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Wiederholung als Betrachtung

Der Rosenkranz ist eine meditative und christusbezogene Gebetsform, in der wiederholte Gebete die Betrachtung der Geheimnisse Christi begleiten.

Kernaussage

Der Rosenkranz ist eine meditative und christusbezogene Gebetsform, in der wiederholte Gebete die Betrachtung der Geheimnisse Christi begleiten.

Schlüsselfrage

Verbietet Jesus das Wort „Vater“ für Menschen und wiederholte Gebete wie den Rosenkranz?

Katholische Auslegung

Mt 23,9 kritisiert religiöse Selbstüberhöhung, nicht jede Verwendung des Wortes „Vater“. Mt 6,7 warnt vor leerem, mechanischem Geplapper. Jesus selbst wiederholt im Garten Getsemani dieselben Worte, und Offb 4,8 beschreibt die wiederholte Anbetung der himmlischen Wesen. Der Rosenkranz verbindet wiederholte Gebete mit der Betrachtung von Geheimnissen aus dem Leben Christi.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Die Gebete werden wiederholt, während Stationen aus dem Leben Jesu und Marias betrachtet werden.

Die wiederholten Worte geben dem Gebet eine feste Form und der Betrachtung einen verlässlichen Rhythmus. Die Mitte bleibt Christus: seine Menschwerdung, sein Leiden, seine Auferstehung und seine Herrlichkeit.

Mt 6,7

Jesus verwirft leeres heidnisches Plappern, nicht jede Wiederholung.

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Mt 26,44

Jesus betet erneut mit denselben Worten.

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Offb 4,8

Die himmlische Liturgie wiederholt ohne Unterlass das dreifache Heilig.

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Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

Das häufige Ave Maria verdrängt Christus und macht das Gebet mechanisch.

Katholische Antwort

Das kann geschehen, wenn die Worte ohne innere Aufmerksamkeit gesprochen werden. Der katholische Sinn des Rosenkranzes besteht jedoch in der Betrachtung Christi; Maria wird dabei als seine Mutter und als Fürsprecherin angerufen.

Was die Kirche nicht meint

Kein einzelner Vers schreibt den Rosenkranz als vollständige Gebetsform vor. Nicht jede Wiederholung ist geistlich fruchtbar. Die Form verlangt eine innere Ausrichtung auf Gott.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 2558–2865

Schrift

Katechismus