Sakrament der Kranken
Was Christus dem Kranken schenkt
Schwere Krankheit und nachlassende Kräfte im Alter bringen Angst, Schwäche und die Frage nach Gottes Nähe zusammen. Die Kirche antwortet darauf mit der Krankensalbung. Drei Kapitel zeigen, was Christus darin gibt, warum die Kirche hier ein Sakrament erkennt und was der Empfang bedeutet.
3 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

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Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Das Geschenk Glaube und Überlieferung
Was gibt Christus dem Kranken?
Das Sakrament gilt dem, dessen Gesundheit bedroht ist.
Die Krankensalbung empfangen Gläubige, die schwer erkrankt sind oder deren Kräfte im Alter nachlassen; eine leichte Erkrankung genügt nicht. Bei erneuter schwerer Erkrankung kann das Sakrament von neuem empfangen werden.
Sakrament heißt: Christus schenkt seine Gnade durch das Gebet der Kirche und durch ein sichtbares Zeichen. Was der Kranke empfängt, ist zuerst eine Gabe des Heiligen Geistes: Stärkung, Frieden und Mut, um eine schwere Krankheit oder die Altersschwäche zu bestehen. Sie erneuert sein Vertrauen auf Gott und stärkt ihn gegen Entmutigung und Todesangst.
Quellen zu dieser Frage 2
Unterthema 1 von 1 · Öl, Gebet und die Ältesten der Gemeinde
In der Salbung durch die Priester der Kirche handelt Christus selbst am Kranken
Das Zeugnis der Kirche Glaube und Überlieferung
Warum erkennt die Kirche in der Salbung der Kranken ein Sakrament?
Die Schrift bezeugt die apostolische Praxis in ihrer Herkunft und ihrer geordneten Gestalt.
Jakobus beschreibt, wie ein Kranker die Ältesten der Gemeinde ruft. Sie beten über ihm und salben ihn im Namen des Herrn mit Öl. Der Brief verbindet diese Handlung mit Rettung, Aufrichtung und Vergebung der Sünden. Der Kranke empfängt die Hilfe also durch eine geordnete Handlung der Gemeinde, in der Gebet, Salbung, der Name des Herrn und die zugesagten Wirkungen zusammengehören.
Auszug aus Jak 5,14–15 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 14: Ist einer unter euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.
Vers 15: Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Was der Text unmittelbar zeigt
Jakobus führt die Ältesten der Kirche, das Gebet, die Salbung, den Namen des Herrn und die zugesagte Rettung, Aufrichtung und Vergebung in einer Handlung zusammen.
Markus berichtet, dass die von Jesus gesandten Zwölf viele Kranke mit Öl salbten und heilten. Die Salbung steht damit im Dienst der Sendung, in der Jesus die Zwölf an seinem Heilen teilhaben lässt. Der Jakobusbrief zeigt, wie diese Handlung in der Gemeinde geordnet ist und welche Zusagen sie trägt.
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
Auszug aus Mk 6,7–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Was die Stelle zum Argument beiträgt
Markus zeigt die Salbung der Kranken im Dienst der Zwölf, die Jesus mit Vollmacht aussendet und an seinem Heilen teilhaben lässt.
Sichtbares Zeichen ist die Salbung mit Öl, das der Bischof oder im Notfall der spendende Priester gesegnet hat (KKK 1513; 1530). Seine Bedeutung empfängt das Zeichen aus dem, was Jakobus damit verbindet: dem Rufen der Ältesten, dem Handeln im Namen des Herrn und der Zusage von Aufrichtung und Sündenvergebung. Zusammen mit dem Dienst der von Jesus Gesandten, den Markus bezeugt, ergibt sich daraus eine kirchliche Handlung, deren Heilskraft vom Herrn kommt.
Frühchristliche Zeugnisse verbinden die Salbung Kranker mit dem Gebet der Kirche, mit der Bitte um Heilung und Vergebung und mit der Sorge um die Kranken. Der Brief Papst Innozenz' I. aus dem Jahr 416 über das vom Bischof bereitete Öl zeigt, wie diese Praxis in der kirchlichen Überlieferung weitergegeben wurde. Der Bischof erscheint darin neben den Priestern in diesem Dienst.
Auf dieser apostolischen Überlieferung beruht das Urteil der Kirche. Das Konzil von Trient lehrt, dass Christus die Krankensalbung als Sakrament eingesetzt hat; Markus deutet sie an, Jakobus empfiehlt und verkündet sie den Gläubigen. Das gesegnete Öl ist das sichtbare Zeichen der inneren Gnade. Trient hat dieses Urteil als Glaubenssatz (Dogma) definiert, und der Katechismus bekennt es als Glauben der Kirche (KKK 1511). Die frühe Kirche bezeugt die Praxis; die spätere Lehre präzisiert ihre sakramentale Bedeutung.
Bischöfe und Priester spenden die Krankensalbung mit gesegnetem Öl. Durch ihren Dienst schenkt Christus dem Kranken Frieden und Mut, verbindet ihn mit seinem heilbringenden Leiden und bereitet ihn auf das ewige Leben vor.
Der Empfang Glaube und Überlieferung
Was bedeutet der Empfang?
Die Salbung verbindet den Kranken mit Christus und mit der Kirche.
Der Name Letzte Ölung erinnert an die Zeit, in der die Salbung fast nur Sterbenden gespendet wurde. Die Kirche kommt mit ihr zu dem Gläubigen, den schwere Krankheit oder nachlassende Kräfte treffen; ärztliche Behandlung bleibt nötig.
Die Gnade der Salbung verbindet den Kranken enger mit Christus: Die Kirche empfiehlt ihn dem leidenden und verherrlichten Herrn und lädt ihn ein, sich aus freien Stücken mit dem Leiden und dem Tod Christi zu vereinigen. So hat er Anteil an dem Leiden, durch das der Herr die Menschen erlöst, und trägt zum Wohl der Kirche bei. Kann er seine Sünden nicht mehr beichten, empfängt er die Vergebung in der Salbung; wer am Ende seines Lebens steht, wird auf das ewige Leben vorbereitet. Den Sterbenden reicht die Kirche zudem die Eucharistie als Wegzehrung: Buße, Salbung und Eucharistie sind die Sakramente, die auf die Heimat vorbereiten, und das letzte von ihnen soll die Eucharistie sein (KKK 1517; 1525).
Dass nur Bischöfe und Priester das Sakrament spenden, hat die Kongregation für die Glaubenslehre 2005 als Lehre bezeichnet, an der die Kirche endgültig und verbindlich festhält. Auch die Heilung des Leibes erbittet die Kirche: Gott schenkt sie, wenn sie dem Heil dient, und ihre Fürbitte gilt dem Kranken, auch wenn die Genesung ausbleibt.
Quellen zu dieser Frage 8
- KKK 1512Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- KKK 1509Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- KKK 1516Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- KKK 1520–1523Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- KKK 1532Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- KKK 1517, 1524–1525Katechismus der Katholischen Kirche ↗
- Krankensalbung, Kap. IKonzil von Trient, Sitzung XIV ↗
- Note, 11. Februar 2005Note bezüglich des Spenders des Sakraments der Krankensalbung ↗
Schrift, frühe Praxis und Lehre der Kirche führen zum selben Urteil: In der Salbung durch die Priester der Kirche handelt Christus selbst am Kranken, und das gesegnete Öl ist das sichtbare Zeichen der inneren Gnade, mit der er ihm Frieden und Mut schenkt. Die Kirche zählt die Krankensalbung mit der Buße zu den Sakramenten der Heilung; sie verbindet das Leiden des Kranken mit dem Leiden Christi und stellt ihn unter das Gebet der ganzen Kirche (Kompendium Nr. 250; KKK 1521–1522).
Weiterführende Erklärungen
Warum die Kirche in der Salbung ein Sakrament erkenntDirekter positiver BelegJakobus ordnet die Salbung durch die Ältesten an und verbindet sie mit Rettung, Aufrichtung und Vergebung. Die frühen Zeugnisse führen diese apostolische Praxis weiter und verbinden sie mit kirchlichem Gebet, Heilung und Sündenvergebung.
Salbung, Gebet und Vergebung in der frühen KircheUnterstützender positiver BelegDie frühe Kirche salbt und betet für die Kranken. Die spätere Lehre der Kirche bestimmt, was dieses Zeichen zusagt: Die Krankensalbung ist ein von Christus eingesetztes Sakrament mit dem gesegneten Öl als Zeichen der inneren Gnade.
Empfangenes Sakrament, geordneter Dienst, Gnade für den KrankenUnterstützender positiver BelegIst die Salbung in Jakobus 5 nicht Krankenpflege mit Gebet, aber kein Sakrament?
Der Einwand
Öl war im Altertum ein gewöhnliches Heilmittel: Der Samariter „goss Öl und Wein auf seine Wunden“ (Lk 10,34). Jakobus fordere deshalb dazu auf, für den Kranken zu beten und ihn zu pflegen. Auch die Bekenntnisse der Reformation zählen die Letzte Ölung nicht zu den Sakramenten: Die lutherische Apologie rechnet sie zu den von den Vätern übernommenen Riten, die kein Gebot Gottes haben (Art. XIII), und nach den Glaubensartikeln der Kirche von England ist sie kein Sakrament des Evangeliums, weil ihr ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehle (Art. XXV).
Die Antwort der Kirche
Das Konzil von Trient bekennt: „Diese heilige Salbung der Kranken wurde von Christus, unserem Herrn, als wahrhaftes und eigentliches BegriffSakramentEin Sakrament ist ein von Christus eingesetztes und der Kirche anvertrautes wirksames Zeichen der Gnade, durch das göttliches Leben geschenkt wird; es bewirkt, was es bezeichnet (KKK 1131). Die Sakramente wirken „ex opere operato“, das heißt kraft des ein für alle Mal vollbrachten Heilswerkes Christi und nicht kraft der Heiligkeit des Spenders; ihre Frucht hängt aber auch von der inneren Verfassung des Empfängers ab (KKK 1128). Die Kirche kennt sieben Sakramente.Glossareintrag öffnen des Neuen Testamentes eingesetzt, und zwar bei Markus angedeutet, durch Jakobus aber, den Apostel und Bruder des Herrn, den Gläubigen empfohlen und verkündet“ (KKK 1511).
Jakobus beschreibt mehr als Pflege. Der Kranke ruft die Ältesten der Gemeinde, sie beten über ihm und salben ihn im Namen des Herrn; der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben (Jak 5,14–15). Eine solche Zusage kann nur der Herr selbst an ein Zeichen binden; der Apostel verkündet, was der Herr eingesetzt hat. So nennt die Schrift selbst das sichtbare Zeichen und seine Verheißung: die Salbung mit Öl im Namen des Herrn.
Die spätere Lehre über das geweihte Öl und die liturgische Ordnung entfaltet dieses apostolische Grundmuster.
Was andere Christen dazu glauben
Die christlichen Traditionen vergleichen
Katholisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Krankensalbung ist das Sakrament für Gläubige, die durch Krankheit oder Alter in Gefahr geraten; ihren Ritus bezeugt der Jakobusbrief (Jak 5,14–15). Christus stärkt die Kranken, verbindet sie mit seinem Leiden, vergibt Sünden und schenkt, wenn es dem Heil dient, Genesung.
Lutherisch
- Offizielle Lehrposition
- Die lutherischen Bekenntnisschriften zählen die Letzte Ölung nicht zu den Sakramenten: Die Apologie rechnet sie zu den von den Vätern übernommenen Riten, die kein Gebot Gottes haben (Art. XIII).
Reformiert / calvinistisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68); eine sakramentale Krankensalbung kennt die reformierte Lehre nicht.
Baptistisch
- Offizielle Lehrposition
- Die Baptist Faith and Message (2000) kennt zwei Ordnungen der Gemeinde, Taufe und Abendmahl; eine Krankensalbung als Sakrament oder Ordnung nennt sie nicht.
Pfingstlich / charismatisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach den Assemblies of God ist göttliche Heilung ein fester Bestandteil des Evangeliums: Die Befreiung von Krankheit ist im Sühnetod Christi vorgesehen und ein Vorrecht aller Gläubigen; sie berufen sich dafür auf Jes 53,4–5, Mt 8,16–17 und Jak 5,14–16.
Methodistisch / wesleyanisch
- Offizielle Lehrposition
- Die methodistischen Articles of Religion kennen zwei von Christus eingesetzte Sakramente, Taufe und Abendmahl; die Letzte Ölung zählen sie nicht zu den Sakramenten des Evangeliums (Art. XVI).
Anglikanisch
- Offizielle Lehrposition
- Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Letzte Ölung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV).
Orthodox / byzantinisch
- Offizielle Lehrposition
- Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika heiligt die orthodoxe Kirche durch die Salbung im Namen Christi das Leiden der Kranken mit den Leiden Christi; die Kranken werden von ihm geheilt, wenn nicht für weitere Zeit in dieser Welt, so gewiss für die Ewigkeit im Reich Gottes.
| Tradition | Offizielle Lehrposition | Quelle |
|---|---|---|
| Katholisch | Die Krankensalbung ist das Sakrament für Gläubige, die durch Krankheit oder Alter in Gefahr geraten; ihren Ritus bezeugt der Jakobusbrief (Jak 5,14–15). Christus stärkt die Kranken, verbindet sie mit seinem Leiden, vergibt Sünden und schenkt, wenn es dem Heil dient, Genesung. | Offizielle Quelle: Katholisch |
| Lutherisch | Die lutherischen Bekenntnisschriften zählen die Letzte Ölung nicht zu den Sakramenten: Die Apologie rechnet sie zu den von den Vätern übernommenen Riten, die kein Gebot Gottes haben (Art. XIII). | Offizielle Quelle: Lutherisch |
| Reformiert / calvinistisch | Nach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68); eine sakramentale Krankensalbung kennt die reformierte Lehre nicht. | Offizielle Quelle: Reformiert / calvinistisch |
| Baptistisch | Die Baptist Faith and Message (2000) kennt zwei Ordnungen der Gemeinde, Taufe und Abendmahl; eine Krankensalbung als Sakrament oder Ordnung nennt sie nicht. | Offizielle Quelle: Baptistisch |
| Pfingstlich / charismatisch | Nach den Assemblies of God ist göttliche Heilung ein fester Bestandteil des Evangeliums: Die Befreiung von Krankheit ist im Sühnetod Christi vorgesehen und ein Vorrecht aller Gläubigen; sie berufen sich dafür auf Jes 53,4–5, Mt 8,16–17 und Jak 5,14–16. | Offizielle Quelle: Pfingstlich / charismatisch |
| Methodistisch / wesleyanisch | Die methodistischen Articles of Religion kennen zwei von Christus eingesetzte Sakramente, Taufe und Abendmahl; die Letzte Ölung zählen sie nicht zu den Sakramenten des Evangeliums (Art. XVI). | Offizielle Quelle: Methodistisch / wesleyanisch |
| Anglikanisch | Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Letzte Ölung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV). | Offizielle Quelle: Anglikanisch |
| Orthodox / byzantinisch | Nach der Orthodoxen Kirche in Amerika heiligt die orthodoxe Kirche durch die Salbung im Namen Christi das Leiden der Kranken mit den Leiden Christi; die Kranken werden von ihm geheilt, wenn nicht für weitere Zeit in dieser Welt, so gewiss für die Ewigkeit im Reich Gottes. | Offizielle Quelle: Orthodox / byzantinisch |
2 Bibelstellen · Krankensalbung
Was die Schrift selbst sagt
Alle Bibelstellen dieses Themas im Wortlaut, geordnet nach den Fragen, für die sie zeugen. Jede führt zu ihrer Erklärung.
Öl, Gebet und die Ältesten der Gemeinde
Jak 5,14–15Warum die Kirche in der Salbung ein Sakrament erkennt
Der Kranke ruft die Ältesten, die über ihm beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben; der Text verbindet dies mit Rettung, Aufrichtung und Vergebung. Die Kirche erkennt darin die biblische Grundlage der Krankensalbung als Sakrament.
Bibeltext
Auszug aus Jak 5,14–15 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 14: Ist einer unter euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.
Vers 15: Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Mk 6,7–13Warum die Kirche in der Salbung ein Sakrament erkennt
Die Zwölf werden von Jesus ausgesandt, verkünden die Umkehr, salben viele Kranke mit Öl und heilen sie. Die Kirche versteht diese Handlung zusammen mit Jakobus 5 als apostolisches Grundmuster der Krankensalbung.
Bibeltext
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
Auszug aus Mk 6,7–13 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
Jede Frage zu Krankensalbung einzeln geprüft
Jeder Schritt prüft eine Bibelstelle genau: was sie sagt, was sie zum Argument beiträgt und welcher Einwand sich an ihr festmacht.
Die Begriffe dieses Themas kurz erklärt
Wo das Argument weiterführt
Betrachten und beten
Wo Krankheit die eigenen Kräfte übersteigt, antwortet die Kirche mit Gebet, Salbung und der Zusage, dass Christus den Kranken nicht verlässt. Die Krankensalbung verspricht nicht eine beliebig verfügbare körperliche Heilung. Sie stellt den Kranken unter das Gebet der Kirche und bittet um Aufrichtung, Stärkung, Vergebung und Heilung, soweit es dem Heil dient.
Herr Jesus Christus, du hast deine Jünger zu den Kranken gesandt. Stärke alle, die unter Krankheit leiden. Lass die Kirche treu beten, salben und deinen Namen anrufen. Schenke den Kranken Aufrichtung, Vergebung, Frieden und, wenn es dem Heil dient, körperliche Gesundheit. Stehe den Sterbenden bei und führe sie in deine Gegenwart. Amen.