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Themenüberblick

Wie Gnade, Glaube und Werke zusammengehören

Wie gehören Gnade, Glaube und Werke zusammen, wenn die Rettung von Gott kommt? Die Kirche antwortet: Gott handelt zuerst und beschenkt den Menschen aus reiner Güte. Gnade meint dieses freie, ungeschuldete Geschenk. Rechtfertigung meint, dass Gott den Sünder mit sich versöhnt und ihn zugleich innerlich erneuert; Heiligung meint, dass Gott den Menschen in der Rechtfertigung heilig macht und ihn in dieser Heiligkeit wachsen lässt. Der Glaube empfängt das Geschenk und wird in der Liebe tätig; Gott nimmt diese Liebe ernst. Wie der Mensch vor Gott gerecht wird, war der Kernstreit der Reformation; die Kirche hat ihre Lehre darauf im Rechtfertigungsdekret des Konzils von Trient (6. Sitzung, 1547) verbindlich geklärt, und was das Konzil in seinen Lehrsätzen festgestellt hat, gehört zur verbindlichen Glaubenslehre. Der Weg klärt zuerst, worum gestritten wird, beginnt dann bei den biblischen Zeugen und führt über die Berufung zur Heiligkeit und die Frage nach Gnade und Freiheit bis zu Lohn und Verdienst.

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5 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Ein fruchttragender Baum empfängt Licht von oben; Wasser erreicht seine Wurzeln, während sich kleine Gestalten unter den Ästen sammeln.
RechtfertigungKI-generierte Illustration
Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Die Streitfrage Glaube und Überlieferung

Worum geht der Streit um die Rechtfertigung?

Der Streit hat eine klare Mitte: Was tut Gott am Sünder, wenn er ihn rechtfertigt? Die reformatorischen Bekenntnisse antworten: Er vergibt ihm und rechnet ihm Gerechtigkeit zu. Die Kirche antwortet: Er vergibt ihm und erneuert ihn zugleich innerlich. Dass der Mensch diese Gabe nicht verdienen kann, bekennen beide Seiten.

Das Augsburger Bekenntnis lehrt, dass der Mensch Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott „nicht durch unser Verdienst, Werk und Genugtuung“ erlangt, sondern „aus Gnade um Christi willen durch den Glauben“ (CA IV). Das reformierte Westminster-Bekenntnis fasst die Rechtfertigung als Vergebung der Sünden und Annahme der Person als gerecht, ausdrücklich nicht als Eingießung von Gerechtigkeit (XI.1). Ihren Ausgangspunkt haben beide Bekenntnisse bei Paulus, in Worten wie Röm 3,28, Gal 2,16 und Eph 2,8–10: Der Mensch wird nicht aus Werken des Gesetzes gerecht, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, und aus Gnade ist er gerettet.

Auch die Kirche verwirft die Werkgerechtigkeit, die Vorstellung, ein Mensch könne sich Gnade und Rechtfertigung durch eigene Leistung verdienen. Das Konzil von Trient verurteilt die Lehre, der Mensch könne durch seine eigenen Werke, ob aus den Kräften der menschlichen Natur oder aus der Lehre des Gesetzes, ohne die Gnade Gottes durch Jesus Christus vor Gott gerecht werden (6. Sitzung, Kanon 1). In diesem Sinn sagt Benedikt XVI.: „Darum ist der Ausdruck Luthers ‚sola fide‘ wahr, wenn man nicht den Glauben der Nächstenliebe, der Liebe entgegenstellt.“ (Generalaudienz vom 19. November 2008)

Der Unterschied liegt darin, was die Rechtfertigung im Menschen bewirkt. Die Kirche lehrt mit dem Konzil von Trient, dass Gott den Sünder nicht nur von seiner Schuld freispricht, sondern ihn in der Rechtfertigung heiligt und innerlich erneuert (KKK 1989). Der Glaube, der rechtfertigt, wird darum in der Liebe tätig; diese Verbindung meint die Bedingung in Benedikts Satz. Aus diesem Unterschied ergeben sich die weiteren Fragen, an denen sich die Bekenntnisse scheiden: wie der Mensch in der Gnade frei mitwirkt, in welchem Sinn Gott die guten Werke belohnt und welche Gewissheit des Heils ein Glaubender haben kann.

Seit dem 31. Oktober 1999 steht der Streit in einem neuen Licht. In der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre stellen die katholische Kirche und der Lutherische Weltbund einen „Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre“ fest, in dessen Licht die entsprechenden Lehrverurteilungen des 16. Jahrhunderts den Partner heute nicht treffen (GER 13). Gemeinsam bekennen sie: „Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen und empfangen den Heiligen Geist, der unsere Herzen erneuert und uns befähigt und aufruft zu guten Werken“ (GER 15). Die verbleibenden Unterschiede in der Sprache, der theologischen Ausgestaltung und der Akzentsetzung gelten als tragbar (GER 40). 2006 hat der Weltrat Methodistischer Kirchen der Erklärung zugestimmt, 2017 auch die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und die Anglikanische Gemeinschaft.

Die Lehre des Konzils von Trient bleibt dabei verbindlich. Die Erklärung nimmt den Lehrverurteilungen zur Rechtfertigung nichts von ihrem Ernst; sie stellt fest, dass die lutherische Lehre, wie die Erklärung sie darlegt, von den Verurteilungen des Konzils nicht getroffen wird (GER 41–42). Weiter zu klären bleiben unter anderem die Lehre von der Kirche, vom Amt und von den Sakramenten (GER 43).

Quellen zu dieser Frage 7

Unterthema 1 von 4

Glaube und Liebe gehören zusammen

Glaube und Liebe Bibel und Textverständnis

Glaube und Liebe gehören zusammen

Die biblischen Zeugen halten Glaube und Werke der Liebe zusammen; die Liebe ist die Antwort auf die empfangene Gnade.

Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

Auszug aus Lk 10,25 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jesus beantwortet die Frage nach dem ewigen Leben mit dem Gebot der Liebe und stellt den Samariter als Handelnden dar.

Lk 10,25–37: Zusammenhang und Übersetzung

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Auszug aus Mt 7,21 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jesus sagt, dass nicht jedes Bekenntnis genügt, sondern das Tun des Willens des Vaters zählt; sein Wort wird mit einem tragfähigen Fundament verglichen.

Mt 7,21–27: Zusammenhang und Übersetzung

Während sie hingingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war, und er lobte Gott mit lauter Stimme.

Auszug aus Lk 17,14–15 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Zehn Aussätzige werden rein; einer kehrt zu Jesus zurück und dankt ihm, und Jesus sagt ihm: „Dein Glaube hat dich gerettet.“

Lk 17,11–19: Zusammenhang und Übersetzung

Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

Auszug aus Joh 15,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jesus ist der Weinstock; die Jünger sollen in ihm bleiben, und nur so bringen sie Frucht.

Joh 15,1–10: Zusammenhang und Übersetzung

Jesus führt die Frage nach dem ewigen Leben zur Liebe zu Gott und zum Nächsten und zeigt diese Liebe in konkreter Barmherzigkeit. Bei ihm gehören Hören und Tun zusammen, und er unterscheidet ein bloßes Bekenntnis von einem Leben nach dem Willen des Vaters. Der Glaube antwortet auf die empfangene Gnade und wird in der dankbaren Rückkehr zu Gott sichtbar. Wer in Christus bleibt, bringt Frucht; getrennt von ihm kann der Mensch nichts wirken. Kein Werk geht der Gnade voraus; die Rettung ruht auf dem, was Gott in Christus tut.

Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.

Auszug aus Röm 3,28 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Der Mensch wird gerecht durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes. Darauf gründet die Kirche ihre Lehre, dass die Rechtfertigung unverdientes Geschenk ist: Nichts, was ihr vorausgeht, weder Glaube noch Werke, verdient sie (Konzil von Trient, 6. Sitzung, Kap. 8; KKK 2010).

Röm 3,28: Zusammenhang und Übersetzung

Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Auszug aus Röm 4,1–8 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Abraham wird nicht aufgrund eigener Werke gerühmt; sein Glaube wird ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.

Röm 4,1–8: Zusammenhang und Übersetzung

Vers 4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.

Auszug aus Röm 6,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Die Taufe verbindet den Christen mit Christi Tod und Auferstehung; die Befreiten sollen der Sünde nicht weiter dienen, sondern Gott.

Röm 6,1–23: Zusammenhang und Übersetzung

dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerecht wird, sondern aus dem Glauben an Jesus Christus; so sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gelangt, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Fleisch gerecht.

Auszug aus Gal 2,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Der Mensch wird nicht aus Werken des Gesetzes gerecht, sondern aus dem Glauben an Jesus Christus, und Christus lebt im Glaubenden. Die Kirche sieht darin beides bezeugt, was sie über die Rechtfertigung lehrt: Sie ist unverdientes Geschenk, und sie verbindet den Menschen so mit Christus, dass dieser in ihm lebt (Gal 2,20).

Gal 2,16–21: Zusammenhang und Übersetzung

Vers 8: Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,

Vers 9: nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann.

Vers 10: Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten.

Auszug aus Eph 2,8–10 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Die Rettung ist Gottes Gabe aus Gnade durch den Glauben; zugleich ist der Mensch in Christus zu guten Werken geschaffen.

Eph 2,8–10: Zusammenhang und Übersetzung

hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.

Auszug aus Tit 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Gott rettet aus Erbarmen durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist; die Gläubigen sollen sich guten Werken widmen.

Tit 3,4–8: Zusammenhang und Übersetzung

Vers 12: Darum, meine Geliebten, - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: Wirkt mit Furcht und Zittern euer Heil!

Vers 13: Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt zu seinem Wohlgefallen.

Auszug aus Phil 2,12–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Die Gläubigen sollen ihr Heil in Furcht und Zittern wirken, während Gott in ihnen das Wollen und Vollbringen wirkt.

Phil 2,12–13: Zusammenhang und Übersetzung

Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.

Auszug aus Phil 3,7–14 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Paulus verwirft seinen eigenen Gewinn als Verlust und strebt danach, Christus zu erkennen und das Ziel der Berufung zu erreichen.

Phil 3,7–14: Zusammenhang und Übersetzung

Paulus spricht von der Rettung als von einem Geschehen, an dessen Anfang Gottes erbarmendes Handeln steht. Der Mensch wird aus Gnade gerettet, dem Geschenk Gottes, und zugleich zu guten Werken geschaffen. Gottes Gnade eröffnet damit die Rettung und schafft den Menschen in Christus zu einem Leben, in dem gute Werke Gestalt gewinnen. Weil die Gnade so Ursprung und Frucht zusammenhält, ist nun zu klären, wie Paulus den Glauben als eine Wirklichkeit beschreibt, die durch die Liebe tätig wird.

Denn in Christus Jesus vermag weder die Beschneidung noch die Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt.

Auszug aus Gal 5,6 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

In Christus zählt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.

Gal 5,6: Zusammenhang und Übersetzung

Wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

Auszug aus 1 Kor 13,2 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Paulus erklärt, dass ein Glaube ohne Liebe den Menschen nichts nützt.

1 Kor 13,2: Zusammenhang und Übersetzung

Was nützt es, meine Brüder und Schwestern, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?

Auszug aus Jak 2,14 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jakobus fragt, welchen Nutzen ein behaupteter Glaube ohne konkrete Hilfe für einen Bedürftigen hat.

Jak 2,14: Zusammenhang und Übersetzung

So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

Auszug aus Jak 2,17 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Ein Glaube ohne Werke wird ausdrücklich als tot bezeichnet.

Jak 2,17: Zusammenhang und Übersetzung

Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und dass der Glaube aus den Werken zur Vollendung kam.

Auszug aus Jak 2,22 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Abrahams Glaube wirkte mit seinen Werken zusammen und wurde durch die Werke vollendet.

Jak 2,22: Zusammenhang und Übersetzung

Ihr seht, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein.

Auszug aus Jak 2,24 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Jakobus folgert, dass der Mensch aus Werken gerecht gemacht wird und nicht aus Glauben allein.

Jak 2,24: Zusammenhang und Übersetzung

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Auszug aus Mt 25,31–46 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Der Menschensohn beurteilt die Völker danach, ob sie den Bedürftigen konkret gedient haben.

Mt 25,31–46: Zusammenhang und Übersetzung

Er wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen: Denen, die beharrlich Gutes tun und Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, gibt er ewiges Leben.

Auszug aus Röm 2,6–7 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott vergilt jedem nach seinen Werken und nennt beharrliches gutes Tun im Blick auf Herrlichkeit.

Röm 2,6–7: Zusammenhang und Übersetzung

Almosen retten aus dem Tod, sie reinigen von aller Sünde. Die Almosen geben, werden mit Leben gesättigt werden.

Auszug aus Tob 12,8–9 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gebet, Fasten und Almosen werden als gute Dinge genannt; Almosen rettet vom Tod und reinigt von Sünde.

Tob 12,8–9: Zusammenhang und Übersetzung

Rechtfertigung bedeutet: Gott vergibt dem Menschen aus Gnade die Sünden und macht ihn zugleich innerlich gerecht, obwohl er das nicht verdient hat; geschenkt wird sie in der Taufe, dem Sakrament des Glaubens (KKK 1989; 1992). Paulus schließt in Röm 3,28 die Werke des Gesetzes als Grundlage der Rechtfertigung aus und beschreibt den Glauben zugleich als eine Wirklichkeit, die durch die Liebe tätig wird. Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen und beschreibt den lebendigen als einen, der in Werken tätig ist; die einzige Stelle der Schrift, die ausdrücklich von „Glauben allein“ spricht, lautet: „Ihr seht, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein“ (Jak 2,24). Das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernst: konkrete Werke der Barmherzigkeit und beharrliches gutes Handeln. So gehören Geschenk und Frucht zusammen: Die Gnade bleibt der Anfang, und der Glaube wird in der Liebe wirksam.

Zusammengenommen ergibt sich ein klares Bild: Jesus verbindet das ewige Leben mit tätiger Liebe, und das Hören seiner Worte erreicht im Tun sein Ziel; die Heilung, die der Kranke von Jesus empfängt, geht der Rückkehr des Geheilten zu ihm voraus. Diese Liebe wächst aus Christus, und die Gnade rettet den Menschen zu guten Werken; der Glaube ist die Antwort auf diese empfangene Liebe, wirkt durch die Liebe und trägt Frucht in Werken der Barmherzigkeit. Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen, und das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernst: Gott rettet aus Erbarmen, und dieses Erbarmen bleibt nicht folgenlos. Im Gefüge der Glaubenswahrheiten kommt der Rechtfertigung ein zentraler Ort zu, denn sie betrifft das Verhältnis des Menschen zu Gott selbst; die Lehre von den guten Werken ist ihr nachgeordnet und aus ihr verstanden: Die guten Werke sind Frucht der empfangenen Gnade, und durch sie wächst der Gerechtfertigte in dieser Gnade.

Weiterführende Erklärungen

Jesus verbindet das ewige Leben mit tätiger LiebeDirekter positiver Beleg

Jesus verbindet das ewige Leben mit der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wie gehören das Hören seiner Rede und das Tun zusammen?

Hören und Tun gehören zusammenDirekter positiver Beleg

Das Hören soll im Tun wirksam werden. Bei den zehn Aussätzigen geht die Heilung der Rückkehr voraus; der Glaube zeigt sich in der dankbaren Antwort auf die empfangene Gnade.

Die Heilung geht der Rückkehr vorausDirekter positiver Beleg

Der Geheilte kehrt zu Jesus zurück und erfährt die Zusage seines Glaubens. Jesus sagt zugleich, dass jede geistliche Frucht an ihm bleibt: Getrennt von ihm kann der Mensch nichts wirken.

Ohne Christus gibt es keine geistliche FruchtDirekter positiver Beleg

Die Frucht wächst aus der Verbindung mit Christus. Paulus sagt dasselbe von der Rettung: Sie ist Geschenk der Gnade und schafft den Menschen zu guten Werken, in denen dieses Geschenk Gestalt annimmt.

Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffenDirekter positiver Beleg

Die Rettung aus Gnade schließt gute Werke ein. Paulus fasst den Glauben darum als Wirklichkeit, die durch die Liebe tätig wird.

Der Glaube wirkt durch die LiebeDirekter positiver Beleg

Der Glaube wirkt durch die Liebe. Sagt Jakobus damit etwas anderes über die Werke als Paulus?

Jakobus nennt den toten Glauben beim NamenDirekter positiver Beleg

Jakobus unterscheidet toten und lebendigen Glauben. Wie nimmt Gott im Gericht die gelebte Liebe ernst?

Das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernstUnterstützender positiver Beleg

Unterthema 2 von 4

Zur Heiligkeit berufen

Berufung zur Heiligkeit Glaube und Überlieferung

Wie führt Gottes Gnade jeden Getauften zur Heiligkeit?

Gott ruft jeden Getauften zur Heiligkeit und schenkt die Gnade, durch die der Mensch in die Gemeinschaft mit Christus hineinwächst und in seinem Leben die Vollkommenheit der Liebe Gestalt gewinnt.

Heiligkeit ist Gottes Wille für alle, die zu Christus gehören. Paulus nennt die Heiligung ausdrücklich das, was Gott will, und verbindet diesen Ruf mit einer achtsamen, treuen und gerechten Lebensführung. Damit beginnt der Weg zur Heiligkeit bei Gott selbst: Er ruft den Christen und eröffnet ihm ein Leben, das sich in konkreten Beziehungen bewährt.

Katechismus der Katholischen Kirche

KKK 1989

Gnade, Rechtfertigung und Verdienst.

Der Mensch wird von der Gnade dazu bewogen, sich Gott zuzuwenden und von der Sünde Abstand zu nehmen. So empfängt er die Vergebung und die Gerechtigkeit von oben. Darin besteht »die Rechtfertigung selbst, die nicht nur Vergebung der Sünden ist, sondern auch Heiligung und Erneuerung des inneren Menschen« (K. v. Trient: DS 1528).

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Das ist es, was Gott will: eure Heiligung - dass ihr die Unzucht meidet, dass jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, und dass keiner seinen Bruder bei Geschäften betrügt und übervorteilt, denn all das rächt der Herr, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben.

Auszug aus 1 Thess 4,3–6 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Paulus erklärt die Heiligung ausdrücklich zum Willen Gottes.

1 Thess 4,3: Zusammenhang und Übersetzung

Die Erwählung in Christus begründet diesen Ruf von Anfang an. Gott hat die Seinen in Christus erwählt, damit sie heilig und untadelig vor ihm leben. Lumen gentium 39–40 bezieht diese Berufung ausdrücklich auf alle Getauften. Heiligkeit ist deshalb kein Sonderweg besonders frommer Christen und keine zusätzliche Aufgabe für Ordensleute, sondern die gemeinsame Berufung jedes Menschen, der durch die Taufe mit Christus verbunden ist.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm.

Auszug aus Eph 1,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Gott hat die Gläubigen in Christus erwählt, damit sie heilig und untadelig vor ihm leben.

Eph 1,4: Zusammenhang und Übersetzung

Gott führt die Berufenen auch ihrem Ziel entgegen: Sie sollen an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilhaben. Die Heiligung hat in der Gleichgestaltung mit Christus ihr Ziel.

Denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.

Auszug aus Röm 8,29 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott bestimmt die Berufenen dazu, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.

Röm 8,29: Zusammenhang und Übersetzung

Diese Gleichgestaltung geschieht durch eine wirkliche Verwandlung. Paulus beschreibt, wie die Gläubigen durch den Geist des Herrn in das Bild Christi verwandelt werden, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Der Katechismus der Katholischen Kirche und das Konzil von Trient ordnen diese fortschreitende Erneuerung in die Rechtfertigung ein: Rechtfertigung umfasst die Heiligung und die Erneuerung des inneren Menschen. Rechtfertigung und Heiligung bleiben begrifflich unterschieden und gehören doch im einen Wirken der Gnade eng zusammen.

Wir alle aber schauen mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.

Auszug aus 2 Kor 3,18 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Gläubigen werden durch den Geist in das Bild des Herrn verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

2 Kor 3,18: Zusammenhang und Übersetzung

Die Gnade bewahrt den Ruf zur Heiligkeit davor, ein bloßes Ideal zu bleiben, und gibt ihm eine konkrete Gestalt. Jesus ruft seine Jünger dazu auf, vollkommen zu sein wie der himmlische Vater. Die Vollkommenheit der Liebe ist damit das Ziel, auf das Gottes Gnade den Christen ausrichtet. Wie dieser Ruf im ganzen Leben Gestalt gewinnt, zeigen der umfassende Ruf zur Heiligkeit, Gottes Wirken im Menschen und die Frucht des Geistes.

Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Auszug aus Mt 5,48 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus ruft seine Jünger dazu auf, vollkommen zu sein, wie der himmlische Vater vollkommen ist.

Mt 5,48: Zusammenhang und Übersetzung

Petrus richtet denselben Anspruch an die ganze Lebensführung der Berufenen: Weil Gott heilig ist, soll auch ihr Lebenswandel heilig sein. Heiligkeit betrifft damit den Menschen in seiner gesamten Existenz. Sie wächst aus der empfangenen Gnade und verlangt eine freie Antwort, in der Gottes Ruf im Alltag sichtbar wird.

Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch eure ganze Lebensführung heilig sein. Denn es steht geschrieben: Seid heilig, weil ich heilig bin!

Auszug aus 1 Petr 1,15–16 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Petrus ruft die Berufenen dazu auf, in ihrem ganzen Lebenswandel heilig zu sein, weil Gott heilig ist.

1 Petr 1,15–16: Zusammenhang und Übersetzung

Gottes Wirken trägt diese freie Antwort. Die Gläubigen sollen ihr Heil wirken, während Gott in ihnen das Wollen und Vollbringen wirkt. Menschliches Handeln und göttliche Gnade treten hier zusammen: Der Christ handelt wirklich, und sein Tun hat in Gottes Wirken seinen Ursprung. Die Kirche versteht die Heiligkeit deshalb als Werk der Gnade, an dem der Mensch frei mitwirkt.

Vers 12: Darum, meine Geliebten, - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: Wirkt mit Furcht und Zittern euer Heil!

Vers 13: Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt zu seinem Wohlgefallen.

Auszug aus Phil 2,12–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Gläubigen sollen ihr Heil wirken, während Gott in ihnen das Wollen und Vollbringen wirkt.

Phil 2,12–13: Zusammenhang und Übersetzung

Das Wirken Gottes zeigt sich in der Frucht des Geistes. Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit wachsen aus dem Leben im Geist; wer aus dem Geist lebt, soll auch im Geist wandeln. Die Heiligkeit erhält so eine erkennbare Gestalt: Gottes Gnade erneuert den Menschen von innen und führt ihn zu einer Lebensführung, in der die Geistesfrucht sichtbar wird.

Vers 22: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,

Vers 23: Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht.

Auslassung im Bibeltext.

Vers 25: Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!

Auszug aus Gal 5,22–23.25 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Frucht des Geistes umfasst unter anderem Liebe, Freude, Frieden und Selbstbeherrschung; die zum Geist gehören, sollen aus ihm leben.

Gal 5,22–25: Zusammenhang und Übersetzung

Die Gemeinschaft mit Christus zeigt sich zugleich im Gehorsam. Wer seine Gebote hält, erkennt darin, dass er Christus erkannt hat; wer in ihm bleibt, soll wie Christus leben. Gehorsam ist damit keine von der Gnade getrennte Leistung, sondern die Lebensform der empfangenen Christusgemeinschaft. Die Verbindung von Gnade und Heiligung wird im Gehorsam konkret.

Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten.

Auszug aus 1 Joh 2,3 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Erkenntnis Christi wird mit dem Halten seiner Gebote verbunden; wer in ihm bleibt, soll wie er leben.

1 Joh 2,3–6: Zusammenhang und Übersetzung

Die empfangene Liebe drängt schließlich zur Tat. Weil Christus sein Leben hingegeben hat, sollen Christen einander mit Tat und Wahrheit lieben. So bewährt sich die Gemeinschaft mit Christus in konkreten Werken der Liebe.

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.

Auszug aus 1 Joh 3,18 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Liebe Gottes zeigt sich darin, dass Christus sein Leben hingibt; die Christen sollen entsprechend mit Tat und Wahrheit lieben.

1 Joh 3,16–18: Zusammenhang und Übersetzung
Quellen zu dieser Frage 2

Wer sein Leben so betrachtet, entdeckt, dass Heiligkeit im Alltag Wirklichkeit werden kann: Gott will sie, er schenkt sie, er führt den Menschen in sie hinein. Rechtfertigung und Heiligung zeigen sich als ein Werk der Gnade, das Gemeinschaft mit Christus stiftet und sich in Gehorsam und in einer Liebe bewährt, die in Tat und Wahrheit handelt. Diese Zusammengehörigkeit steht dem Zentrum des Glaubens nahe und bleibt doch auf dieses hingeordnet: auf Christus, in dem Gott den Menschen annimmt und durch den Geist erneuert.

Weiterführende Erklärungen

Die Heiligkeit ist Gottes Wille für jeden GetauftenDirekter positiver Beleg

Gott will die Heiligung jedes Getauften. Rechtfertigung und Heiligung gehören zusammen, weil Gott den Menschen Christus gleichgestaltet und durch den Geist verwandelt.

Die Gnade formt den Christen in das Bild ChristiUnterstützender positiver Beleg

Die Verwandlung durch den Geist ist Gottes Werk. Die Heiligkeit wächst aus der Gnade und zeigt sich in Gehorsam und in einer Liebe, die in Tat und Wahrheit handelt.

Heiligkeit wächst aus der GnadeUnterstützender positiver Beleg

Unterthema 3 von 4 · Erwählung, Gnade und Freiheit

Gott ergreift die Initiative, und der Mensch antwortet wirklich frei

Gnade und Freiheit Glaube und Überlieferung

Wie eröffnet Gottes Gnade eine freie Antwort?

Gott handelt zuerst, und die freie Antwort des Menschen hat in diesem Handeln Raum.

Wenn Gott das Heil schenkt, bleibt die Entscheidung des Menschen wirklich bestehen. Erwählung meint, dass Gott sich einem Menschen zuwendet, bevor dieser etwas dazu beiträgt. Gnade ist das unverdiente Geschenk, das niemand aus eigener Leistung erwerben kann; Freiheit ist die Fähigkeit, Ja oder Nein zu sagen. Gott ergreift zuerst die Initiative, ruft dadurch die Antwort hervor und lässt den Menschen dennoch selbst handeln. Er kann der Gnade wirklich widerstehen.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm.

Auszug aus Eph 1,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott hat die Gläubigen in Christus vor der Erschaffung der Welt erwählt.

Eph 1,4: Zusammenhang und Übersetzung

Eph 1,4 stellt Gottes vorausgehendes Handeln an den Anfang: In Christus hat Gott die Gläubigen vor der Grundlegung der Welt erwählt, damit sie heilig und untadelig vor ihm leben. Dieses Zeugnis zeigt, dass Gottes Erwählung der Heilsgeschichte vorausgeht.

Denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.

Auszug aus Röm 8,29 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott bestimmt die Berufenen dazu, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.

Röm 8,29: Zusammenhang und Übersetzung

Röm 8,29 zeigt das Ziel dieser vorausgehenden Initiative: Die von Gott im Voraus Erkannten sind dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben. Gottes Handeln eröffnet also nicht nur den Weg, sondern richtet ihn auf die Gleichgestaltung mit Christus aus.

Die erste Gnade ist unverdient und geht dem Glauben und jedem guten Werk voraus. Zugleich bleibt der Mensch wirklich frei. Gottes Gnade eröffnet die Antwort und trägt sie, ohne die menschliche Zustimmung zu ersetzen. Die Kirche hält Gottes Initiative und die Verantwortung des Menschen zusammen. Gerade weil die Gnade den Menschen innerlich bewegt, stimmt er wirklich zu.

Gottes vorausgehendes Handeln richtet sich auf das Heil aller Menschen. Die Frage lautet deshalb, wie sein umfassender Heilswille mit der Möglichkeit menschlicher Ablehnung zusammengehört.

er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Auszug aus 1 Tim 2,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen; Christus gibt sich für alle hin.

1 Tim 2,3–6: Zusammenhang und Übersetzung

1 Tim 2,3–6 bezeugt, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen; Christus gibt sich für alle hin. Die Stelle zeigt, dass Gottes Heilswille und das Erlösungswerk alle Menschen umfassen. Für das Verhältnis von Heilswillen, Freiheit und Antwort ist nun zu betrachten, wie Menschen diese Gnade annehmen oder zurückweisen.

Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.

Auszug aus Mt 23,37 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus will Jerusalem sammeln, doch die Angesprochenen verweigern sich.

Mt 23,37: Zusammenhang und Übersetzung

Mt 23,37 stellt Jesu sammelnden Heilswillen der Verweigerung der Angesprochenen gegenüber: Jesus will Jerusalem unter seinen Schutz sammeln, doch die Menschen wollen es nicht. Damit wird sichtbar, dass Gottes Heilswille und menschliche Ablehnung zugleich ernst genommen werden müssen.

Immerzu widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist, eure Väter schon und nun auch ihr.

Auszug aus Apg 7,51 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Stephanus wirft seinen Zuhörern vor, dem Heiligen Geist stets zu widerstehen.

Apg 7,51: Zusammenhang und Übersetzung

Apg 7,51 benennt diese Möglichkeit als Widerstand gegen Gottes Wirken: Stephanus wirft seinen Zuhörern vor, allezeit dem Heiligen Geist zu widerstreben. Das Zeugnis belegt, dass Gottes Wirken zurückgewiesen werden kann.

Die Kirche bejaht beides: Gott schenkt die vorausgehende Gnade und will das Heil aller; der Mensch kann dieser Gnade wirklich widerstehen. Die genannten Schriftstellen halten Gottes Heilswillen und menschliche Verweigerung zusammen, ohne die freie Antwort in Zwang zu verwandeln. Zustimmung und Ablehnung bleiben reale Möglichkeiten und begründen die Verantwortung des Menschen. Die protestantischen Traditionen antworten darauf unterschiedlich: Das reformierte Westminster-Bekenntnis lehrt eine Erwählung ohne Vorherwissen von Glauben oder Werken und eine Vorherbestimmung anderer zum ewigen Tod, und bei der wirksamen Berufung sei der Mensch zunächst ganz passiv; wesleyanische Kirchen sprechen von einer zuvorkommenden Gnade, die den Menschen zu einem guten Willen befähigt. Die Kirche lehrt: Wenn Gott in seinem ewigen Plan etwas vorherbestimmt, bezieht er die freie Antwort jedes Menschen auf seine Gnade mit ein, und niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen (KKK 600; 1037). Wer fragt, ob Gottes Heilswille am Menschen scheitern müsse, findet hier die maßgebliche Verbindung: Gottes Gnade bleibt das vorausgehende und tragende Handeln, während die Freiheit die Antwort wirklich annehmen oder verweigern kann.

Wo der Mensch antwortet, wirkt die Gnade in seiner freien Tat. Gottes Wirken und menschliches Handeln gehören im Heil zusammen.

Vers 12: Darum, meine Geliebten, - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: Wirkt mit Furcht und Zittern euer Heil!

Vers 13: Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt zu seinem Wohlgefallen.

Auszug aus Phil 2,12–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was der Text unmittelbar zeigt

Die Gläubigen sollen ihr Heil wirken; Gott wirkt in ihnen das Wollen und Vollbringen.

Phil 2,12–13: Zusammenhang und Übersetzung

Phil 2,12–13 verbindet beides unmittelbar: Die Gläubigen sollen ihr Heil wirken, und Gott wirkt in ihnen das Wollen und Vollbringen. Der Mensch handelt also wirklich, und dieses Handeln geht zugleich aus Gottes Wirken hervor. Die Stelle belegt unmittelbar die Einheit von göttlicher Gnade und menschlicher Mitwirkung.

Die Kirche versteht die Gnade als Grundlage und tragende Kraft des menschlichen Mitwirkens. Gott nimmt dem Menschen seine Tätigkeit nicht ab. Weil Gott in ihm wirkt, soll der Mensch wirken; dadurch wird seine Tätigkeit nicht unwirklich, sondern erhält ihre Kraft und Richtung. Gnade ersetzt die Antwort nicht, sondern macht sie möglich und trägt sie. So ergibt sich der Zusammenhang: Gott ergreift die Initiative und eröffnet die Antwort, der Mensch antwortet wirklich frei, kann der Gnade widerstehen, und seine Zustimmung bleibt seine eigene Tat.

Quellen zu dieser Frage 1

Was bleibt, ist ein Zusammenhang, der den Menschen aufrichtet, ohne ihn zu bevormunden: Gott ergreift die Initiative und eröffnet damit die Antwort, der Mensch antwortet wirklich frei, und beides gehört zusammen. Weil er der Gnade wirklich widerstehen kann, steht seine Zustimmung in seiner eigenen Hand; und weil die Gnade diese freie Antwort trägt, ist sie wirklich seine eigene Tat. Im Gefüge der Glaubenswahrheiten, in dem die Frage gilt, welche Aussagen dem Zentrum des Glaubens am nächsten stehen, liegt dieser Zusammenhang nicht in der Mitte. Er sagt, wie Gott den Menschen erreicht; gelesen wird er vom Zentrum des Glaubens her. Von dort nimmt er der Freiheit nichts weg, er weitet sie.

Weiterführende Erklärungen

Gottes Gnade eröffnet die AntwortUnterstützender positiver Beleg

Gott ergreift die Initiative und eröffnet dem Menschen die Antwort. Gott will das Heil aller, und der Mensch kann seiner Gnade wirklich widerstehen.

Gottes Heilswille und der Widerstand des MenschenUnterstützender positiver Beleg

Der Mensch kann der Gnade widerstehen. Wo er antwortet, trägt die Gnade selbst seine freie Antwort, sodass Gottes Wirken und menschliches Handeln zusammenwirken.

Die Gnade trägt die freie AntwortDirekter positiver Beleg

Unterthema 4 von 4 · Lohn und Verdienst

Verdienst ist Frucht der Gnade, und Gott erkennt das gute Handeln des Menschen an

Lohn und Verdienst Glaube und Überlieferung

Wie nimmt Gott treue Werke an, wenn alles aus Gnade geschenkt ist?

Gott verheißt Lohn, und sein Gericht erkennt in den Taten des Menschen seine eigene Gabe.

Verdienst nennt die Kirche den Anspruch auf Lohn, den Gott selbst dem in seiner Gnade vollbrachten guten Handeln zugesagt hat. So führt der Weg von Jesu Verheißung über das Gericht zur Frage, worin die Anerkennung des Guten gründet.

Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Auszug aus Mt 5,12 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus verheißt den Verfolgten eine große Belohnung im Himmel.

Mt 5,12: Zusammenhang und Übersetzung

Jesus spricht von einer großen Belohnung im Himmel für die Verfolgten, die um der Gerechtigkeit willen standhaft bleiben.

Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Auszug aus Mt 6,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus spricht von einem Lohn des Vaters für verborgene Werke der Gerechtigkeit und des Gebets.

Mt 6,1–6: Zusammenhang und Übersetzung

Auch das verborgene Beten, Fasten und Almosengeben nimmt der Vater wahr und vergilt es. Damit anerkennt Gott ein auf ihn gerichtetes Handeln, das nicht vor den Augen der Menschen lebt.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf.

Auszug aus Mt 10,40 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus verheißt selbst für die Aufnahme seiner Boten und eine kleine Gabe eine Belohnung.

Mt 10,40–42: Zusammenhang und Übersetzung

Wer die Boten Jesu aufnimmt und selbst etwas Kleines schenkt, empfängt ebenfalls die Verheißung einer Belohnung. Gottes Lohn nimmt konkrete Taten der Liebe ernst. Er bleibt dabei zugesagte Gnade: Ursprung, Möglichkeit und Vollendung jedes guten Werkes liegen bei Gott, und der Mensch empfängt sie von ihm. So beschreibt der Lohn wirkliche Anerkennung der Treue, ohne aus dem Geschenk einen Handel oder aus dem Menschen einen Selbsterlöser zu machen.

Er wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen: Denen, die beharrlich Gutes tun und Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, gibt er ewiges Leben.

Auszug aus Röm 2,6–7 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott vergilt jedem nach seinen Werken und nennt beharrliches gutes Tun im Blick auf Herrlichkeit.

Röm 2,6–7: Zusammenhang und Übersetzung

Dass Gott die Taten ernst nimmt, zeigt sich im Gericht: Er vergilt jedem nach seinen Werken und verheißt dem beharrlichen guten Tun die Herrlichkeit. Das gelebte Handeln erhält dadurch sein Gewicht vor Gottes gerechtem Gericht; zugleich gilt für die Werke der Vorrang der Gnade und der Gemeinschaft mit Christus.

Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden.

Auszug aus 2 Kor 5,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden und empfangen, was sie im Leib getan haben.

2 Kor 5,10: Zusammenhang und Übersetzung

Denn Gott ist nicht so ungerecht, euer Tun zu vergessen und die Liebe, die ihr seinem Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und noch dient.

Auszug aus Hebr 6,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Gott ist nicht ungerecht, den Dienst und die Liebe zu seinem Namen zu übersehen.

Hebr 6,10: Zusammenhang und Übersetzung

Alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden und empfangen, was sie im Leib getan haben. Der Mensch steht daher mit seinem ganzen Leben in der Verantwortung vor Christus. Zugleich vergisst Gott den Dienst und die Liebe zu seinem Namen nicht. Er erkennt die Liebe an, die im Glauben erwiesen wird, ohne daraus einen von der Gnade unabhängigen Anspruch zu machen.

So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte.

Auszug aus Lk 17,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Der Knecht erfüllt seinen Auftrag und soll sich dennoch als unnützer Knecht verstehen, der nur seine Pflicht getan hat.

Lk 17,7–10: Zusammenhang und Übersetzung

Damit stellt sich die Frage, was die Anerkennung des guten Handelns bedeutet. Jesus lässt den Knecht nach erfülltem Auftrag sagen: Wir sind unnütze Knechte und haben nur unsere Pflicht getan. Menschliche Verantwortung bleibt wirklich, doch der Mensch kann Gott keinen unabhängigen Anspruch entgegenhalten.

Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch.

Auszug aus 1 Kor 3,15 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Das Werk jedes Menschen wird geprüft; die Person kann gerettet werden, auch wenn ihr Werk Schaden nimmt.

1 Kor 3,12–15: Zusammenhang und Übersetzung

Das Werk jedes Menschen wird geprüft; die Person kann gerettet werden, auch wenn ihr Werk Schaden nimmt. Beides gehört zusammen: Gottes Gericht prüft das konkrete Handeln, und seine Gnade trägt den Menschen.

Die erste Gnade bleibt unverdient; auch das gute Werk und seine Vollendung hängen von Gottes Geschenk ab. Verdienst bezeichnet darum keine Forderung, die der Mensch aus eigener Kraft an Gott stellen könnte. Weil Gott aber in Freiheit verfügt hat, den Menschen mit seiner Gnade mitwirken zu lassen, verleiht die Gotteskindschaft ein wirkliches Verdienst, ein „Recht aus Gnade“ (KKK 2008–2009): Wer in der Gnade lebt, kann, vom Heiligen Geist und von der Liebe angetrieben, sich selbst und anderen die Gnaden verdienen, die zur Heiligung, zum Wachstum der Gnade und der Liebe und zum Erlangen des ewigen Lebens beitragen (KKK 2010). Darum ist das ewige Leben nach dem Konzil von Trient zugleich Gnade und Lohn, und „die Verdienste unserer guten Werke sind Geschenke der göttlichen Güte“ (KKK 2009).

Quellen zu dieser Frage 1

So ergibt sich eine Ordnung: Jesus verheißt Lohn für Treue, das Gericht nimmt das Leben des Menschen ernst, und verborgene Treue zählt. Im Gefüge der Glaubenswahrheiten steht die Gnade am Anfang und trägt alles; das gute Handeln des Menschen wächst daraus hervor, und Gott erkennt es an. Lohn und Verdienst haben in dieser Ordnung ihren Ort: Sie ruhen in dem, was Gott schenkt, und Verdienst ist die Frucht der Gnade.

Weiterführende Erklärungen

Jesus verheißt Lohn für TreueUnterstützender positiver Beleg

Jesus verheißt Lohn für verborgene Treue. Wie nimmt Gott die verborgenen Taten im Gericht ernst?

Gottes Gericht nimmt die Taten ernstUnterstützender positiver Beleg

Das Gericht nimmt die Taten ernst. Damit stellt sich die Frage, worin diese Anerkennung gründet: Der Verdienst bleibt Geschenk der Gnade, weil Gott das gute Handeln selbst schenkt und prüft.

Verdienst bleibt Geschenk der GnadeUnterstützender positiver Beleg

Wird der Mensch nicht allein durch den Glauben gerecht, weil Gott ihm Christi Gerechtigkeit zurechnet?

Der Einwand

Der Mensch wird gerecht „durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes“ (Röm 3,28). „Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet“ (Röm 4,5). Darum lehrt das Augsburger Bekenntnis, Gott wolle diesen Glauben „als Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, ansehen und zurechnen“ (Art. 4); gute Werke soll der Glaube hervorbringen, doch man dürfe nicht auf sie vertrauen, um dadurch Gnade vor Gott zu verdienen (Art. 6). Nach dem Westminster-Bekenntnis rechtfertigt Gott den Sünder nicht, indem er ihm Gerechtigkeit eingießt, sondern indem er ihm die Sünden vergibt und ihm den Gehorsam Christi zurechnet; der Glaube ist das einzige Werkzeug der Rechtfertigung, auch wenn er im Gerechtfertigten nie allein bleibt, sondern durch die Liebe wirkt (11,1–2).

Die Antwort der Kirche

Die Kirche teilt das „allein aus BegriffGnadeGnade ist die ungeschuldete Gunst und Hilfe Gottes, durch die er den Menschen zu seinem Kind macht und ihn am göttlichen Leben teilhaben lässt (KKK 1996–1997). Die heiligmachende Gnade, die in der Taufe geschenkt wird, ist ein bleibendes Geschenk, das die Seele von der Sünde heilt und heiligt; davon unterscheidet die Kirche die helfenden Gnaden, mit denen Gott zu Beginn der Bekehrung und auf dem Weg der Heiligung eingreift (KKK 1999–2000).Glossareintrag öffnen “: Niemand kann die erste Gnade verdienen, aus der die Bekehrung, die Vergebung und die BegriffRechtfertigungRechtfertigung bezeichnet Gottes unverdiente Annahme und Erneuerung des Sünders in Christus. Der Glaube wirkt durch die Liebe; Werke, die aus der Gnade hervorgehen, sind Früchte und echte Mitwirkung, aber kein Kaufpreis des Heils.Glossareintrag öffnen hervorgehen (KKK 2010). Sie bestreitet auch nicht, dass Gott gerecht spricht und anrechnet, wohl aber, dass sein Urteil dem Menschen äußerlich bliebe: Wen Gott gerecht spricht, den macht er wirklich gerecht. Die Rechtfertigung ist darum nicht nur Vergebung der Sünden, „sondern auch BegriffHeiligungHeiligung ist das Werk Gottes, durch das er den Menschen innerlich erneuert und heilig macht. Sie beginnt in der Rechtfertigung selbst, die „nicht nur Vergebung der Sünden ist, sondern auch Heiligung und Erneuerung des inneren Menschen“, und wächst durch Glaube, Sakramente und Werke der Liebe bis zur Vollendung (KKK 1989, 1999).Glossareintrag öffnen und Erneuerung des inneren Menschen“ (KKK 1989, mit dem Konzil von Trient); Gott macht uns „durch die Macht seiner Barmherzigkeit innerlich gerecht“ (KKK 1992).

So spricht die Schrift selbst. Paulus schreibt, „die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist“ (Röm 5,5), und erinnert die Korinther: „Aber ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden“ (1 Kor 6,11). Gott hat uns gerettet „durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist“, „damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht werden“ (Tit 3,5.7). Darum ist der Glaube, der rechtfertigt, der Glaube, „der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6), und Jakobus beschreibt die andere Seite derselben Wirklichkeit: Ein Glaube, der keine Liebe und kein Handeln hervorbringt, ist tot.

Darf ein Glaubender seines Heils nicht gewiss sein?

Der Einwand

Wer wahrhaft an Christus glaubt, kann nach dem Westminster-Bekenntnis schon in diesem Leben gewiss sein, im Stand der Gnade zu sein, und zwar mit einer untrüglichen Glaubensgewissheit, die auf Gottes Verheißungen gründet (18,1–2); wen Gott wirksam berufen und geheiligt hat, der kann aus diesem Stand weder ganz noch endgültig fallen (17,1). Jesus sagt von seinen Schafen: „Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen“ (Joh 10,28).

Die Antwort der Kirche

Die Kirche teilt das feste Vertrauen auf Gottes Treue: Ihre Kinder „erhoffen die Gnade der Beharrlichkeit bis zum Ende“ (KKK 2016) und können an den Wohltaten Gottes in ihrem Leben „eine Gewähr dafür erblicken, daß die Gnade in uns am Werk ist“ (KKK 2005). Weil die Gnade übernatürlich ist, lehrt sie zugleich mit dem Konzil von Trient: „Wir können uns also nicht auf unsere Gefühle oder Werke verlassen, um daraus zu folgern, daß wir gerechtfertigt und gerettet sind“ (KKK 2005).

Niemand kann den Glaubenden aus Christi Hand reißen; die Schrift rechnet aber damit, dass ein Mensch sich selbst von der Gnade abwendet: „Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt“ (1 Kor 10,12), und Paulus selbst unterwirft seinen Leib, „damit ich nicht anderen verkünde und selbst verworfen werde“ (1 Kor 9,27). Wer die Gnade durch schwere Sünde verliert, kann sie im Bußsakrament wiedererlangen (KKK 1861; 1446). Darum wirkt der Christ sein Heil „mit Furcht und Zittern“, weil Gott in ihm das Wollen und das Vollbringen bewirkt (Phil 2,12–13), und seine Gewissheit ist die der Hoffnung, die sich Gott anvertraut, wie die heilige Jeanne d’Arc auf die Frage antwortete, ob sie in der Gnade Gottes sei: „Falls ich nicht in ihr bin, wolle Gott mich in sie versetzen; falls ich in ihr bin, möge Gott mich in ihr bewahren“ (KKK 2005).

Was andere Christen dazu glauben

Die christlichen Traditionen vergleichen

Katholisch

Offizielle Lehrposition
Rechtfertigung und Heiligung gehören in der Gnade Christi zusammen: Gottes zuvorkommende Gnade führt den Menschen zum Glauben; in der Rechtfertigung empfängt er mit dem Glauben auch Hoffnung und Liebe, und die in Christus wirkende Liebe bringt echte Werke hervor.
Lehramtliche Vertiefung
Niemand verdient die erste Gnade. Gott rechtfertigt aus Gnade, und der Mensch wirkt in der empfangenen Gnade wirklich mit. Gute Werke sind Frucht und zugleich von Gott angenommene Antwort; auch jedes Verdienst bleibt Geschenk der Gnade.
Bandbreite
Die katholische Lehre versteht die Rechtfertigung als ein einziges Geschehen: Gott vergibt die Sünden, indem er den Menschen durch die eingegossene Gnade innerlich gerecht macht; eine bloß zugerechnete Gerechtigkeit neben der Erneuerung kennt sie nicht.
Offizielle Quelle: Katholisch

Lutherisch

Offizielle Lehrposition
Die Rechtfertigung geschieht um Christi willen aus Gnade durch den Glauben; gute Werke folgen notwendig, verdienen aber weder Gnade noch Rechtfertigung.
Offizielle Vertiefung
Die Augsburgische Konfession verwirft Rechtfertigung aufgrund von Verdienst, Werken oder Genugtuungen. Der Glaube empfängt Christi Gnade, und gute Werke folgen notwendig als Frucht.
Bandbreite
Die lutherische Position unterscheidet den rechtfertigenden Glauben als empfangendes Vertrauen von den folgenden Werken. Seit 1999 stellen der Lutherische Weltbund und die katholische Kirche in der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre einen Konsens in Grundwahrheiten fest; die verbleibenden Unterschiede in Sprache, theologischer Ausgestaltung und Akzentsetzung gelten als tragbar (GER 13; 40).
Offizielle Quelle: Lutherisch

Reformiert / calvinistisch

Offizielle Lehrposition
Die Rechtfertigung geschieht allein durch Christus und den Glauben als Instrument; der Glaube bleibt im gerechtfertigten Menschen nicht allein, sondern bringt durch den Geist gute Werke hervor.
Offizielle Vertiefung
Die Westminster Confession lehrt Rechtfertigung durch Christus allein und den Glauben allein als Instrument. Gute Werke sind Früchte und Beweise des Glaubens, durch Christi Geist ermöglicht; sie können Vergebung oder ewiges Leben nicht verdienen, werden aber in Christus angenommen und belohnt.
Bandbreite
Die reformierte Position fasst die Werke als notwendige Frucht und Beweis des Glaubens, ohne ihnen den Status eines Verdienstes im katholischen Sinn zuzuschreiben.
Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch

Evangelikal / freikirchlich

Offizielle Lehrposition
Nach der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz ist Jesus Christus stellvertretend für alle Menschen gestorben: „Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.“ Der Mensch wird „allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen“.
Offizielle Vertiefung
Der Heilige Geist schafft nach der Glaubensbasis durch die Wiedergeburt neues Leben, befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben, und schenkt ihnen Gaben zum Dienen; Jesus Christus beruft sie, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.
Bandbreite
Evangelische Freikirchen teilen den Vorrang von Christus, Gnade und Glauben, unterscheiden sich aber in der genauen Lehre über Rechtfertigung, Heiligung und das Verhältnis von Werken und Verdienst.
Offizielle Quelle: Evangelikal / freikirchlich
Lehrpositionen aus offiziellen Quellen sowie, wo gesondert belegt, heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede
TraditionOffizielle LehrpositionOffizielle VertiefungPraxis und BandbreiteQuelle
KatholischRechtfertigung und Heiligung gehören in der Gnade Christi zusammen: Gottes zuvorkommende Gnade führt den Menschen zum Glauben; in der Rechtfertigung empfängt er mit dem Glauben auch Hoffnung und Liebe, und die in Christus wirkende Liebe bringt echte Werke hervor.Niemand verdient die erste Gnade. Gott rechtfertigt aus Gnade, und der Mensch wirkt in der empfangenen Gnade wirklich mit. Gute Werke sind Frucht und zugleich von Gott angenommene Antwort; auch jedes Verdienst bleibt Geschenk der Gnade.

Die katholische Lehre versteht die Rechtfertigung als ein einziges Geschehen: Gott vergibt die Sünden, indem er den Menschen durch die eingegossene Gnade innerlich gerecht macht; eine bloß zugerechnete Gerechtigkeit neben der Erneuerung kennt sie nicht.

Offizielle Quelle: Katholisch
LutherischDie Rechtfertigung geschieht um Christi willen aus Gnade durch den Glauben; gute Werke folgen notwendig, verdienen aber weder Gnade noch Rechtfertigung.Die Augsburgische Konfession verwirft Rechtfertigung aufgrund von Verdienst, Werken oder Genugtuungen. Der Glaube empfängt Christi Gnade, und gute Werke folgen notwendig als Frucht.

Die lutherische Position unterscheidet den rechtfertigenden Glauben als empfangendes Vertrauen von den folgenden Werken. Seit 1999 stellen der Lutherische Weltbund und die katholische Kirche in der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre einen Konsens in Grundwahrheiten fest; die verbleibenden Unterschiede in Sprache, theologischer Ausgestaltung und Akzentsetzung gelten als tragbar (GER 13; 40).

Offizielle Quelle: Lutherisch
Reformiert / calvinistischDie Rechtfertigung geschieht allein durch Christus und den Glauben als Instrument; der Glaube bleibt im gerechtfertigten Menschen nicht allein, sondern bringt durch den Geist gute Werke hervor.Die Westminster Confession lehrt Rechtfertigung durch Christus allein und den Glauben allein als Instrument. Gute Werke sind Früchte und Beweise des Glaubens, durch Christi Geist ermöglicht; sie können Vergebung oder ewiges Leben nicht verdienen, werden aber in Christus angenommen und belohnt.

Die reformierte Position fasst die Werke als notwendige Frucht und Beweis des Glaubens, ohne ihnen den Status eines Verdienstes im katholischen Sinn zuzuschreiben.

Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch
Evangelikal / freikirchlichNach der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz ist Jesus Christus stellvertretend für alle Menschen gestorben: „Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.“ Der Mensch wird „allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen“.Der Heilige Geist schafft nach der Glaubensbasis durch die Wiedergeburt neues Leben, befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben, und schenkt ihnen Gaben zum Dienen; Jesus Christus beruft sie, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.

Evangelische Freikirchen teilen den Vorrang von Christus, Gnade und Glauben, unterscheiden sich aber in der genauen Lehre über Rechtfertigung, Heiligung und das Verhältnis von Werken und Verdienst.

Offizielle Quelle: Evangelikal / freikirchlich
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40 Bibelstellen · Rechtfertigung

Was die Schrift selbst sagt

Alle Bibelstellen dieses Themas im Wortlaut, geordnet nach den Fragen, für die sie zeugen. Jede führt zu ihrer Erklärung.

Glaube und Liebe gehören zusammen

Lk 10,25–37Jesus verbindet das ewige Leben mit tätiger Liebe

Jesus führt die Frage nach dem ewigen Leben zur Liebe zu Gott und zum Nächsten und zeigt diese Liebe am Handeln des barmherzigen Samariters. Die Kirche lehrt, dass solche Liebe Frucht der Gnade und die Antwort des Menschen ist.

Bibeltext

Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

Auszug aus Lk 10,25 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 7,21–27Hören und Tun gehören zusammen

Jesus stellt dem bloßen Bekenntnis das Tun des Willens des Vaters gegenüber und vergleicht den Handelnden mit einem Mann, der auf Fels baut. Die Kirche lehrt, dass der Glaube in Liebe und Gehorsam Frucht trägt.

Bibeltext

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Auszug aus Mt 7,21 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Lk 17,11–19Die Heilung geht der Rückkehr voraus

Zehn Aussätzige werden auf dem Weg geheilt, aber nur der Samariter kehrt zu Jesus zurück, dankt Gott und wird als glaubend angesprochen. Die Kirche sieht darin die Antwort des Menschen auf eine zuvor empfangene Gnade.

Bibeltext

Während sie hingingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war, und er lobte Gott mit lauter Stimme.

Auszug aus Lk 17,14–15 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Joh 15,1–10Ohne Christus gibt es keine geistliche Frucht

Jesus beschreibt sich als den Weinstock: Wer in ihm bleibt, bringt Frucht, getrennt von ihm kann der Mensch nichts vollbringen. Die Kirche lehrt, dass diese Frucht aus der Gemeinschaft mit Christus und seiner Gnade hervorgeht.

Bibeltext

Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

Auszug aus Joh 15,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Röm 3,28Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus erklärt, dass der Mensch durch Glauben gerecht wird, unabhängig von Werken des Gesetzes. Die lutherische Tradition sagt dafür „allein durch den Glauben“ und beruft sich auf diesen Ausschluss der Werke; im griechischen Satz steht das Wort „allein“ nicht. Die Kirche hält fest, dass niemand die Rechtfertigung durch vorausgehende Werke verdient, und lehrt zugleich, dass der rechtfertigende Glaube mit Hoffnung und Liebe geschenkt wird.

Bibeltext

Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.

Auszug aus Röm 3,28 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Röm 4,1–8Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus führt Abraham an: Er glaubte Gott, und dieser Glaube wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Die Kirche lehrt, dass Gottes Gnade am Anfang steht und gute Werke aus der empfangenen Gnade hervorgehen.

Bibeltext

Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Auszug aus Röm 4,1–8 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Röm 6,1–23Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus verbindet die Taufe mit dem Tod und der Auferstehung Christi und ruft zu einem neuen Leben ohne die Herrschaft der Sünde auf. Die Kirche versteht darin die Taufe als sakramentale Eingliederung in Christus.

Bibeltext

Vers 4: Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.

Auszug aus Röm 6,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Gal 2,16–21Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus stellt die Rechtfertigung durch den Glauben an Jesus Christus dem Vertrauen auf Werke des Gesetzes gegenüber. Die Kirche lehrt, dass Gottes Gnade den Menschen rechtfertigt und ihn zu einem neuen Leben befähigt.

Bibeltext

dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerecht wird, sondern aus dem Glauben an Jesus Christus; so sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gelangt, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Fleisch gerecht.

Auszug aus Gal 2,16 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Eph 2,8–10Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Der Epheserbrief nennt die Rettung ein Geschenk der Gnade durch den Glauben, „nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann“, und bezeichnet die Geretteten zugleich als Gottes Geschöpfe, „in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen“. Die Kirche liest darin, dass Gott die guten Werke im Voraus bestimmt, mit denen die Erlösten ihr Leben gestalten: Sie sind Frucht der neuen Schöpfung, nicht ihr Preis.

Bibeltext

Vers 8: Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,

Vers 9: nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann.

Vers 10: Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten.

Auszug aus Eph 2,8–10 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Tit 3,4–8Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus führt die Rettung auf die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zurück, „nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen“, und verlangt im selben Abschnitt, dass die Glaubenden sich in guten Werken hervortun (Tit 3,8). Gnade als Ursprung und gute Werke als Frucht stehen hier in einem Atemzug; die Kirche lehrt entsprechend, dass niemand die erste Gnade verdienen kann und die Liebe Christi die Quelle aller Verdienste ist (KKK 2010–2011).

Bibeltext

hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.

Auszug aus Tit 3,5 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Phil 2,12–13Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus verbindet das eigene Wirken der Glaubenden mit Gottes Wirken, der in ihnen das Wollen und Vollbringen hervorbringt. Die Kirche versteht die Gnade als Grundlage und Kraft einer freien menschlichen Antwort.

Bibeltext

Vers 12: Darum, meine Geliebten, - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: Wirkt mit Furcht und Zittern euer Heil!

Vers 13: Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt zu seinem Wohlgefallen.

Auszug aus Phil 2,12–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Phil 3,7–14Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

Paulus gibt sein Vertrauen auf eigene Gerechtigkeit auf und richtet sein Leben ganz auf die Erkenntnis Christi und die Teilnahme an seiner Auferstehung aus. Die Kirche sieht darin den Weg eines Glaubens, der sich von Christus formen lässt.

Bibeltext

Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.

Auszug aus Phil 3,7–14 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Gal 5,6Der Glaube wirkt durch die Liebe

Für Paulus vermag in Christus weder die Beschneidung noch die Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt. Der Katechismus nimmt das Wort auf, um den lebendigen Glauben zu beschreiben, in dem sich der Mensch Gott als ganzer überantwortet (KKK 1814).

Bibeltext

Denn in Christus Jesus vermag weder die Beschneidung noch die Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt.

Auszug aus Gal 5,6 · EÜ 2016 · © KBA 2016
1 Kor 13,2Der Glaube wirkt durch die Liebe

Paulus erklärt, dass selbst ein Glaube, der Berge versetzen könnte, ohne Liebe nichts ist. Die Kirche lehrt mit dieser Stelle, dass die Liebe über allen Gaben und Tugenden steht und die erste der göttlichen Tugenden ist (KKK 1826).

Bibeltext

Wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

Auszug aus 1 Kor 13,2 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Jak 2,14Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen

Jakobus fragt, ob ein Glaube ohne Werke retten kann, und prüft ihn an der Hilfe für den bedürftigen Bruder. Der Katechismus führt dieses Beispiel bei den Werken der Barmherzigkeit an, den Liebestaten, durch die der Nächste in seiner leiblichen und geistigen Not Hilfe erfährt (KKK 2447).

Bibeltext

Was nützt es, meine Brüder und Schwestern, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?

Auszug aus Jak 2,14 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Jak 2,17Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen

Jakobus nennt einen Glauben ohne Werke tot und stellt ihm einen Glauben gegenüber, der handelt. Die Kirche lehrt mit diesem Wort, dass das Geschenk des Glaubens in dem bleibt, der nicht gegen ihn sündigt, ein Glaube ohne Werke aber tot ist und ohne Hoffnung und Liebe den Menschen nicht voll mit Christus vereint (KKK 1815).

Bibeltext

So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

Auszug aus Jak 2,17 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Jak 2,22Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen

Jakobus zeigt an Abraham, der seinen Sohn Isaak auf den Opferaltar legte, dass der Glaube mit den Werken zusammenwirkt und aus den Werken zur Vollendung kommt. Der Katechismus nennt Abraham das Vorbild des Glaubensgehorsams, in dem sich der Mensch dem gehörten Wort Gottes in Freiheit unterwirft (KKK 144–146).

Bibeltext

Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und dass der Glaube aus den Werken zur Vollendung kam.

Auszug aus Jak 2,22 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Jak 2,24Jakobus nennt den toten Glauben beim Namen

Jakobus folgert, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein. Die Kirche lehrt mit dieser Stelle, dass der lebendige Glaube in Werken der Liebe tätig ist und der Gerechtfertigte durch solche Werke in der empfangenen Gerechtigkeit wächst.

Bibeltext

Ihr seht, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein.

Auszug aus Jak 2,24 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 25,31–46Das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernst

Im Gericht nennt Jesus konkrete Werke der Barmherzigkeit und stellt sie so dar, als seien sie ihm selbst erwiesen worden. Die Kirche lehrt, dass solche aus der Gnade hervorgehenden Werke im Gericht wirklich berücksichtigt werden.

Bibeltext

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Auszug aus Mt 25,31–46 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Röm 2,6–7Das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernst

Paulus sagt, dass Gott jeden nach seinen Werken richtet und beharrliches Tun des Guten ernst nimmt. Die Kirche lehrt, dass solche Werke aus der Gnade hervorgehen und Gottes Urteil über die Antwort des Menschen mitbestimmen.

Bibeltext

Er wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen: Denen, die beharrlich Gutes tun und Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, gibt er ewiges Leben.

Auszug aus Röm 2,6–7 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Tob 12,8–9Das Gericht nimmt die gelebte Liebe ernst

Der Text verbindet Almosen mit Rettung vor dem Tod, Reinigung von Sünde und dem Empfang des Lebens. Die Kirche lehrt, dass Werke der Barmherzigkeit aus Gottes Gnade hervorgehen und im Gericht wirklich berücksichtigt werden.

Bibeltext

Almosen retten aus dem Tod, sie reinigen von aller Sünde. Die Almosen geben, werden mit Leben gesättigt werden.

Auszug aus Tob 12,8–9 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Zur Heiligkeit berufen

1 Thess 4,3Die Heiligkeit ist Gottes Wille für jeden Getauften

Paulus nennt die Heiligung ausdrücklich den Willen Gottes für die Glaubenden. Die Kirche lehrt, dass jeder Getaufte zur Heiligkeit und zur Vollkommenheit der Liebe berufen ist.

Bibeltext

Das ist es, was Gott will: eure Heiligung - dass ihr die Unzucht meidet, dass jeder von euch lernt, mit seiner Frau in heiliger und achtungsvoller Weise zu verkehren, nicht in leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen, und dass keiner seinen Bruder bei Geschäften betrügt und übervorteilt, denn all das rächt der Herr, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben.

Auszug aus 1 Thess 4,3–6 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Eph 1,4Die Heiligkeit ist Gottes Wille für jeden Getauften

Gott erwählt die Gläubigen in Christus dazu, heilig und untadelig vor ihm zu leben. Die Kirche lehrt, dass diese Berufung zur Heiligkeit allen Getauften gilt und in der Vollkommenheit der Liebe ihr Ziel hat.

Bibeltext

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm.

Auszug aus Eph 1,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Röm 8,29Die Gnade formt den Christen in das Bild Christi

Gott bestimmt die Seinen dazu, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu werden. Die Kirche sieht darin das Ziel der Rechtfertigung: Weil sie nicht nur Vergebung der Sünden, sondern auch Heiligung und Erneuerung des inneren Menschen ist, werden die Gerechtfertigten Christus, dem Erstgeborenen unter vielen Brüdern, ähnlich (KKK 1989).

Bibeltext

Denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.

Auszug aus Röm 8,29 · EÜ 2016 · © KBA 2016
2 Kor 3,18Die Gnade formt den Christen in das Bild Christi

Paulus schreibt, dass alle Glaubenden mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel schauen und so durch den Geist des Herrn in sein Bild verwandelt werden, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Die Kirche sieht darin das Wachstum in der Heiligkeit, das der Geist in den Gerechtfertigten Schritt für Schritt wirkt.

Bibeltext

Wir alle aber schauen mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.

Auszug aus 2 Kor 3,18 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 5,48Heiligkeit wächst aus der Gnade

Jesus ruft seine Jünger dazu auf, vollkommen zu sein, wie der himmlische Vater vollkommen ist. Die Kirche versteht diesen Ruf als Ziel eines von der Gnade getragenen Lebens in Liebe, Gehorsam und tätiger Barmherzigkeit.

Bibeltext

Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Auszug aus Mt 5,48 · EÜ 2016 · © KBA 2016
1 Petr 1,15–16Heiligkeit wächst aus der Gnade

Petrus ruft die Getauften dazu auf, ihr ganzes Leben an Gottes Heiligkeit auszurichten. Die Kirche lehrt, dass die empfangene Gnade zu Liebe, Gehorsam und tätiger Barmherzigkeit führt.

Bibeltext

Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch eure ganze Lebensführung heilig sein. Denn es steht geschrieben: Seid heilig, weil ich heilig bin!

Auszug aus 1 Petr 1,15–16 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Gal 5,22–25Heiligkeit wächst aus der Gnade

Paulus beschreibt die Frucht des Geistes in konkreten Haltungen und Handlungen des Lebens. Die Kirche lehrt, dass die Gnade zu Heiligkeit führt, in der Liebe, Gehorsam und tätige Barmherzigkeit sichtbar werden.

Bibeltext

Vers 22: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,

Vers 23: Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht.

Auslassung im Bibeltext.

Vers 25: Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!

Auszug aus Gal 5,22–23.25 · EÜ 2016 · © KBA 2016
1 Joh 2,3–6Heiligkeit wächst aus der Gnade

Der Erste Johannesbrief verbindet die Erkenntnis Christi mit dem Halten seiner Gebote und einem Leben nach seinem Beispiel. Die Kirche lehrt, dass die Gnade zu Heiligkeit, Gehorsam und tätiger Liebe führt.

Bibeltext

Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten.

Auszug aus 1 Joh 2,3 · EÜ 2016 · © KBA 2016
1 Joh 3,16–18Heiligkeit wächst aus der Gnade

Der Erste Johannesbrief macht Christi Hingabe zum Maßstab der Liebe und fordert Liebe in Tat und Wahrheit. Die Kirche lehrt, dass die Gemeinschaft mit Christus in tätiger Barmherzigkeit sichtbar wird.

Bibeltext

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.

Auszug aus 1 Joh 3,18 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Erwählung, Gnade und Freiheit

1 Tim 2,3–6Gottes Heilswille und der Widerstand des Menschen

Paulus begründet die Fürbitte für alle Menschen mit Gottes Heilswillen: Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, und Christus, der eine Mittler, hat sich als Lösegeld für alle hingegeben.

Bibeltext

er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Auszug aus 1 Tim 2,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 23,37Gottes Heilswille und der Widerstand des Menschen

Jesus beklagt Jerusalem, weil er seine Kinder sammeln wollte, sie aber nicht wollten. Die Kirche lehrt, dass Gott das Heil will und der Mensch seiner Gnade wirklich widerstehen kann.

Bibeltext

Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.

Auszug aus Mt 23,37 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Apg 7,51Gottes Heilswille und der Widerstand des Menschen

Stephanus wirft seinen Hörern vor, dem Heiligen Geist wie ihre Väter zu widerstreben. Die Stelle bezeugt, dass Menschen Gottes Wirken erkennen und sich ihm dennoch entgegenstellen können.

Bibeltext

Immerzu widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist, eure Väter schon und nun auch ihr.

Auszug aus Apg 7,51 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Lohn und Verdienst

Mt 5,12Jesus verheißt Lohn für Treue

Jesus verheißt denen, die um seinetwillen verfolgt werden, einen großen Lohn im Himmel. Die Kirche lehrt, dass dieser Lohn Gottes Geschenk bleibt und die Treue vollendet, die seine Gnade ermöglicht.

Bibeltext

Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Auszug aus Mt 5,12 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 6,1–6Jesus verheißt Lohn für Treue

Jesus fordert dazu auf, Almosen und Gebet nicht zur Schau zu stellen, und verheißt den Lohn des Vaters, der das Verborgene sieht. Die Kirche versteht diesen Lohn als Geschenk für eine von Gott getragene Treue.

Bibeltext

Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Auszug aus Mt 6,4 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Mt 10,40–42Jesus verheißt Lohn für Treue

Jesus verbindet die Aufnahme seiner Gesandten mit der Aufnahme seiner selbst und verheißt sogar für einen Becher Wasser Lohn. Die Kirche lehrt, dass Gott solche Werke der Liebe anerkennt, deren Ursprung in seiner Gnade liegt.

Bibeltext

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf.

Auszug aus Mt 10,40 · EÜ 2016 · © KBA 2016
2 Kor 5,10Gottes Gericht nimmt die Taten ernst

Paulus sagt, dass alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden und nach ihrem Tun empfangen. Die Kirche lehrt, dass Gott die Werke der Gnade anerkennt und darin den gelebten Glauben sichtbar werden lässt.

Bibeltext

Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden.

Auszug aus 2 Kor 5,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Hebr 6,10Gottes Gericht nimmt die Taten ernst

Der Hebräerbrief versichert, dass Gott die Liebe und den Dienst der Glaubenden nicht vergisst. Die Kirche lehrt, dass Gott ein von seiner Gnade ermöglichtes gutes Handeln anerkennt und vollendet.

Bibeltext

Denn Gott ist nicht so ungerecht, euer Tun zu vergessen und die Liebe, die ihr seinem Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und noch dient.

Auszug aus Hebr 6,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016
Lk 17,7–10Verdienst bleibt Geschenk der Gnade

Jesus erinnert seine Jünger daran, dass ein Diener aus erfüllter Pflicht keinen eigenständigen Anspruch gegenüber seinem Herrn ableitet. Die Kirche spricht dennoch von Verdienst, wenn Gott ein von seiner Gnade ermöglichtes Handeln anerkennt.

Bibeltext

So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte.

Auszug aus Lk 17,10 · EÜ 2016 · © KBA 2016
1 Kor 3,12–15Verdienst bleibt Geschenk der Gnade

Das Feuer prüft das Werk des Bauenden: Das Werk kann verbrennen, während der Mensch selbst gerettet wird. Die Kirche liest diese Läuterung im Zusammenhang ihrer Lehre von der Reinigung derer, die in Gottes Gnade sterben.

Bibeltext

Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch.

Auszug aus 1 Kor 3,15 · EÜ 2016 · © KBA 2016
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Wie die Kirche diese Frage durch die Jahrhunderte bezeugt

Kirchenväter, Konzilien und Kirchenlehrer zeigen, wie Christen die Schrift zu dieser Frage gelesen und gelebt haben. Ihr Wortlaut steht jeweils bei der Frage, die er stützt.

Jede Frage zu Rechtfertigung einzeln geprüft

Jeder Schritt prüft eine Bibelstelle genau: was sie sagt, was sie zum Argument beiträgt und welcher Einwand sich an ihr festmacht.

Die Begriffe dieses Themas kurz erklärt

Betrachten und beten

Wie kann eine menschliche Antwort wirklich frei und zugleich vollständig von Gnade getragen sein?

Herr Jesus Christus, schenke Glauben, der in deiner Gnade bleibt, deine Liebe empfängt und sie in Gehorsam, Dankbarkeit und tätiger Barmherzigkeit sichtbar werden lässt. Bewahre vor einem Bekenntnis ohne Frucht und vor dem Versuch, das Heil als eigenen Besitz zu behandeln. Führe zur treuen Gemeinschaft mit dir.