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Tradition

Anglikanisch

Hier stehen offizielle Lehrpositionen. Angaben zu heutiger Praxis und innerkonfessionellen Unterschieden erscheinen nur, wenn eigene Quellen sie belegen.

Übersicht

Themen im Vergleich mit der Lehre der Kirche

Quellengestützt

Positionen im Überblick

Eucharistie und Messopfer

Offizielle Lehrposition
Die Artikel XXVIII und XXXI der Kirche von England bekennen das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und als Teilhabe am Leib und Blut Christi für die gläubigen Empfänger, sprechen dabei von einer himmlischen und geistlichen Weise des Empfangs und verwerfen die Transsubstantiation sowie wiederholte Messopfer, die Christi einmalige Hingabe ergänzen würden.
Offizielle Quelle: Eucharistie und Messopfer

Dogma und Glaubenslehre

Offizielle Lehrposition
Die drei altkirchlichen Glaubensbekenntnisse werden angenommen, weil sie aus der Schrift begründbar sind. Die Kirche hat Autorität in Glaubensstreitigkeiten und ist Zeugin und Hüterin der Schrift, darf aber nichts gegen die Schrift festsetzen. Allgemeine Konzilien können irren.
Offizielle Quelle: Dogma und Glaubenslehre

Petrus und Papstamt

Offizielle Lehrposition
Die 39 Glaubensartikel binden kirchliche Autorität an die Schrift und sprechen dem Bischof von Rom jede Jurisdiktion in England ab (Art. XXXVII); auch die Kirche von Rom habe in Glaubensfragen geirrt (Art. XIX).
Offizielle Quelle: Petrus und Papstamt

Sichtbare Kirche und Lehramt

Offizielle Lehrposition
Nach Artikel XIX der 39 Artikel der Kirche von England ist die sichtbare Kirche Christi eine Gemeinde von Gläubigen, in der das reine Wort Gottes gepredigt wird und die Sakramente nach Christi Anordnung recht verwaltet werden. Ihre Amtsträger handeln nicht im eigenen Namen, sondern in Christi Auftrag und Vollmacht; darum hebt ihre Unwürdigkeit die Wirkung der Sakramente nicht auf (Artikel XXVI).
Offizielle Quelle: Sichtbare Kirche und Lehramt

Schrift und Tradition

Offizielle Lehrposition
Nach Artikel VI der 39 Artikel der Kirche von England enthält die Heilige Schrift alles, was zum Heil notwendig ist; was in ihr nicht steht und sich aus ihr nicht beweisen lässt, darf niemandem als Glaubensartikel auferlegt werden. Kirchliche Traditionen und Zeremonien dürfen sich nach Zeit und Ort unterscheiden, solange nichts gegen Gottes Wort angeordnet wird (Artikel XXXIV).
Offizielle Quelle: Schrift und Tradition

Bibelkanon

Offizielle Lehrposition
Artikel VI der 39 Artikel der Kirche von England nennt als kanonisch die Bücher, an deren Autorität in der Kirche nie gezweifelt wurde, und zählt dazu die Bücher der hebräischen Bibel. Die übrigen Bücher, darunter Tobit, Judit, Weisheit, Jesus Sirach, Baruch und die Makkabäerbücher, liest die Kirche nach einem Wort des Hieronymus als Vorbild für das Leben und zur Unterweisung in den Sitten, gründet auf sie aber keine Lehre.
Offizielle Quelle: Bibelkanon

Todsünde, lässliche Sünde und Heil

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England lehren, dass Getaufte nach Empfang des Heiligen Geistes von der empfangenen Gnade abfallen und durch Gottes Gnade wieder aufstehen können; nicht jede nach der Taufe willentlich begangene Todsünde ist die unvergebbare Sünde gegen den Heiligen Geist, und Bußfertigen wird die Vergebung nicht verweigert (Artikel XVI). Wegen des Artikels über die Erwählung (Artikel XVII) reicht die anglikanische Theologie dennoch von calvinistischen bis zu arminianischen Akzenten.
Offizielle Quelle: Todsünde, lässliche Sünde und Heil

Beichte und Sündenvergebung

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Buße zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums (Artikel XXV).
Offizielle Quelle: Beichte und Sündenvergebung

Taufe und Kindertaufe

Offizielle Lehrposition
Nach Artikel XXVII der 39 Artikel der Kirche von England ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses, sondern Zeichen der Wiedergeburt, durch das die recht Getauften wie durch ein Werkzeug der Kirche eingepflanzt werden; die Verheißungen der Sündenvergebung und der Gotteskindschaft werden sichtbar besiegelt, der Glaube wird gestärkt und die Gnade vermehrt. Die Kindertaufe ist in jedem Fall beizubehalten, weil sie der Einsetzung Christi am meisten entspricht.
Offizielle Quelle: Taufe und Kindertaufe

Firmung

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Firmung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV).
Offizielle Quelle: Firmung

Priestertum und apostolische Sukzession

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England bewahren Bischöfe, Priester und Diakone sowie ein öffentliches Amt. Ihre Kritik richtet sich gegen die in Artikel XXXI beschriebene Lehre von Messopfern, nicht gegen jedes kirchliche Amt. Die katholische Kirche erkennt die anglikanischen Weihen nicht als gültig an: Leo XIII. erklärte sie 1896 im Schreiben Apostolicae curae für ungültig, und die Glaubenskongregation zählt diese Erklärung zu den Wahrheiten, die endgültig zu halten sind (Lehrmäßiger Kommentar zur Professio fidei, 1998, Nr. 11).
Offizielle Quelle: Priestertum und apostolische Sukzession

Krankensalbung

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Letzte Ölung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV).
Offizielle Quelle: Krankensalbung

Ehe

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England zählen die Ehe zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums; sie gehört zu den Lebensständen, die die Schrift billigt (Artikel XXV).
Offizielle Quelle: Ehe

Gebet für Verstorbene und Fegefeuer

Offizielle Lehrposition
Artikel XXII verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer und von Ablässen als eitel erdachte Sache, die sich auf kein Zeugnis der Schrift gründet, sondern dem Wort Gottes vielmehr widerspricht.
Offizielle Quelle: Gebet für Verstorbene und Fegefeuer

Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur

Offizielle Lehrposition
Die Glaubensartikel der Kirche von England kennen zwei vom Herrn im Evangelium eingesetzte Sakramente, Taufe und Abendmahl; Firmung, Buße, Weihe, Ehe und Krankensalbung zählen sie nicht zu den Sakramenten des Evangeliums, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehle (Art. XXV).
Offizielle Quelle: Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur

Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn

Offizielle Lehrposition
Die 39 Artikel der Kirche von England bekennen, dass der Sohn Gottes im Schoß der seligen Jungfrau aus ihrem Wesen die menschliche Natur angenommen hat (Artikel II). Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn

Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler

Offizielle Lehrposition
Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler

Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung

Offizielle Lehrposition
Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung

Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz

Offizielle Lehrposition
Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.
Offizielle Quelle: Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz
Lehrpositionen aus offiziellen Quellen sowie, wo gesondert belegt, heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede
ThemaOffizielle LehrpositionQuelle
Eucharistie und MessopferDie Artikel XXVIII und XXXI der Kirche von England bekennen das Abendmahl als Sakrament der Erlösung und als Teilhabe am Leib und Blut Christi für die gläubigen Empfänger, sprechen dabei von einer himmlischen und geistlichen Weise des Empfangs und verwerfen die Transsubstantiation sowie wiederholte Messopfer, die Christi einmalige Hingabe ergänzen würden.Offizielle Quelle: Eucharistie und Messopfer
Dogma und GlaubenslehreDie drei altkirchlichen Glaubensbekenntnisse werden angenommen, weil sie aus der Schrift begründbar sind. Die Kirche hat Autorität in Glaubensstreitigkeiten und ist Zeugin und Hüterin der Schrift, darf aber nichts gegen die Schrift festsetzen. Allgemeine Konzilien können irren.Offizielle Quelle: Dogma und Glaubenslehre
Petrus und PapstamtDie 39 Glaubensartikel binden kirchliche Autorität an die Schrift und sprechen dem Bischof von Rom jede Jurisdiktion in England ab (Art. XXXVII); auch die Kirche von Rom habe in Glaubensfragen geirrt (Art. XIX).Offizielle Quelle: Petrus und Papstamt
Sichtbare Kirche und LehramtNach Artikel XIX der 39 Artikel der Kirche von England ist die sichtbare Kirche Christi eine Gemeinde von Gläubigen, in der das reine Wort Gottes gepredigt wird und die Sakramente nach Christi Anordnung recht verwaltet werden. Ihre Amtsträger handeln nicht im eigenen Namen, sondern in Christi Auftrag und Vollmacht; darum hebt ihre Unwürdigkeit die Wirkung der Sakramente nicht auf (Artikel XXVI).Offizielle Quelle: Sichtbare Kirche und Lehramt
Schrift und TraditionNach Artikel VI der 39 Artikel der Kirche von England enthält die Heilige Schrift alles, was zum Heil notwendig ist; was in ihr nicht steht und sich aus ihr nicht beweisen lässt, darf niemandem als Glaubensartikel auferlegt werden. Kirchliche Traditionen und Zeremonien dürfen sich nach Zeit und Ort unterscheiden, solange nichts gegen Gottes Wort angeordnet wird (Artikel XXXIV).Offizielle Quelle: Schrift und Tradition
BibelkanonArtikel VI der 39 Artikel der Kirche von England nennt als kanonisch die Bücher, an deren Autorität in der Kirche nie gezweifelt wurde, und zählt dazu die Bücher der hebräischen Bibel. Die übrigen Bücher, darunter Tobit, Judit, Weisheit, Jesus Sirach, Baruch und die Makkabäerbücher, liest die Kirche nach einem Wort des Hieronymus als Vorbild für das Leben und zur Unterweisung in den Sitten, gründet auf sie aber keine Lehre.Offizielle Quelle: Bibelkanon
Todsünde, lässliche Sünde und HeilDie 39 Artikel der Kirche von England lehren, dass Getaufte nach Empfang des Heiligen Geistes von der empfangenen Gnade abfallen und durch Gottes Gnade wieder aufstehen können; nicht jede nach der Taufe willentlich begangene Todsünde ist die unvergebbare Sünde gegen den Heiligen Geist, und Bußfertigen wird die Vergebung nicht verweigert (Artikel XVI). Wegen des Artikels über die Erwählung (Artikel XVII) reicht die anglikanische Theologie dennoch von calvinistischen bis zu arminianischen Akzenten.Offizielle Quelle: Todsünde, lässliche Sünde und Heil
Beichte und SündenvergebungDie 39 Artikel der Kirche von England zählen die Buße zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums (Artikel XXV).Offizielle Quelle: Beichte und Sündenvergebung
Taufe und KindertaufeNach Artikel XXVII der 39 Artikel der Kirche von England ist die Taufe nicht nur Zeichen des Bekenntnisses, sondern Zeichen der Wiedergeburt, durch das die recht Getauften wie durch ein Werkzeug der Kirche eingepflanzt werden; die Verheißungen der Sündenvergebung und der Gotteskindschaft werden sichtbar besiegelt, der Glaube wird gestärkt und die Gnade vermehrt. Die Kindertaufe ist in jedem Fall beizubehalten, weil sie der Einsetzung Christi am meisten entspricht.Offizielle Quelle: Taufe und Kindertaufe
FirmungDie 39 Artikel der Kirche von England zählen die Firmung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV).Offizielle Quelle: Firmung
Priestertum und apostolische SukzessionDie 39 Artikel der Kirche von England bewahren Bischöfe, Priester und Diakone sowie ein öffentliches Amt. Ihre Kritik richtet sich gegen die in Artikel XXXI beschriebene Lehre von Messopfern, nicht gegen jedes kirchliche Amt. Die katholische Kirche erkennt die anglikanischen Weihen nicht als gültig an: Leo XIII. erklärte sie 1896 im Schreiben Apostolicae curae für ungültig, und die Glaubenskongregation zählt diese Erklärung zu den Wahrheiten, die endgültig zu halten sind (Lehrmäßiger Kommentar zur Professio fidei, 1998, Nr. 11).Offizielle Quelle: Priestertum und apostolische Sukzession
KrankensalbungDie 39 Artikel der Kirche von England zählen die Letzte Ölung zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, die nicht als Sakramente des Evangeliums gelten, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehlt (Artikel XXV).Offizielle Quelle: Krankensalbung
EheDie 39 Artikel der Kirche von England zählen die Ehe zu den fünf gemeinhin so genannten Sakramenten, unterscheiden sie aber von Taufe und Abendmahl als Sakramenten des Evangeliums; sie gehört zu den Lebensständen, die die Schrift billigt (Artikel XXV).Offizielle Quelle: Ehe
Gebet für Verstorbene und FegefeuerArtikel XXII verwirft die römische Lehre vom Fegefeuer und von Ablässen als eitel erdachte Sache, die sich auf kein Zeugnis der Schrift gründet, sondern dem Wort Gottes vielmehr widerspricht.Offizielle Quelle: Gebet für Verstorbene und Fegefeuer
Die sieben Sakramente als biblische GesamtstrukturDie Glaubensartikel der Kirche von England kennen zwei vom Herrn im Evangelium eingesetzte Sakramente, Taufe und Abendmahl; Firmung, Buße, Weihe, Ehe und Krankensalbung zählen sie nicht zu den Sakramenten des Evangeliums, weil ihnen ein von Gott angeordnetes sichtbares Zeichen fehle (Art. XXV).Offizielle Quelle: Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur
Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des HerrnDie 39 Artikel der Kirche von England bekennen, dass der Sohn Gottes im Schoß der seligen Jungfrau aus ihrem Wesen die menschliche Natur angenommen hat (Artikel II). Artikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn
Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen MittlerArtikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler
Bilder und Reliquien: Verehrung ohne VergöttlichungArtikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung
Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und RosenkranzArtikel XXII verwirft die dort beschriebene Anrufung der Heiligen sowie die Verehrung oder Anbetung von Bildern und Reliquien.Offizielle Quelle: Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz