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Bibelstelle · EÜ 2016

Hebr 12,1

Die Glaubenden sind von einer Wolke von Zeugen umgeben und sollen deshalb Last und Sünde abwerfen. Die Kirche lehrt, dass die Heiligen in Gott leben und für die Glaubenden bitten, während Christus der einzige Erlöser bleibt.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Hebr 12,1

Bibeltext

Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alle Last und die Sünde abwerfen.

Auszug aus Hebr 12,1 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Ergänzender BelegSchritt 3 von 5

    Für Gott leben die Verstorbenen

    Baustein für die Gemeinschaft der Lebenden und Verstorbenen in Christus; nächste Prämisse: Hebr 12,2.

Verwandte Bibelstellen

Kirchliche Zeugen

Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Frühchristliches Zeugnisca. 155–160

    Martyrium des Polykarp

    Der Text unterscheidet zwischen der Anbetung Christi als Sohn Gottes und der Liebe zu den Märtyrern als Jüngern und Nachahmern des Herrn.

    Wir können Christus niemals verlassen und keinen anderen anbeten. Ihn beten wir als den Sohn Gottes an; die Märtyrer aber lieben wir als Jünger und Nachahmer des Herrn wegen ihrer außerordentlichen Liebe zu ihrem König und Meister.

    Martyrium des Polykarp · Martyrium Polycarpi 17–18 · Primärtext
    Einordnung der Quelle

    Der Text zeigt: Schon um die Mitte des 2. Jahrhunderts unterscheidet eine Gemeinde die Anbetung, die Christus gebührt, von der Liebe zu den Märtyrern als Jüngern und Nachahmern des Herrn.

    Die Grenze: Eine Anrufung der Märtyrer um ihre Fürsprache beschreibt der Bericht nicht; er ehrt sie wegen ihrer Liebe zu Christus und als Vorbild für die, die ihnen folgen sollen.

    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Der Bericht aus Smyrna beschreibt nach Polykarps Tod, wie die Gemeinde Christus und die Märtyrer unterscheidet. Im selben Zusammenhang erzählt er von der Sammlung der Gebeine und dem jährlichen Gedächtnis des Todestages.

    Historischer Text

    Wir können Christus niemals verlassen und keinen anderen anbeten. Ihn beten wir als den Sohn Gottes an; die Märtyrer aber lieben wir als Jünger und Nachahmer des Herrn wegen ihrer außerordentlichen Liebe zu ihrem König und Meister. […] Danach sammelten wir seine Gebeine, die uns kostbarer als die wertvollsten Edelsteine und reiner als Gold erschienen, und legten sie an einem geeigneten Ort nieder. Dort werden wir uns, soweit es möglich ist, mit Freude versammeln, um den Jahrestag seines Martyriums zu feiern: zum Gedächtnis derer, die ihren Weg vollendet haben, und zur Übung und Vorbereitung derer, die ihnen folgen sollen.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Der frühe Bericht hält die Unterscheidung ausdrücklich fest: Christus wird angebetet, Märtyrer werden als Jünger geliebt und geehrt. Zugleich bezeugt derselbe Text die ehrende Sorge um die Gebeine und das jährliche Gedächtnis des Martyriums.

    Quelle
    Martyrium des Polykarp · Martyrium Polycarpi 17–18
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus dem Griechischen; verglichen mit der englischen Übersetzung der Ante-Nicene Fathers (1885). Der griechische Text und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zur deutschen Übersetzung der Bibliothek der Kirchenväter.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Martyrium des Polykarp
Quellen und HinweiseKKK 946–962, 2634–2636

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 49–51Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Gemeinschaft der pilgernden und vollendeten Kirche.