Bibelstelle · EÜ 2016
Apg 14,23
Auf dem Rückweg durch Lystra, Ikonion und Antiochia setzen die Apostel Paulus und Barnabas in jeder Gemeinde Älteste ein und empfehlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn (Apg 14,14.21–23). Die Kirche sieht darin einen besonderen, von den Aposteln übertragenen Dienst, der dem gemeinsamen Priestertum aller Getauften dient.
Die Schrift erschließt sich in dem Heiligen Geist, in dem sie geschrieben wurde. Ein kurzes Gebet stimmt auf das Lesen ein.
Vor dem LesenBetend lesen
Im Geist hören
Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.
Komm, Heiliger Geist.
Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.
Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.
Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.
Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87
Auszug
Auszug aus Apg 14,23
Bibeltext
Sie setzten für sie in jeder Gemeinde Älteste ein und empfahlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
Auszug aus Apg 14,23 · EÜ 2016 · © KBA 2016↗
In den Themen
Warum diese Stelle hier wichtig ist
Eine Stelle trägt oft mehr als eine Glaubensfrage. Bei jeder steht, was sie zum Argument beiträgt und wo das Argument weitergeht.
Die Einsetzung der Ältesten
Die Stelle zeigt, dass gemeindliche Leitung in apostolischer Verantwortung geordnet übertragen wird.
Aus der Sendung der Apostel
Die Stelle zeigt geordnete lokale Dienste in den apostolisch gegründeten Gemeinden.
Der apostolische Dienst wird geordnet weitergegeben
Die Stelle belegt geordnete örtliche Dienste in der apostolischen Kirche.
Die apostolische Kirche gibt Dienste weiter
Die Stelle trägt die geordnete Einsetzung lokaler Dienste.
Warum die Kirche Segnungen ordnet
Die Handlung bezeugt geordnete Dienste in den Gemeinden und stützt das Ordnungsprinzip.
Verwandte Bibelstellen
Stellen, die mit dieser zusammen gelesen werden
Kirchliche Zeugen
Zeugnis der Kirche durch die Jahrhunderte
Die Zeugnisse von Kirchenvätern, Kirchenlehrern, Konzilien und dem Lehramt zeigen, wie die Kirche diese Stelle verstanden hat.
Didache
Die Didache, eine frühe Kirchenordnung, ruft die Gemeinde auf, sich Bischöfe und Diakone zu wählen, die des Herrn würdig sind, und sie zu ehren, weil sie den Dienst der Propheten und Lehrer versehen.
Wählet euch Bischöfe und Diakonen, würdig des Herrn, Männer voll Milde und frei von Geldgier, voll Wahrheitsliebe, erprobte; denn sie sind es, die für euch versehen den (heiligen) Dienst der Propheten und Lehrer.
Didache · Didache 15,1–2 · Primärtext↗Einordnung der Quelle
Der Text zeigt: Eine Gemeindeordnung, in der Bischöfe und Diakone gewählt werden; das Wortpaar bezeichnet feste Dienste, die den Dienst der Propheten und Lehrer versehen und Ehre verdienen.
Die Grenze: Dass die Gemeinde wählt, schließt die Einsetzung durch die Apostel und ihre Beauftragten nicht aus: Auch in Apg 6 wählt die Gemeinde, und die Apostel legen den Gewählten unter Gebet die Hände auf.
Quelle im Zusammenhang lesen
Worum es hier geht
Die Didache ist eine frühe Kirchenordnung über Taufe, Gebet, Eucharistie und Gemeindeleben; ihre Datierung ist umstritten, meist wird sie um das Jahr 100 angesetzt. Kapitel 15 ordnet die Bestellung der Amtsträger einer Ortsgemeinde.
Historischer Text
Wählet euch Bischöfe und Diakonen, würdig des Herrn, Männer voll Milde und frei von Geldgier, voll Wahrheitsliebe, erprobte; denn sie sind es, die für euch versehen den (heiligen) Dienst der Propheten und Lehrer. Achtet sie deshalb nicht gering; denn sie sind eure Geehrten mit den Propheten und Lehrern.
Vollständigen historischen Text öffnen: DidacheWarum diese Stelle wichtig ist
Die Stelle zeigt Bischöfe und Diakone als feste Dienste einer Ortsgemeinde, die sorgfältig bestellt werden und den Dienst der Propheten und Lehrer übernehmen.
Quellen und HinweiseKKK 1536–1600 · KKK 748–975 · KKK 2558–2865
Katechismus
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 1536–1600Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Der Katechismus behandelt Weihe, Priestertum und in KKK 1579–1580 die lateinische sowie die rechtmäßige ostkirchliche Ordnung des Zölibats.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 748–975Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Kirche und ihre Ämter.
- Katechismus der Katholischen KircheKKK 2558–2865Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Christliches Gebet und Vaterunser.
Konzilien und Lehramt
- Presbyterorum ordinisPO 2, 5Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Das Konzil beschreibt den priesterlichen Dienst als Anteil am Dienst Christi.
- Lumen gentiumLG 10, 18–29Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Gemeinsames und amtliches Priestertum sowie apostolisches Amt.
- Codex Iuris Canonici: SakramentalienCIC cc. 1166–1169Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Das Kirchenrecht regelt die Spender und Grenzen kirchlicher Segnungen.
Historische Primärquellen
- Erster Clemensbrief31–34; 42–44Übersetzung · Primärtext / Edition
Frühchristliches Zeugnis für Rechtfertigung aus Glauben mit guter Frucht und für Amtsnachfolge in der Kirche von Rom und Korinth.
- Didache4; 7; 8; 14Übersetzung · Primärtext / Edition
Frühchristliche Tauf-, Gebets- und Bußpraxis.
Bekenntnisse und offizielle Lehrquellen
- Westminster Confession of FaithWCF I.10; XI.1–3; XVI.2,5–6; XXV.1–6; XXXI.1–3Primärtext · Offizielle konfessionelle Quelle
Offizielle reformierte Bekenntnisquelle zu Rechtfertigung, guten Werken, Kirche, Schrift, Synoden und Konzilien.
Kirchenväter
- Der heilige Irenäus von LyonGeneralaudienz vom 28. März 2007Primärtext · Offizielle kirchliche Quelle
Benedikt XVI. erläutert Irenäus über apostolische Überlieferung und die Nachfolge der Bischöfe.