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Bibelstelle · EÜ 2016

Eph 2,8–10

Der Epheserbrief nennt die Rettung ein Geschenk der Gnade durch den Glauben, „nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann“, und bezeichnet die Geretteten zugleich als Gottes Geschöpfe, „in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen“. Die Kirche liest darin, dass Gott die guten Werke im Voraus bestimmt, mit denen die Erlösten ihr Leben gestalten: Sie sind Frucht der neuen Schöpfung, nicht ihr Preis.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Eph 2,8–10

Bibeltext

Vers 8: Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,

Vers 9: nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann.

Vers 10: Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten.

Auszug aus Eph 2,8–10 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Direkter BelegSchritt 5 von 8

    Aus Gnade gerettet und zu guten Werken geschaffen

    Der Text verbindet den Vorrang der Gnade mit dem Ziel eines von Gott bereiteten guten Lebens.

  2. Starker GesamtbefundSchritt 1 von 5

    Die Läuterung eines bereits geretteten Menschen

    Baustein dafür, dass Gnade der Grund des Heils ist; nächste Prämisse: Röm 5,1–11.

Verwandte Bibelstellen

Quellen und HinweiseKKK 1987–2029 · KKK 1030–1032, 1472–1473

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 39–40Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle

    Die allgemeine Berufung zur Heiligkeit verbindet Gnade, Taufe und Vollkommenheit der Liebe.

Historische Primärquellen

  • Konzil von Trient, Sitzung VISessio VI, Kap. 5–7Transkription bei Hanover Historical Texts Collection

    Rechtfertigung umfasst Heiligung und Erneuerung; Gottes Gnade geht jeder Mitwirkung voraus.

  • Konzil von Trient, Sitzung XXVDekret über das FegefeuerTranskription bei Hanover Historical Texts Collection

    Trient präzisiert die Lehre über die Hilfe der Fürbitten für die dort festgehaltenen Seelen.

  • Zweites Konzil von Lyon1274, GlaubensbekenntnisTranskription bei Papal Encyclicals / Council texts

    Spätere dogmatische Präzisierung der Lehre über die Läuterung.

Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen

  • Westminster Confession of FaithWCF IIIPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Eine reformierte Lehre der Erwählung, die sich von anderen protestantischen Traditionen unterscheidet.

  • Articles of ReligionArticles VIII–XPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Methodistische Quelle zur Gnade und menschlichen Antwort.

  • Augsburger BekenntnisCA VI, XXPrimärtext · Offizielle konfessionelle Quelle

    Lutherische Lehre zu guten Werken als Frucht des Glaubens.