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Maria als neue Bundeslade

Zwischen der Bundeslade in 2 Sam 6 und Maria in Lk 1 bestehen mehrere erzählerische Parallelen.

Kernaussage

Zwischen der Bundeslade in 2 Sam 6 und Maria in Lk 1 bestehen mehrere erzählerische Parallelen.

Schlüsselfrage

Warum nimmt Maria im katholischen Glauben einen so besonderen Platz ein?

Katholische Auslegung

Maria empfängt Gottes Gnade, trägt den menschgewordenen Sohn Gottes und steht in den Evangelien an entscheidenden Stationen seines Lebens. Die katholische Kirche ehrt sie als Mutter Gottes, als bleibendes Zeichen der Kirche und als Fürsprecherin. Die Lehren von ihrer immerwährenden Jungfräulichkeit, ihrer unbefleckten Empfängnis und ihrer Aufnahme in den Himmel werden als verbindliche katholische Dogmen verstanden. Ihre biblische Grundlage liegt in mehreren miteinander verbundenen biblischen Aussagen und Bezügen, nicht in einem einzelnen Beweisvers.

Im Zusammenhang

Aussage und Kontext

Die Bundeslade kommt in das Bergland von Juda. David fragt, wie sie zu ihm kommen könne. David bewegt sich vor der Lade, und Johannes springt im Leib seiner Mutter. Die Lade bleibt etwa drei Monate; Maria bleibt ungefähr drei Monate bei Elisabeth.

Die Lade steht für Gottes Gegenwart und enthält beziehungsweise bezeichnet Gottes Wort oder Gesetz, das Manna und das Zeichen des Aaronischen Priestertums. Maria trägt nach katholischer Lesart den menschgewordenen Logos, das wahre Brot vom Himmel und den ewigen Hohenpriester.

2 Sam 6,1–15

Die Lade kommt ins Bergland Judas; David springt vor ihr, und sie bleibt drei Monate.

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Lk 1,39–56

Lukas gestaltet Marias Besuch mit Motiven der Bundeslade.

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Einwand und Antwort

Den Einwand prüfen

Die Verbindung zwischen Lade und Maria wird in Lukas nicht ausdrücklich erklärt.

Katholische Antwort

Die katholische Lesart behauptet keine direkte Definition durch Lukas. Sie nimmt mehrere Motive zusammen und deutet Maria im Licht dessen, den sie trägt: Christus, Gottes lebendiges Wort, das wahre Brot und der ewige Hohepriester.

Was die Kirche nicht meint

Die Parallele ist eine kumulative literarische und typologische Deutung. Kein einzelnes Echo beweist die gesamte Lehre über Maria.

Biblischer Zusammenhang

Die ganze Argumentation

  1. 06Ergänzender Beleg

    Die immerwährende Jungfräulichkeit

    Die katholische Kirche bekennt Maria als immerwährende Jungfrau. Die biblische Argumentation berücksichtigt die Verwandtschaftssprache der Bibel, weitere Angaben zu Jakobus und Josef sowie die Szene unter dem Kreuz.

Quellen und HinweiseKKK 74–1419, 1472–1553 · EÜ 2016 · KKK 484–511, 963–975

Schrift

Katechismus

Konzilien und Lehramt

  • Lumen gentiumLG 10, 18–29, 49–69

    Lehramtliche Grundlage zu Kirche, Amt, Heiligen und Maria.

  • Lumen gentiumLG 52–69

    Maria im Geheimnis Christi und der Kirche.