Bibelstelle · EÜ 2016
Tit 3,4–8
Paulus führt die Rettung auf die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zurück, „nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen“, und verlangt im selben Abschnitt, dass die Glaubenden sich in guten Werken hervortun (Tit 3,8). Gnade als Ursprung und gute Werke als Frucht stehen hier in einem Atemzug; die Kirche lehrt entsprechend, dass niemand die erste Gnade verdienen kann und die Liebe Christi die Quelle aller Verdienste ist (KKK 2010–2011).
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Tit 3,4–8
Bibeltext
hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.
Auszug aus Tit 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen
Der Text verbindet die Rettung aus Erbarmen mit dem Bad der Wiedergeburt, in dem die Kirche die Taufe erkennt (KKK 1215), und mit der tätigen Frucht guter Werke.
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