Bibelstelle · EÜ 2016
Lk 1,42
Elisabet nennt Maria gesegnet unter den Frauen und preist die Frucht ihres Leibes. Die Kirche nimmt dieses biblische Lob auf und versteht Marias Seligpreisung aus ihrer einzigartigen Beziehung zu Christus.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Lk 1,42
Bibeltext
Auszug aus Lk 1,41b–42 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗Vers 41b: Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
Vers 42: und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Maria wird seliggepriesen: Die Schriftstellen und die Lehre der Kirche
Die Stelle liefert ein ausdrückliches biblisches Lob Marias.
Tochter Zion empfängt den Messias
Die Stelle ergänzt die Zion-Typologie durch das biblische Lob der Frau, die den Messias empfängt.
Königsmutter und gesegnete Frau: die Sprache, in der Elisabet Maria grüßt
Die Stelle führt die biblische Segenssprache auf Maria und verbindet ihre Würde unmittelbar mit Christus.
Beten mit dem Rosenkranz
Im Gebetstext
- Ave Maria: Gruß Elisabets
- Bitte um Glauben: Gruß Elisabets
- Bitte um Hoffnung: Gruß Elisabets
- Bitte um Liebe: Gruß Elisabets
Beten mit dem Angelus
Im Gebetstext
- Der Engel des Herrn: Gruß Elisabets (dreimal im Gebet)
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Kirchliche Zeugen
Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte
Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.
Paul VI.
Ave Maria und die Betrachtung der Geheimnisse gehören zusammen. Ohne die Betrachtung kann das wiederholte Gebet zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln werden.
Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt, neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen“ (Mt 6, 7).
Marialis cultus · Marialis cultus 46–47 (1974) · Primärtext↗Quelle im Zusammenhang lesen
Worum es hier geht
Paul VI. behandelt in Marialis cultus den Rosenkranz als biblisches, christologisch geprägtes Gebet. Die Absätze 46–47 erklären das Verhältnis von Ave Maria und Betrachtung und warnen vor einer bloß mechanischen Wiederholung.
Historischer Text
Als biblisches Gebet, das auf das Geheimnis der erlösenden Menschwerdung ausgerichtet ist, ist der Rosenkranz also ein Gebet, das zutiefst christologisch geprägt ist. In der Tat wird sein charakteristisches Element – die litaneiartige Wiederholung des „Gegrüßet seist du, Maria“ – selbst zu einem unaufhörlichen Lobpreis Christi, dem Endziel der Verkündigung des Engels und des Grußes der Mutter des Täufers: „Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“ (Lk 1, 42). Wir möchten noch mehr sagen: die Wiederholung des Ave-Maria bildet die Kette, entlang der sich die Betrachtung der Geheimnisse entfaltet.
Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt, neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen“ (Mt 6, 7).
Vollständigen historischen Text öffnen: Paul VI.Warum diese Stelle wichtig ist
Der Text nennt die Betrachtung einen wesentlichen Bestandteil des Rosenkranzes und erklärt, wie die Wiederholung des Ave Maria diese Betrachtung trägt.
Quellen und HinweiseKKK 484–511, 963–975 · KKK 2676 · Kompendium, Anhang A
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 484–511, 963–975Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Maria im Christusgeheimnis und in der Kirche.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 2676Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Offizieller deutscher Gesamttext des Katechismus.
- Kompendium des KatechismusKompendium, Anhang APrimärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Der offizielle Text enthält die deutschen Fassungen der im Rosenkranz wiederkehrenden Gebete.
Konzilien und Lehramt
- Lumen gentiumLG 52–69Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.