchliche Ordnung regelt seine konkrete Gestalt.

Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) liest diese Zeugnisse als Grundlage der kirchlichen Segenspraxis. KKK 1082 bekennt den Vater als Ursprung und Ziel allen Segens und Christus als den, durch den der Vater seinen Segen mitteilt. KKK 2627 beschreibt das segnende Gebet als Weg, der durch Christus zum Vater aufsteigt und um die Gnade des Heiligen Geistes bittet. KKK 1671 lehrt, dass die Kirche bei einer Segnung den Namen Jesu anruft und gewöhnlich das Kreuzzeichen Christi macht.

Aus diesen Zeugnissen ergibt sich der Grund, aus dem christliche Segnungen im Namen des dreieinen Gottes gesprochen werden: Der Segen ist zuerst Gottes eigenes Handeln. Er kommt vom Vater, wird durch Christus mitgeteilt und erreicht den Menschen im Heiligen Geist. Weil der Segen von Gott kommt, wird er in Gottes Namen erbeten; weil dieser eine Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist, trägt das Segensgebet seinen dreieinen Namen. So gefasst ist christlicher Segen Anrufung Christi, Lobpreis des Vaters und Bitte um die Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Die konkrete Form der Segnung folgt den Riten und Formeln, die die Kirche gebilligt hat (CIC cc. 1166–1169).

Quellen zu dieser Frage 2
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