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Gott befiehlt die Cherubim

Gott gebietet, Cherubim aus Gold für die Bundeslade anzufertigen.

Kernaussage

Gott gebietet, Cherubim aus Gold für die Bundeslade anzufertigen.

Schlüsselfrage

Wie können Bilder und Reliquien katholisch verwendet werden, wenn die Bibel vor Götzen warnt?

Katholische Auslegung

Bilder weisen auf Christus, Maria und die Heiligen hin; Reliquien erinnern an Gottes Wirken in konkreten Menschen. Die Anbetung gilt allein Gott. Materielle Dinge besitzen keine magische Eigenkraft. Gott kann sich ihrer als Zeichen und Instrumente bedienen.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Die Cherubim gehören zur Ausstattung der Lade und stehen im Zusammenhang mit Gottes Gegenwart und seiner Begegnung mit Mose.

Wenn jede religiöse Darstellung unabhängig von ihrer Verwendung verboten wäre, könnte Gott keine Cherubim für einen heiligen Ort anordnen. Der Text zeigt eine Unterscheidung zwischen Darstellung und Götzendienst.

Ex 25,18–22

Gott selbst ordnet Cherubim über der Bundeslade an.

Bibeltext in der EÜ 2016 öffnen

Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

Cherubim sind eine Ausnahme für den Tempel und keine Grundlage für christliche Bilder.

Katholische Antwort

Die katholische Argumentation behauptet keine vollständige Gleichheit zwischen Bundeslade und Kirchenbild. Die Stelle zeigt den allgemeineren Grundsatz, dass eine von Gott angeordnete Darstellung nicht schon als solche Götzendienst ist.

Was die Kirche nicht meint

Die Stelle erlaubt keine uneingeschränkte Bildverehrung. Die Cherubim werden nicht als Götter angebetet.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

  1. 01Direkter Beleg

    Was Ex 20 verbietet

    Ex 20 verbietet die Herstellung und Verehrung von Götzen im Zusammenhang mit der Anbetung geschaffener Dinge.

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 1159–1162, 2129–2132

Schrift

Katechismus