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Bibelstelle · EÜ 2016

Lk 1,43

Elisabet fragt, warum die Mutter ihres Herrn zu ihr kommt, und bekennt damit die Würde des Kindes, das Maria trägt. Die Kirche sieht darin ein frühes biblisches Zeugnis für Maria als Gottesgebärerin.

Vor dem LesenBetend lesen

Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Auszug

Auszug aus Lk 1,43

Bibeltext

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Auszug aus Lk 1,43 · EÜ 2016 · © KBA 2016

In den Themen

Warum diese Stelle hier wichtig ist

Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.

  1. Direkter BelegSchritt 1 von 3

    Maria wird seliggepriesen: Die Schriftstellen und die Lehre der Kirche

    Die Stelle bezeugt die Würde des Kindes und weist typologisch auf Maria als Gottesgebärerin hin.

  2. Starker GesamtbefundSchritt 2 von 3

    Wahrer Gott und wahrer Mensch: Gottesgebärerin

    Die Anrede verbindet Maria mit der Würde des Kindes. Die Kirche liest sie zusammen mit der Einheit von Jesu göttlicher und menschlicher Wirklichkeit als biblischen Grund für den Titel Gottesgebärerin.

  3. Gebetsvertiefung

    Beten mit dem Rosenkranz

    Im Gebetstext

    • Ave Maria: Mutter Gottes
    • Bitte um Glauben: Mutter Gottes
    • Bitte um Hoffnung: Mutter Gottes
    • Bitte um Liebe: Mutter Gottes
  4. Gebetsvertiefung

    Beten mit dem Angelus

    Im Gebetstext

    • Der Engel des Herrn: Mutter Gottes (dreimal im Gebet)

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Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte

Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.

  • Konzil431

    Konzil von Ephesus

    Das Konzil von Ephesus präzisiert 431 den christologischen Glauben mit dem Titel Theotokos für Maria. Der Titel schützt die Einheit der Person Jesu Christi: Der von Maria geborene Jesus Christus ist derselbe Sohn Gottes. Die Aussage richtet sich damit auf die Identität Christi und nicht auf einen Ursprung der Gottheit in Maria.

    Wenn jemand nicht bekennt, dass Emmanuel wahrhaft Gott ist und dass deshalb die heilige Jungfrau Gottesgebärerin [Θεοτόκος; Theotokos, etwa: te-o-TO-kos] ist, weil sie dem Fleisch nach das Wort Gottes, das Fleisch geworden ist, geboren hat, so sei er mit dem Anathema belegt.

    Konzil von Ephesus · Kyrill von Alexandrien, Dritter Brief an Nestorius, Anathematismen 1–2; auf dem Konzil von Ephesus (431) verlesen · Primärtext
    Einordnung der Quelle

    Der Text zeigt: Ephesus bezeugt Theotokos als christologische Präzisierung der einen Person des Sohnes.

    Die Grenze: Ephesus bekennt die Gottesmutterschaft als Aussage über die eine Person des Sohnes; die späteren Mariendogmen definiert es nicht. Darin gründet die einzigartige Würde Marias, die ganz von Christus herkommt und auf ihn hinführt (LG 53).

    Quelle im Zusammenhang lesen

    Worum es hier geht

    Das Konzil von Ephesus entscheidet in der Auseinandersetzung mit Nestorius eine christologische Frage: Ist der aus Maria Geborene eine mit dem Logos nur verbundene menschliche Person oder der eine göttliche Sohn im Fleisch? Kyrills an das Konzil übergebene Anathemen beantworten diese Frage.

    Historischer Text

    Wenn jemand nicht bekennt, dass Emmanuel wahrhaft Gott ist und dass deshalb die heilige Jungfrau Gottesgebärerin [Θεοτόκος; Theotokos, etwa: te-o-TO-kos] ist, weil sie dem Fleisch nach das Wort Gottes, das Fleisch geworden ist, geboren hat, so sei er mit dem Anathema belegt. Wenn jemand nicht bekennt, dass das Wort Gottes des Vaters hypostatisch mit dem Fleisch vereint ist und dass er mit seinem eigenen Fleisch ein einziger Christus, zugleich Gott und Mensch, ist, so sei er mit dem Anathema belegt.

    Warum diese Stelle wichtig ist

    Theotokos ist hier vor allem eine Aussage über Jesus Christus: Der aus Maria geborene ist nicht ein bloßer Mensch neben dem Logos, sondern der eine göttliche Sohn, der Fleisch geworden ist. Das Konzil schützt damit die Einheit der Person Christi.

    Quelle
    Konzil von Ephesus · Kyrill von Alexandrien, Dritter Brief an Nestorius, Anathematismen 1–2; auf dem Konzil von Ephesus (431) verlesen
    Textfassung und Rechte
    Eigene Übersetzung aus der griechischen Konzilsüberlieferung; verglichen mit der englischen Übersetzung der Reihe Nicene and Post-Nicene Fathers (1900). Der griechische Konzilstext und die englische Übersetzung sind gemeinfrei; der Link führt zu dieser englischen Übersetzung.
    Vollständigen historischen Text öffnen: Konzil von Ephesus
Quellen und HinweiseKKK 484–511, 963–975 · KKK 65–67, 84–95, 232–267, 464–469, 888–892 · KKK 466; 495; 2677

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