SCRIPTURA PLENA

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Priestertum und apostolische Sukzession

Das eine Opfer und der Dienst der Eucharistie

Die Eucharistie, die Feier des Mahles des Herrn, verkündet und vergegenwärtigt das eine Opfer Christi. Der geordnete Dienst der Kirche ist kein zweites Opfer neben dem Kreuz; er dient der Feier, in der die Kirche an der Hingabe ihres Herrn Anteil hat. Die Schrift bezeugt beides, und der Hebräerbrief, der die Einmaligkeit dieses Opfers einschärft, gehört in diesen Zusammenhang hinein.

3 Fragen · Alle Bibelstellen im Wortlaut · Quellen zum Prüfen

Ein Amtsträger legt einem knienden Mann die Hände auf und reicht eine Lampe weiter; die Handlung führt über mehrere Gestalten zu Christus.
PriestertumKI-generierte Illustration
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Im Geist hören

Die Heilige Schrift ist Gottes Wort in menschlichen Worten. Wer sie liest, darf um den Geist bitten, der die biblischen Verfasser inspiriert hat und die Kirche in alle Wahrheit führt.

Komm, Heiliger Geist.

Öffne unseren Verstand für Gottes Wort und unser Herz für Christus. Lehre uns, die Heilige Schrift im Glauben der Kirche zu hören, und führe uns dazu, das Erkannte zu leben. Amen.

Im Gebet wird die Schriftlesung zum Gespräch mit Gott.

Bibelzitat, redaktionelle Erläuterung und Gebet bleiben klar unterschieden. Als Heilige Schrift gilt nur der gekennzeichnete Bibeltext; Erläuterungen und Gebete sind redaktionell verantwortet und anhand ihrer Quellen prüfbar.

Zum Weiterlesen:Dei Verbum 12 und 25Verbum Domini 15–16 und 86–87

Bund und Mahl Bibel und Textverständnis

Die Schrift bezeugt den Bund, das Mahl und das eine Opfer

Die angeführten Stellen verbinden den Bund, das Mahl des Herrn und die Einmaligkeit des Opfers Christi.

Das ist das Blut des Bundes, den der HERR aufgrund all dieser Worte mit euch schließt.

Auszug aus Ex 24,8 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Mose verkündet die Worte des Bundes, und Blut wird über das Volk gesprengt.

Ex 24,3–8: Zusammenhang und Übersetzung

Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Auszug aus Lk 22,19 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Jesus gibt Brot und Kelch mit dem Auftrag, dies zu seinem Gedächtnis zu tun.

Lk 22,14–20: Zusammenhang und Übersetzung

Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi?

Auszug aus 1 Kor 10,14–22 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Teilnahme am Kelch und am Brot wird als Teilhabe am Blut und Leib Christi beschrieben.

1 Kor 10,14–22: Zusammenhang und Übersetzung

Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.

Auszug aus 1 Kor 11,27 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Die Feier verkündet den Tod des Herrn; ihr Empfang verlangt, den Leib zu unterscheiden.

1 Kor 11,26–29: Zusammenhang und Übersetzung

Die Schrift verbindet Bund und Mahl. Beim Bundesschluss wird der Bund in Blut besiegelt (Exodus 24,3-8). Beim letzten Mahl Jesu stiftet Christus das Gedächtnis seiner Hingabe. Und dort, wo der erste Korintherbrief die Gemeinde an den Tisch des Herrn führt, hat sie Anteil am Blut Christi (1 Korinther 10,14-22). Dieselbe Gemeinde verkündet nach seinen Worten den Tod des Herrn, bis er kommt (1 Korinther 11).

Mit seinem eigenen Blut ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt.

Auszug aus Hebr 9,11–14 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Christus tritt mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum ein.

Hebr 9,11–14: Zusammenhang und Übersetzung

Denn durch ein einziges Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer zur Vollendung geführt.

Auszug aus Hebr 10,14 · EÜ 2016 · © KBA 2016

Was die Stelle zum Argument beiträgt

Christus bringt ein einziges Opfer für die Sünden dar.

Hebr 10,1–18: Zusammenhang und Übersetzung

Der Hebräerbrief sagt von diesem Opfer, dass es ein für allemal gilt (Hebräer 9,11-14), und zieht daraus die Folgerung, dass die Reihe der Sündopfer zu Ende ist (Hebräer 10,1-18). Die Stellen stützen damit die Verbindung von Bund, Mahl, Eucharistie und dem einen Opfer Christi. Den Auftrag „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ richtet Christus an die Apostel, mit denen er zu Tisch liegt (Lk 22,14.19); in diesem Auftrag hat der geordnete Dienst an der Eucharistie seinen Ursprung.

Die Eucharistie als Vergegenwärtigung Glaube und Überlieferung

Die Kirche lehrt: Die Eucharistie verkündet und vergegenwärtigt das eine Opfer Christi

Die Kirche hält an der Einmaligkeit des Kreuzesopfers fest und liest die angeführten Stellen als Zeugnis dieses einen Opfers.

Die Kirche hält an der Einmaligkeit des Kreuzesopfers fest. Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) lehrt, dass die Eucharistie dieses eine Opfer verkündet und vergegenwärtigt; vergegenwärtigen heißt: gegenwärtig werden lassen. Die Feier fügt dem Kreuz nichts hinzu und wiederholt es nicht; in ihr wird das eine Opfer Christi gegenwärtig.

Den geordneten Dienst führt die Kirche auf den Auftrag beim Letzten Abendmahl zurück: Christus beauftragte seine Apostel, „die er damals als Priester des Neuen Bundes einsetzte“, die Eucharistie bis zu seiner Wiederkunft zu feiern (KKK 1337). Der Priester dient der Feier, in der die Kirche an dem einen Opfer ihres Herrn Anteil hat. Der Zusammenhang reicht von der Bundesmahlzeit über das Mahl des Herrn bis zu der einen Hingabe Christi; sie ist seine Mitte.

Quellen zu dieser Frage 1

Die Messe als Opfer Glaube und Überlieferung

Schließt der Hebräerbrief aus, dass die Messe Opfer heißt?

Der Hebräerbrief schließt weitere Sündopfer aus. Daraus wird gefolgert, die Messe, die Feier der Eucharistie, könne nicht Opfer heißen; wer so folgert, kann sich auf den Wortlaut des Briefes berufen.

Der Brief an die Hebräer sagt, dass das eine Opfer Christi die wiederholten Sündopfer beendet hat. Trifft das zu, so der Einwand, dann darf von einem Opfer in der Messe nicht mehr gesprochen werden; jedes Opfer neben dem Kreuz wäre ein Rückfall hinter den Brief. Der Einwand nimmt den Brief beim Wort und trifft damit einen Punkt, den die Kirche selbst betont.

Die Kirche bejaht genau dieses Ende der Sündopfer. Deshalb lehrt sie, dass die Eucharistie dem Kreuz nichts hinzufügt: Sie feiert sakramental dasselbe Opfer, das dort ein für allemal dargebracht ist. Der Priester bringt kein neues Opfer neben dem Kreuz dar: „derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden“ (KKK 1367). Darum ist die Messe ein wahres Opfer, das auch zur Vergebung der Sünden der Lebenden und der Toten dargebracht wird (KKK 1414); der geweihte Priester vollzieht es in der Person Christi und bringt es im Namen des ganzen Volkes Gott dar (LG 10). So bleibt die Einmaligkeit des Kreuzes gewahrt, und die Messe trägt den Namen Opfer mit Grund.

Quellen zu dieser Frage 1
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