SCRIPTURA PLENA

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Tradition

Reformiert / calvinistisch

Hier stehen offizielle Lehrpositionen. Angaben zu heutiger Praxis und innerkonfessionellen Unterschieden erscheinen nur, wenn eigene Quellen sie belegen.

Übersicht

Themen im Vergleich mit der Lehre der Kirche

Quellengestützt

Positionen im Überblick

Eucharistie und Messopfer

Offizielle Lehrposition
Die reformierte Tradition bejaht eine wirkliche geistliche Gegenwart Christi im Abendmahl. Christus ist nach reformierter Lehre mit seinem wahren Leib im Himmel zur Rechten des Vaters; im Abendmahl nährt er die Glaubenden durch den Heiligen Geist mit sich selbst, während Brot und Wein Brot und Wein bleiben (Heidelberger Katechismus, Fragen 76–80). Frage 80 verwarf die Messe als Verleugnung des einzigen Opfers Christi; das Moderamen des Reformierten Bundes erklärt heute, diese Verwerfung könne in dieser Form nicht aufrechterhalten werden, und sieht den bleibenden Unterschied darin, dass die Messe als Opfer, das Abendmahl als Mahl verstanden wird.
Offizielle Quelle: Eucharistie und Messopfer

Dogma und Glaubenslehre

Offizielle Lehrposition
Die Schrift ist der höchste Richter religiöser Streitfragen. Synoden und Konzilien können Streitfragen dienend entscheiden; ihre Urteile verdienen Achtung, bleiben aber der Schrift untergeordnet und können irren.
Offizielle Quelle: Dogma und Glaubenslehre

Petrus und Papstamt

Offizielle Lehrposition
Christus allein ist das Haupt der Kirche; einen Bischof von Rom als allgemeinen Hirten und Haupt der Kirche auf Erden lehnen die reformierten Bekenntnisse ab (Zweites Helvetisches Bekenntnis, Kap. XVII; Westminster-Bekenntnis XXV,6). Konzilien können irren und sind an der Schrift zu messen (Westminster-Bekenntnis XXXI).
Offizielle Quelle: Petrus und Papstamt

Sichtbare Kirche und Lehramt

Offizielle Lehrposition
Einzelne Kirchen sind mehr oder weniger rein, je nachdem, wie rein in ihnen das Evangelium gelehrt und angenommen, die Sakramente verwaltet und der öffentliche Gottesdienst gefeiert werden (Westminster-Bekenntnis XXV,4). Alle Synoden und Konzilien seit der Zeit der Apostel können irren; sie sind deshalb nicht Regel des Glaubens, sondern eine Hilfe (XXXI,3).
Offizielle Quelle: Sichtbare Kirche und Lehramt

Schrift und Tradition

Offizielle Lehrposition
Nach dem Westminster-Bekenntnis ist der ganze Ratschluss Gottes über alles, was für seine Ehre, das Heil des Menschen, den Glauben und das Leben notwendig ist, in der Schrift ausdrücklich niedergelegt oder durch gute und notwendige Folgerung aus ihr abzuleiten; nichts darf hinzugefügt werden, weder durch neue Offenbarungen des Geistes noch durch Überlieferungen von Menschen (I,6). Die unfehlbare Regel der Schriftauslegung ist die Schrift selbst (I,9).
Offizielle Quelle: Schrift und Tradition

Bibelkanon

Offizielle Lehrposition
Das Westminster-Bekenntnis zählt 66 Bücher auf und erklärt die Apokryphen für nicht inspiriert und ohne Autorität in der Kirche (I,2–3). Die Confessio Belgica (Art. 6) erlaubt ihre Lektüre, soweit sie mit den kanonischen Büchern übereinstimmen, spricht ihnen aber die Kraft ab, einen Glaubenssatz zu begründen.
Offizielle Quelle: Bibelkanon

Todsünde, lässliche Sünde und Heil

Offizielle Lehrposition
Nach dem Westminster-Bekenntnis können die, die Gott in Christus angenommen, wirksam berufen und durch seinen Geist geheiligt hat, weder ganz noch endgültig aus dem Stand der Gnade fallen, sondern werden gewiss bis ans Ende darin beharren und ewig gerettet werden (XVII,1). Diese Beharrung hängt nicht am freien Willen, sondern an Gottes unwandelbarer Erwählung, am Verdienst und an der Fürbitte Christi und am bleibenden Wirken des Geistes (XVII,2).
Offizielle Quelle: Todsünde, lässliche Sünde und Heil

Beichte und Sündenvergebung

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus versteht das Amt der Schlüssel als Predigt des Evangeliums und christliche Bußzucht: Allen Gläubigen wird öffentlich bezeugt, dass ihnen um Christi willen vergeben ist, sooft sie die Zusage im Glauben annehmen; wer unchristlich lehrt oder lebt, wird nach wiederholter Ermahnung durch Versagung der Sakramente ausgeschlossen und bei Besserung wieder aufgenommen (Fragen 83–85). Ein Bußsakrament mit Einzelbekenntnis vor dem Priester kennt er nicht.
Offizielle Quelle: Beichte und Sündenvergebung

Taufe und Kindertaufe

Offizielle Lehrposition
Die Taufe ist ein von Christus eingesetztes sichtbares Wahrzeichen und Siegel, das dem Glaubenden die Abwaschung der Sünden durch Christi Blut und Geist zusichert; das Wasser selbst wäscht die Sünden nicht ab. Kinder werden getauft, weil sie ebenso wie die Erwachsenen zum Bund Gottes gehören; die Taufe tritt an die Stelle der Beschneidung.
Offizielle Quelle: Taufe und Kindertaufe

Firmung

Offizielle Lehrposition
Nach dem Heidelberger Katechismus hat Christus zwei Sakramente eingesetzt, Taufe und Abendmahl (Frage 68); die Firmung ist kein Sakrament.
Offizielle Quelle: Firmung

Priestertum und apostolische Sukzession

Offizielle Lehrposition
Die Westminster Confession bejaht geordnete kirchliche Amtsträger und das Herrenmahl, lehnt aber jede Vorstellung ab, die Messe sei ein wiederholtes oder wirklich sühnendes Opfer für Sünde.
Offizielle Quelle: Priestertum und apostolische Sukzession

Krankensalbung

Offizielle Lehrposition
Nach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68); eine sakramentale Krankensalbung kennt die reformierte Lehre nicht.
Offizielle Quelle: Krankensalbung

Ehe

Offizielle Lehrposition
Nach dem Westminster-Bekenntnis ist die Ehe die Verbindung eines Mannes mit einer Frau, eingesetzt zur gegenseitigen Hilfe der Gatten, zur Mehrung des Menschengeschlechts und der Kirche und zum Schutz vor Unzucht (XXIV,1–2). Sakramente hat Christus nach dem Bekenntnis nur zwei eingesetzt, Taufe und Abendmahl (XXVII,4); die Ehe zählt nicht dazu.
Offizielle Quelle: Ehe

Gebet für Verstorbene und Fegefeuer

Offizielle Lehrposition
Die reformierten Bekenntnisse lehren, dass die Seelen der Gläubigen im Tod in der Heiligkeit vollendet und sogleich zu Christus genommen werden; einen dritten Zustand neben Himmel und Hölle kennen sie nicht, und das Gebet für Verstorbene lehnen sie ab (Westminster-Bekenntnis XXI,4; XXXII,1; Heidelberger Katechismus, Frage 57 in der älteren Fassung und Frage 80).
Offizielle Quelle: Gebet für Verstorbene und Fegefeuer

Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur

Offizielle Lehrposition
Nach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68).
Offizielle Quelle: Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur

Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus bekennt, dass der ewige Sohn Gottes „wahre menschliche Natur aus dem Fleisch und Blut der Jungfrau Maria angenommen“ hat (Frage 35), und lehnt es ab, Heil und Seligkeit bei den Heiligen zu suchen (Frage 30). Die Unbefleckte Empfängnis und die Aufnahme Mariens lehrt er nicht.
Offizielle Quelle: Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn

Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus zählt in Frage 94 zu dem, was das erste Gebot verbietet, „auch das Anrufen der Heiligen oder anderer Geschöpfe“. In Frage 30 verneint er, dass diejenigen an den einzigen Heiland Jesus glauben, „die Heil und Seligkeit bei den Heiligen, bei sich selbst oder anderswo suchen“.
Offizielle Quelle: Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler

Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus zählt das Bilderverbot als eigenes zweites Gebot. Gott will in keiner Weise abgebildet und nicht anders verehrt werden, als er es in seinem Wort befohlen hat (Frage 96). Geschöpfe dürfen abgebildet werden, aber nicht, um sie zu verehren oder Gott damit zu dienen (Frage 97); auch als „der Laien Bücher“ duldet der Katechismus Bilder in den Kirchen nicht (Frage 98).
Offizielle Quelle: Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung

Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz

Offizielle Lehrposition
Der Heidelberger Katechismus verlangt nach dem ersten Gebot, „auch das Anrufen der Heiligen oder anderer Geschöpfe“ zu meiden (Frage 94), und lehrt, dass ein Gott wohlgefälliges Gebet „allein den wahren Gott“ von Herzen anruft (Frage 117). Zugleich nennt er das Gebet „die wichtigste Gestalt der Dankbarkeit“ und bekennt, dass Gott seine Gnade denen geben will, die ihn „herzlich und unaufhörlich“ darum bitten (Frage 116).
Offizielle Quelle: Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz

Glaube, Gnade und Werke: Leben aus der Gemeinschaft mit Christus

Offizielle Lehrposition
Die Rechtfertigung geschieht allein durch Christus und den Glauben als Instrument; der Glaube bleibt im gerechtfertigten Menschen nicht allein, sondern bringt durch den Geist gute Werke hervor.
Offizielle Vertiefung
Die Westminster Confession lehrt Rechtfertigung durch Christus allein und den Glauben allein als Instrument. Gute Werke sind Früchte und Beweise des Glaubens, durch Christi Geist ermöglicht; sie können Vergebung oder ewiges Leben nicht verdienen, werden aber in Christus angenommen und belohnt.
Bandbreite
Die reformierte Position fasst die Werke als notwendige Frucht und Beweis des Glaubens, ohne ihnen den Status eines Verdienstes im katholischen Sinn zuzuschreiben.
Offizielle Quelle: Glaube, Gnade und Werke: Leben aus der Gemeinschaft mit Christus
Lehrpositionen aus offiziellen Quellen sowie, wo gesondert belegt, heutige Praxis und innerkonfessionelle Unterschiede
ThemaOffizielle LehrpositionOffizielle VertiefungPraxis und BandbreiteQuelle
Eucharistie und MessopferDie reformierte Tradition bejaht eine wirkliche geistliche Gegenwart Christi im Abendmahl. Christus ist nach reformierter Lehre mit seinem wahren Leib im Himmel zur Rechten des Vaters; im Abendmahl nährt er die Glaubenden durch den Heiligen Geist mit sich selbst, während Brot und Wein Brot und Wein bleiben (Heidelberger Katechismus, Fragen 76–80). Frage 80 verwarf die Messe als Verleugnung des einzigen Opfers Christi; das Moderamen des Reformierten Bundes erklärt heute, diese Verwerfung könne in dieser Form nicht aufrechterhalten werden, und sieht den bleibenden Unterschied darin, dass die Messe als Opfer, das Abendmahl als Mahl verstanden wird.Offizielle Quelle: Eucharistie und Messopfer
Dogma und GlaubenslehreDie Schrift ist der höchste Richter religiöser Streitfragen. Synoden und Konzilien können Streitfragen dienend entscheiden; ihre Urteile verdienen Achtung, bleiben aber der Schrift untergeordnet und können irren.Offizielle Quelle: Dogma und Glaubenslehre
Petrus und PapstamtChristus allein ist das Haupt der Kirche; einen Bischof von Rom als allgemeinen Hirten und Haupt der Kirche auf Erden lehnen die reformierten Bekenntnisse ab (Zweites Helvetisches Bekenntnis, Kap. XVII; Westminster-Bekenntnis XXV,6). Konzilien können irren und sind an der Schrift zu messen (Westminster-Bekenntnis XXXI).Offizielle Quelle: Petrus und Papstamt
Sichtbare Kirche und LehramtEinzelne Kirchen sind mehr oder weniger rein, je nachdem, wie rein in ihnen das Evangelium gelehrt und angenommen, die Sakramente verwaltet und der öffentliche Gottesdienst gefeiert werden (Westminster-Bekenntnis XXV,4). Alle Synoden und Konzilien seit der Zeit der Apostel können irren; sie sind deshalb nicht Regel des Glaubens, sondern eine Hilfe (XXXI,3).Offizielle Quelle: Sichtbare Kirche und Lehramt
Schrift und TraditionNach dem Westminster-Bekenntnis ist der ganze Ratschluss Gottes über alles, was für seine Ehre, das Heil des Menschen, den Glauben und das Leben notwendig ist, in der Schrift ausdrücklich niedergelegt oder durch gute und notwendige Folgerung aus ihr abzuleiten; nichts darf hinzugefügt werden, weder durch neue Offenbarungen des Geistes noch durch Überlieferungen von Menschen (I,6). Die unfehlbare Regel der Schriftauslegung ist die Schrift selbst (I,9).Offizielle Quelle: Schrift und Tradition
BibelkanonDas Westminster-Bekenntnis zählt 66 Bücher auf und erklärt die Apokryphen für nicht inspiriert und ohne Autorität in der Kirche (I,2–3). Die Confessio Belgica (Art. 6) erlaubt ihre Lektüre, soweit sie mit den kanonischen Büchern übereinstimmen, spricht ihnen aber die Kraft ab, einen Glaubenssatz zu begründen.Offizielle Quelle: Bibelkanon
Todsünde, lässliche Sünde und HeilNach dem Westminster-Bekenntnis können die, die Gott in Christus angenommen, wirksam berufen und durch seinen Geist geheiligt hat, weder ganz noch endgültig aus dem Stand der Gnade fallen, sondern werden gewiss bis ans Ende darin beharren und ewig gerettet werden (XVII,1). Diese Beharrung hängt nicht am freien Willen, sondern an Gottes unwandelbarer Erwählung, am Verdienst und an der Fürbitte Christi und am bleibenden Wirken des Geistes (XVII,2).Offizielle Quelle: Todsünde, lässliche Sünde und Heil
Beichte und SündenvergebungDer Heidelberger Katechismus versteht das Amt der Schlüssel als Predigt des Evangeliums und christliche Bußzucht: Allen Gläubigen wird öffentlich bezeugt, dass ihnen um Christi willen vergeben ist, sooft sie die Zusage im Glauben annehmen; wer unchristlich lehrt oder lebt, wird nach wiederholter Ermahnung durch Versagung der Sakramente ausgeschlossen und bei Besserung wieder aufgenommen (Fragen 83–85). Ein Bußsakrament mit Einzelbekenntnis vor dem Priester kennt er nicht.Offizielle Quelle: Beichte und Sündenvergebung
Taufe und KindertaufeDie Taufe ist ein von Christus eingesetztes sichtbares Wahrzeichen und Siegel, das dem Glaubenden die Abwaschung der Sünden durch Christi Blut und Geist zusichert; das Wasser selbst wäscht die Sünden nicht ab. Kinder werden getauft, weil sie ebenso wie die Erwachsenen zum Bund Gottes gehören; die Taufe tritt an die Stelle der Beschneidung.Offizielle Quelle: Taufe und Kindertaufe
FirmungNach dem Heidelberger Katechismus hat Christus zwei Sakramente eingesetzt, Taufe und Abendmahl (Frage 68); die Firmung ist kein Sakrament.Offizielle Quelle: Firmung
Priestertum und apostolische SukzessionDie Westminster Confession bejaht geordnete kirchliche Amtsträger und das Herrenmahl, lehnt aber jede Vorstellung ab, die Messe sei ein wiederholtes oder wirklich sühnendes Opfer für Sünde.Offizielle Quelle: Priestertum und apostolische Sukzession
KrankensalbungNach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68); eine sakramentale Krankensalbung kennt die reformierte Lehre nicht.Offizielle Quelle: Krankensalbung
EheNach dem Westminster-Bekenntnis ist die Ehe die Verbindung eines Mannes mit einer Frau, eingesetzt zur gegenseitigen Hilfe der Gatten, zur Mehrung des Menschengeschlechts und der Kirche und zum Schutz vor Unzucht (XXIV,1–2). Sakramente hat Christus nach dem Bekenntnis nur zwei eingesetzt, Taufe und Abendmahl (XXVII,4); die Ehe zählt nicht dazu.Offizielle Quelle: Ehe
Gebet für Verstorbene und FegefeuerDie reformierten Bekenntnisse lehren, dass die Seelen der Gläubigen im Tod in der Heiligkeit vollendet und sogleich zu Christus genommen werden; einen dritten Zustand neben Himmel und Hölle kennen sie nicht, und das Gebet für Verstorbene lehnen sie ab (Westminster-Bekenntnis XXI,4; XXXII,1; Heidelberger Katechismus, Frage 57 in der älteren Fassung und Frage 80).Offizielle Quelle: Gebet für Verstorbene und Fegefeuer
Die sieben Sakramente als biblische GesamtstrukturNach dem Heidelberger Katechismus hat Christus im Neuen Testament zwei Sakramente eingesetzt, die Taufe und das Abendmahl (Frage 68).Offizielle Quelle: Die sieben Sakramente als biblische Gesamtstruktur
Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des HerrnDer Heidelberger Katechismus bekennt, dass der ewige Sohn Gottes „wahre menschliche Natur aus dem Fleisch und Blut der Jungfrau Maria angenommen“ hat (Frage 35), und lehnt es ab, Heil und Seligkeit bei den Heiligen zu suchen (Frage 30). Die Unbefleckte Empfängnis und die Aufnahme Mariens lehrt er nicht.Offizielle Quelle: Maria: Seligpreisung, Fürbitte und die Mutter des Herrn
Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen MittlerDer Heidelberger Katechismus zählt in Frage 94 zu dem, was das erste Gebot verbietet, „auch das Anrufen der Heiligen oder anderer Geschöpfe“. In Frage 30 verneint er, dass diejenigen an den einzigen Heiland Jesus glauben, „die Heil und Seligkeit bei den Heiligen, bei sich selbst oder anderswo suchen“.Offizielle Quelle: Heilige und Fürbitte: Gemeinschaft unter dem einen Mittler
Bilder und Reliquien: Verehrung ohne VergöttlichungDer Heidelberger Katechismus zählt das Bilderverbot als eigenes zweites Gebot. Gott will in keiner Weise abgebildet und nicht anders verehrt werden, als er es in seinem Wort befohlen hat (Frage 96). Geschöpfe dürfen abgebildet werden, aber nicht, um sie zu verehren oder Gott damit zu dienen (Frage 97); auch als „der Laien Bücher“ duldet der Katechismus Bilder in den Kirchen nicht (Frage 98).Offizielle Quelle: Bilder und Reliquien: Verehrung ohne Vergöttlichung
Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und RosenkranzDer Heidelberger Katechismus verlangt nach dem ersten Gebot, „auch das Anrufen der Heiligen oder anderer Geschöpfe“ zu meiden (Frage 94), und lehrt, dass ein Gott wohlgefälliges Gebet „allein den wahren Gott“ von Herzen anruft (Frage 117). Zugleich nennt er das Gebet „die wichtigste Gestalt der Dankbarkeit“ und bekennt, dass Gott seine Gnade denen geben will, die ihn „herzlich und unaufhörlich“ darum bitten (Frage 116).Offizielle Quelle: Gebet und katholische Praxis: Vaterwort, Wiederholung und Rosenkranz
Glaube, Gnade und Werke: Leben aus der Gemeinschaft mit ChristusDie Rechtfertigung geschieht allein durch Christus und den Glauben als Instrument; der Glaube bleibt im gerechtfertigten Menschen nicht allein, sondern bringt durch den Geist gute Werke hervor.Die Westminster Confession lehrt Rechtfertigung durch Christus allein und den Glauben allein als Instrument. Gute Werke sind Früchte und Beweise des Glaubens, durch Christi Geist ermöglicht; sie können Vergebung oder ewiges Leben nicht verdienen, werden aber in Christus angenommen und belohnt.

Die reformierte Position fasst die Werke als notwendige Frucht und Beweis des Glaubens, ohne ihnen den Status eines Verdienstes im katholischen Sinn zuzuschreiben.

Offizielle Quelle: Glaube, Gnade und Werke: Leben aus der Gemeinschaft mit Christus