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Die biblischen Bezüge von Eva zu Maria

Die Frau aus Gen 3,15, Maria bei Kana und unter dem Kreuz sowie die Frau aus Offb 12 bilden eine typologische Folge.

Kernaussage

Die Frau aus Gen 3,15, Maria bei Kana und unter dem Kreuz sowie die Frau aus Offb 12 bilden eine typologische Folge.

Schlüsselfrage

Warum nimmt Maria im katholischen Glauben einen so besonderen Platz ein?

Katholische Auslegung

Maria empfängt Gottes Gnade, trägt den menschgewordenen Sohn Gottes und steht in den Evangelien an entscheidenden Stationen seines Lebens. Die katholische Kirche ehrt sie als Mutter Gottes, als bleibendes Zeichen der Kirche und als Fürsprecherin. Die Lehren von ihrer immerwährenden Jungfräulichkeit, ihrer unbefleckten Empfängnis und ihrer Aufnahme in den Himmel werden als verbindliche katholische Dogmen verstanden. Ihre biblische Grundlage liegt in mehreren miteinander verbundenen biblischen Aussagen und Bezügen, nicht in einem einzelnen Beweisvers.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Typologie liest wiederkehrende heilsgeschichtliche Muster in der Schrift. Hier kehren die Frau, die Schlange oder der Drache, der messianische Nachkomme und der Kampf gegen das Böse wieder.

Eva steht am Anfang der gefallenen Menschheitsgeschichte. Maria steht in der Geschichte des Messias, der die Macht des Bösen besiegt. Joh 2 und Joh 19 greifen die Anrede „Frau“ auf. Offb 12 verbindet die Frau mit Israel, der Kirche und einer marianischen Dimension.

Gen 3,15

Die Feindschaft zwischen der Schlange und der Frau bildet den Ausgangspunkt der Neue-Eva-Typologie.

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Joh 2,4

Die Anrede „Frau“ verbindet die Szene in Kana mit dem Kreuz und mit Gen 3.

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Joh 19,26–27

Jesus vertraut Maria und den geliebten Jünger einander an.

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Offb 12

Die Frau, das Kind und der Drache bündeln Israel-, Messias- und Marienbezüge typologisch.

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Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

Typologische Verbindungen sind freie Deutungen und keine Aussagen des Bibeltextes.

Katholische Antwort

Typologie stellt Zusammenhänge her, ohne zu behaupten, dass jeder Text unmittelbar dasselbe meint. Die katholische Kirche verbindet diese Bezüge mit der apostolischen Tradition und kennzeichnet sie deshalb als typologische Grundlage.

Was die Kirche nicht meint

Diese typologische Deutung ist kein einzelner Beweisvers für ein bestimmtes Marien-Dogma. Offb 12 darf nicht ausschließlich auf Maria reduziert werden.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

  1. 06Ergänzender Beleg

    Die immerwährende Jungfräulichkeit

    Die katholische Kirche bekennt Maria als immerwährende Jungfrau. Die biblische Argumentation berücksichtigt die Verwandtschaftssprache der Bibel, weitere Angaben zu Jakobus und Josef sowie die Szene unter dem Kreuz.

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 484–511, 963–975

Schrift

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 10, 18–29, 49–69

    Lehramtliche Grundlage zu Kirche, Amt, Heiligen und Maria.

  • Lumen gentiumLG 52–69

    Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.