Bibelstelle · EÜ 2016
1 Tim 5,18
Der Brief begründet die Anerkennung der Ältesten, die gut vorstehen, mit zwei Sätzen, die er als Schrift anführt: dem Gebot vom dreschenden Ochsen (Dtn 25,4) und dem Wort Jesu vom Lohn des Arbeiters (vgl. Lk 10,7). Die Kirche sieht darin, wie früh das Wort des Herrn neben dem Gesetz als Schrift gelesen wurde.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus 1 Tim 5,18
Bibeltext
Denn die Schrift sagt: Du sollst dem Ochsen zum Dreschen keinen Maulkorb anlegen, und: Wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.
Auszug aus 1 Tim 5,18 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Der Kanon wird in der apostolischen Kirche empfangen
Baustein für das Herrenwort im Rang der Schrift; nächste Prämisse: 1 Tim 3,15.
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Quellen und HinweiseKKK 101–141
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 101–141Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Inspiration und Kanon der Schrift.
Konzilien und Lehramt
- Dei VerbumDV 7–10, 21Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Schrift in apostolischer Überlieferung und Kirche.
Fachdokumente und Studien
- Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen BibelNr. 16–18Sekundäranalyse · Offizielle kirchliche Quelle
Offizielle historische Studie zur Entwicklung jüdischer und christlicher Schriftensammlungen.
- Luther Bible 1534Apocrypha sectionSekundäranalyse · Wissenschaftliche Sekundärquelle
Die vollständige Lutherbibel von 1534 druckt die deuterokanonischen Bücher gesondert als Apokryphen und verweigert ihnen denselben kanonischen Rang.
Historische Primärquellen
- Konzil von Florenz, Cantate DominoDekret für die Jakobiten, 4. Februar 1442 (DH 1334–1336)Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Vor der Reformation bezeugte kirchliche Bestätigung des empfangenen Kanons.
- Konzil von Trient, Sitzung IV4. Sitzung, 8. April 1546: Dekret über die kanonischen Schriften (DH 1501–1504)Transkription bei Hanover Historical Texts Collection
Dogmatische Definition des empfangenen katholischen Kanons in der Reformationskontroverse.