Paulus nennt Lebensweisen, die das Erbe des Reiches Gottes ausschließen (Gal 5,19–21).
Paulus nennt Lebensweisen, die das Erbe des Reiches Gottes ausschließen (Gal 5,19–21).
Kernaussage
Paulus nennt Lebensweisen, die das Erbe des Reiches Gottes ausschließen (Gal 5,19–21).
Schlüsselfrage
Kann ein Christ sein Heil verlieren, und was unterscheidet schwere von leichter Sünde?
Katholische Auslegung
1 Joh 5,16–17 unterscheidet Sünde „zum Tod“ und Sünde „nicht zum Tod“. Die katholische Kirche verbindet diese Aussage mit weiteren Schriftstellen und unterscheidet Todsünde und lässliche Sünde. Eine Todsünde zerstört die heiligmachende Gnade; der Getaufte kann das Heil verlieren und durch Buße wiedererlangen.
Im Zusammenhang
Aussage und Kontext
Paulus nennt konkrete Lebensweisen, die vom Erbe des Reiches Gottes ausschließen. Der Abschnitt erklärt jedoch nicht, wie ein Gefallener wiederhergestellt wird.
Gal 5,19–21
Bestimmte schwere Werke schließen vom Erbe des Reiches Gottes aus.
Bibeltext in der EÜ 2016 öffnenEinwand und Antwort
Den Einwand prüfen
Einmal gerettet, immer gerettet: Ein wahrhaft Wiedergeborener kann nicht endgültig verloren gehen.
Katholische Antwort
Die katholische Lesart nimmt die Warnungen an Glaubende und die Unterscheidung in 1 Joh 5 ernst. Reformierte und calvinistische Bekenntnisse lesen dieselben Warnungen im Rahmen der Beharrung der Heiligen. Arminianische und wesleyanische Traditionen bejahen einen möglichen Heilsverlust. Beide Seiten müssen ihre konfessionelle Deutung als Deutung kenntlich machen; keine der angeführten Einzelstellen entscheidet die gesamte Debatte allein.
Was die Kirche nicht meint
Nicht jede Sünde ist Todsünde. Schwere Materie, volle Erkenntnis und völlige Einwilligung gehören nach katholischer Lehre zusammen. Bei der Schwere der Schuld zählen nicht nur die Tat, sondern auch die Erkenntnis und die freie Entscheidung. Wer umkehrt, kann auf Gottes Vergebung vertrauen. Hoffnung gründet in Gottes Treue und in der Möglichkeit der Umkehr. Es gibt keinen zweiten Heilsweg neben Christus.
Biblischer Zusammenhang
Die ganze Argumentation
Johannes unterscheidet Sünde zum Tod und Sünde nicht zum Tod (1 Joh 5,16–17).
Johannes unterscheidet Sünde zum Tod und Sünde nicht zum Tod (1 Joh 5,16–17).
Das Bild vom Weinstock enthält Reben, die abgeschnitten und verbrannt werden (Joh 15,1–6).
Das Bild vom Weinstock enthält Reben, die abgeschnitten und verbrannt werden (Joh 15,1–6).
Paulus nennt Lebensweisen, die das Erbe des Reiches Gottes ausschließen (Gal 5,19–21).
Paulus nennt Lebensweisen, die das Erbe des Reiches Gottes ausschließen (Gal 5,19–21).
Warnungen an Glaubende rufen zu Demut und Wachsamkeit auf (Röm 11,20–22; 1 Kor 10,12).
Warnungen an Glaubende rufen zu Demut und Wachsamkeit auf (Röm 11,20–22; 1 Kor 10,12).
Paulus schließt sich selbst in die Warnung vor dem Verworfenwerden ein (1 Kor 9,27).
Paulus schließt sich selbst in die Warnung vor dem Verworfenwerden ein (1 Kor 9,27).
Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · KKK 1854–1876
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 74–1419, 1472–1553
Offizieller Gesamttext; die verwendeten Themenbereiche sind mit konkreten Absatzangaben verknüpft.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1854–1876
Todsünde und lässliche Sünde.